Sonstiges

Abitur – und dann?

Studieren, aber was? Diese  Frage  hat sich bestimmt jeder schon einmal gestellt. So manch einer hat natürlich ganz konkrete Vorstellungen von seiner Zukunft und weiß genau, dass er  in ein, zwei oder drei Jahren in der Uni sitzen wird, um dort seinem Berufswunsch ein Stück näher zu kommen.

  • von Tina Rost/12c

Fragt man Zehnt- oder Elftklässler nach Ihren Plänen nach dem Abi, ist eine solche Antwort wahrscheinlich aber eher die Seltenheit. Immer wieder stellen sich  Schüler der  oberen Jahrgangsstufen die Frage, in welchen Studienrichtungen sie ihre Erfüllung finden, und inwiefern sich diese auch realisieren lassen.

Der Hochschulinformationstag – kurz HIT – der Martin Luther Universität Halle Wittenberg bietet daher jährlich die  ideale Gelegenheit, sich einen Überblick über das mehr als 250 Studiengänge umfassende Angebot der Universität zu verschaffen. Egal ob Medizin, Biologie, oder vielleicht doch Japanologie – in kurzen Vorlesungen werden die einzelnen Studiengänge der MLU vorgestellt und Fragen  rund ums  Studium beantwortet.

Für alle Interessierten, die nicht bis zum nächsten HIT warten möchten, bietet die MLU eine kostenfreie Studienberatung an.

Und wem das noch nicht genügt, der hat die Möglichkeit unter dem Motto „Erst probieren, dann studieren“ ein bisschen Campusluft zu schnuppern.
Der studentische Verein „Jugenduni“ bietet unter diesem Motto ein Schnupperstudium  für Gymnasiasten  an.
Mit Studenten hat man dann die Möglichkeit den Campus zu erkunden, Vorlesungen und Übungen zu besuchen sowie einen Einblick in die Universitätsbibliothek zu erhaschen. Dabei kann man die Termine für  die  – meist am Nachmittag stattfindenden- Treffen ganz individuell mit dem eigenen Stundenplan und dem des betreuenden Studenten abstimmen.

Am Anfang ist es  vielleicht noch  ein seltsames Gefühl in einem  Hörsaal zu sitzen, der mit gut 1200  Studenten gefüllt ist, aber man gewöhnt sich recht schnell daran. Und  vor allem- es ist keinesfalls  wie in der Schule: Flüstern, Essen und Kaugummikauen  während der Vorlesung sind  weit verbreitet.

Das Schnupperstudium ist  sowohl für Schüler, die genau wissen  welchen Studiengang sie belegen  möchten, als auch für die,  die  noch keine konkrete Vorstellung haben, eine tolle Erfahrung!

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Auflösung des Schulwappenwettbewerbs

Wie ihr sicher alle mitbekommen habt, hat die Schülerzeitung einen Schulwappenwettbewerb gestartet und zuerst wollen wir uns ganz herzlich bei den fleißigen Teilnehmern und Teilnehmerinnen bedanken.

  • von Saskia Naumann (Klasse 8)

Unter den Einsendungen konnten wir zahlreiche Schmuckstücke finden. Wir haben drei Kunstwerke ausgesucht und ihr dürft abstimmen, wer eure absolute Nummer eins ist.


Beiträge

Hier eine chronologische Liste der Beiträge zum Thema „Schule“.

Demokratisch handeln

  • Gastbeitrag: von Daniil D./10b

„Demokratisch Handeln“ ist ein Projekt, in dem Schüler soziales Engagement erlernen können. Der Beitrag unserer Schule „Lebenswelt – Junge Menschen lernen soziales Engagement“ wurde von einer Jury zur Förderung ausgewählt. Jeder Schüler der 9. bis 12. Klasse unserer Schule hat die Möglichkeit am Projekt „Lebenswelt – Junge Menschen lernen soziales Engagement“ teilzunehmen. Dabei arbeiten die Schüler ein Jahr lang, jeweils einmal pro Woche zwei Stunden lang, in ihrer Freizeit in verschiedenen sozialen und soziokulturellen Einrichtungen. Ihre Erfahrungen, die sie in einem Lerntagebuch festhalten, werden im Unterricht in verschiedenen Fächern eingebaut. Das Projekt bringt die Teilnehmer näher an Menschen und deren Probleme heran, die in der Regel nicht zur Alltagswelt der Jugendlichen gehören: Menschen mit Behinderungen, Obdachlose, Migranten oder alte Menschen. Die Schüler sollen dabei einen sozialen, verantwortungsvollen und toleranten Umgang mit diesen Menschen entwickeln. Nach einem persönlichen Gespräch und ihren Neigungen entsprechend wählen die Teilnehmer ihren konkreten Einsatzort, denn nur so können die Teilnehmer sich mit ihren Ideen und ihrer Kreativität einbringen.

An unserer Schule gibt es die Möglichkeit, im 9. und 10. Schuljahr am Wahlpflichtkurs „Lebenswelt – Lernen durch Engagement“ teilzunehmen. „Wenn ich mich zurückerinnere, warum ich diesen Kurs gewählt habe, dann fällt mir dazu ein, dass mehr Jugendliche dazu beitragen sollten, dass es benachteiligten Menschen besser geht. Ich möchte später auch solch einen Beruf ausüben.“ (Anne A., Hallesche Behindertenwerkstätten) Nach einem halben Jahr wird den Schülern eine Zwischenauswertung und ein Begleitseminar angeboten. Am Ende findet eine Reflexion mit speziellen Fragebögen, die in Kooperation mit der Freiwilligen-Agentur entwickelt wurden, statt. Dabei geht es um die Einschätzung des individuellen Kompetenzzuwachses im persönlichen und sozialen Bereich. Auf einer gemeinsamen Abschlussveranstaltung erhalten die Schüler und Schülerinnen ihre Zertifikate durch die Schulleitung und das Projektteam.

Ohne Streit lernt es sich besser

  • Gastbeitrag: von Roman L.; Robert B.; Philipp K.

Darin sind sich nicht nur die 24 Schüler unserer Schule einig, die am Projekt „Streitschlichtung“ in der Villa Jühling teilgenommen haben. Dort haben sie sich mit den Grundlagen vertraut gemacht, wie man helfen kann Konflikte zu lösen. Nun gibt es eine Gruppe von ausgebildeten Streitschlichtern, von denen immer zwei jeden Mittwoch, Donnerstag und Freitag in der zweiten Hofpause im Raum 204 auf Streithähne warten, die bereit sind, mit ihnen eine Lösung für ihren Konflikt zu finden, mit der beide Parteien einverstanden sind. Wer die Streitschlichter unserer Schule sind, könnt Ihr der Informationstafel gegenüber dem Lehrerzimmer entnehmen. Das Gespräch wird von den Streitschlichtern neutral geführt und sollte nicht länger als 20 min. dauern. Natürlich wird der Inhalt vertraulich behandelt, das heißt, dass kein Streitschlichter über die geführten Gespräche mit seinem besten Freund oder seiner besten Freundin reden darf. Ganz schön schwierig – oder? Von den Streitschlichtern war zu erfahren, dass nur sehr, sehr wenige Schüler bisher den Weg ins Büro der Streitschlichter gefunden haben, um sich bei der Lösung ihres Konfliktes helfen zu lassen. — Schade! Was sind die Gründe dafür? Denn dass es an unserer Schule keine, vielleicht sogar auch recht ernsthafte Probleme gibt, glaubt sicher keiner. Also warum nicht das Angebot der Streitschlichter nutzen und versuchen, aus einem kleinen Problem nicht erst ein großes werden zu lassen.

Eine Mitteilung an alle Schüler des Christian-Wolff-Gymnasiums

  • Schülerrat: Julian Winning; Markus Born

Liebe Mitschüler!

Wir wenden uns aufgrund der zunehmenden Verschmutzung des Schulgeländes bzw. des Schulgebäudes an euch. In unserer Schule sind die Toiletten und Aufenthaltsecken in der 2. und 3. Etage, die Räume bei den Schließfächern und das Schulgelände oft verunreinigt. In den Toilettenräumen gibt es verschmutzte und verstopfte Toiletten, an den Decken klebt oft Klopapier. Mülleimer sind umgestoßen, auf oder unter den Tischen liegt Papier, das eigentlich in den Papierkorb gehört. Auch auf dem Schulgelände gibt es Verschmutzungen, zum Beispiel durch Obstreste und Reste von Frühstückstüten. Wieso schaffen wir es nicht, zum Mülleimer zu laufen??? Es gibt genügend Papierkörbe im Schulhaus und auf dem Schulhof. Das muss sich ändern! Oder fühlt ihr euch so wohl? Welchen Eindruck müssen Besucher unserer Schule bekommen? Wenn die Grips-Tage stattfinden, kommen die Eltern der 3. und 4. Klassen, d.h. wir haben Gäste in der Schule und nicht nur an diesen Tagen sollten wir einen guten Eindruck hinterlassen, denn wie ihr wisst, ist unsere Schule noch nicht gerettet. Wenn die Eltern die verschmutzen Etagen, vollgestopften Toiletten und Obstreste in unserer Schule sehen, werden sie ihre Kinder wohl an eine andere Schule schicken. Dann haben wir wieder keine 5. Klassen und das Problem der Schließung der Schule taucht wieder auf. Das müssen wir auf jeden Fall verhindern. Also kümmert Euch um unsere Schule! Jeder ist verantwortlich.

Kommentar der Redaktion:

Der Schmutz in den „Ecken“ sieht nicht nur schlecht aus. Tagtäglich müssen unsere Reinigungskräfte über ihre normale Arbeit hinaus den Dreck, den wir hinterlassen, wieder wegräumen. Würdet ihr gerne die verstopften Toiletten säubern? Bestimmt nicht. Und das sollten wir auch Anderen nicht zumuten. An dieser Stelle unseren Dank an alle fleißigen Reinigungskräfte, stellvertretend an Frau Bamberg und an Herrn Somborski und Herrn Wäsch.

High School Year Australia

  • von Anne-Marie H. (Klasse 11)

Mein Auslandsjahr von Juli 2009 bis 2010 in Australien begann mit einem ca. 23-stündigen Flug von Frankfurt über Singapur nach Sydney und letztendlich zu meinem Ziel: Adelaide in Süd- Australien!

Auf diese Idee hatte mich ein Verwandter gebracht, welcher ein Jahr in den USA war und daran viel Gefallen gefunden hatte. Ich jedoch entschied mich für Australien, da ich gehört hatte, dass die Australier sehr aufgeschlossen, nett und entspannt sein sollen.

Am Flughafen erwartete mich meine (erste) Gastmutter und regnerisch-kaltes Wetter. Ich kam vom deutschen Sommer in den südaustralischen Winter. Vorher hatte ich über die Aussage meiner Gastmutter, dass ich warme Sachen mitnehmen solle, gelacht, da man sich einen Winter dort ja eigentlich nur schwer vorstellen kann. Schnell hatte mich diese Aussage jedoch eingeholt, denn in südlichen Ländern sind doppelt verglaste Fenster, Dämmung und Zentralheizung eher unüblich. Somit lief ich mit 3 Pullovern durchs Haus.

Bei meiner Ankunft hatte ich eine Woche Zeit, mich in meine Gastfamilie einzuleben. Diese bestand aus Mutter (32), Freund und Tochter (15) und war ganz nett, wenn auch total verschlafen. Danach erwartete mich mein ’erster’ Schultag. Natürlich war ich wahnsinnig aufgeregt, da ich niemanden kannte und in dieser Schule alle weitestgehend in Schuluniform rumliefen, nur die neuen Austauschschüler normal.

Eine Freundschaft zu anderen Austauschschülern baute sich schnell auf. Am Anfang  war ich  ein bisschen enttäuscht vom relativ geringen Interesse der Einheimischen an uns. Trotzdem waren alle sehr nett und nach gewisser Zeit ergaben sich auch Freundschaften, die jetzt noch halten. Schule ist dort allgemein simpler, genauso wie der Lebensstil, welcher sehr locker und entspannt ist. Nachdem man sich relativ schnell daran gewöhnt hat die ganze Zeit Englisch zu hören und zu sprechen, denkt man auch schon auf Englisch. Zuvor passierten mir zwar einige Ausrutscher, so dass ich zum Beispiel einmal im Unterricht begann Deutsch zu reden, sehr zur Unterhaltung meiner Klassenkameraden.

Schule beginnt dort 8:30 Uhr und endet 15:00 Uhr: In der 11.Klasse belegt man nur 6 Fächer, die man, abgesehen von Mathe und Englisch, frei wählen kann. Im Unterricht wird meistens am Computer gearbeitet und die meisten Lehrer sind Schülern gegenüber sehr aufgeschlossen. Nach der Schule gingen wir meist an den Strand oder ins Shopping Centre.

Nach einem halben Jahr war ich in der Schule schon vollkommen integriert und niemand sah mich mehr als ‚Ausländer’ an. Viel Spaß hatte ich an den Unterrichtsfächern ‚Drama’ (Theater), in welchem wir unter anderem selbst Stücke schrieben und aufführten, uns mit literarischen Werken befassten, aber auch Fotografie.

Allgemein wurde in der Schule viel Wert auf Aktivitäten wie Tennis, Theater- bzw. Musicalaufführungen und die Schulband, welche auch bei den vierteljährlichen Schulversammlungen spielte, gelegt.

In der Ferienzeit, welche ich dort verbrachte, vor allem in den achtwöchigen Sommerferien, habe ich viele Möglichkeiten zu reisen wahrgenommen, unter anderem besuchte mich auch meine Mutter. Vor allem die Gegensätze des Landes wie trockene Wüsten, tropische Regenwälder, riesige Salzseen und wunderschöne Korallenriffs als auch das Leben auf einer 2500 km² großen Farm und dem Leben in einem kleinem Haus in einer riesigen Stadt; faszinierten mich.

Giftige und gefährliche Tiere, außer einer 2m langen Schlangenhaut, die ich gefunden habe, sieht man im Stadtgebiet eher weniger, jedoch kommt man bei Krokodilen und Schlangen im Outback und Haien in verschiedenen Meeresgebieten (die nur selten angreifen) auf seine Kosten. Während der Reise durch die Wüste von Australien übernachteten wir im Schlafsack unter dem wunderschönen Sternenhimmel.Eines Nachts schlich sich ein Dingo in unser Nachtlager.Er klaute einem meiner Mitreisenden das Kissen und zerfetzte dies.

In den Sommerferien fand auch dort das Weihnachtsfest statt, mit Dekoration und Tannenbaum, gefeiert habe ich Weihnachten bei 37°C am Strand von Adelaide und mit Fish&Chips als Mahlzeit.

Mit meiner Gastfamilie hatte es mich aus hygienischen und Versorgungsgründen jedoch leider nicht sehr positiv getroffen. Somit entschied ich mich nach einem halben Jahr die Gastfamilie zu wechseln. Meine 2. Gastfamilie war der totale Gegensatz zu der vorherigen, feste Regeln und ein beständiges Leben waren dort Gang und Gebe. Dies gestaltete mein Jahr jedoch sehr interessant, und ich bin auch jetzt noch mit beiden Familien in Kontakt.

Im Endeffekt kann ich nur sagen, dass es eine lohnenswerte Erfahrung war, da man danach nicht nur (fast) perfekt Englisch sprechen kann, sondern auch eine Menge Lebenserfahrung gesammelt hat. Australien ist ein sehr interessantes Land, sowohl die Kultur, welche vor allem durch Aboriginies und Engländer geprägt wurde, als auch die offene und humorvolle Art des Volkes, welche durch viele multikulturelle Einflüsse erweitert wird.

Bei meiner Rückkehr traf ich auf den deutschen Lebensstil, welcher mich anfangs sehr schockierte, da der Leistungsdruck und Stressfaktor im Vergleich zu Australien unglaublich hoch ist, somit freue ich mich schon sehr auf meine Rückkehr ins Land Down Under.

Falls ihr Interesse an einem Auslandsjahr und irgendwelche Fragen habt, würde ich mich freuen, wenn ich euch helfen kann.

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