Regionales

Hoher Besuch, plötzlich auf dem Parkplatz

Halteverbot am Campus Kastanienallee: Am Donnerstag, dem 15.6.2017, befand sich gegen 14:30 Uhr der Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, Dr. rer. nat. Reiner Haseloff, auf dem Parkplatz unserer Schule. Was dahinter steckt, erfahrt Ihr hier.

  • von Theodor Wolf/7c
  • Fotos: Theodor Wolf/7c; Clemens T. Kral/10b; S. Körnig/Koll.

Es gibt in Halle (Saale) eine Initiative mit dem Namen „Halle auf dem Weg zur Zukunftsstadt 2050“; diese setzt sich dafür ein, dass Halle möglichst weit in einem bundesweiten Zukunftsstadtwettbewerb kommt.

Seit 1. Januar 2017 steht Halle (Saale) mit noch 23 Städten im Wettbewerb in der 2. Planungsphase. Den Visionen der Städte müssen nun gut durchstrukturierte Konzepte folgen, damit im Jahr 2018 der Einzug in die finale 3. Phase, die Umsetzung konkreter Vorhaben, erfolgen kann. Der zeitliche Zielhorizont der Visionsentwicklung ist dabei auf das Jahr 2050 ausgerichtet. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt diese zweite Phase des Zukunftsstadtwettbewerbes wieder mit rund 200.000 Euro. Von diesem Geld werden auch die Projekte für unseren Campus gefördert.

Am Donnerstag, dem 15.6.2017, wurde der bisherige Stand der Planungen eines Teams aus Stadtplanung, GestalterInnen und KünstlerInnen, WissenschaftlernInnen und GründungsexpertInnen geladenen Gästen präsentiert. Unter dem Motto „halle.neu.stadt 2050 in Aktion“ stellte im KulturTREFF Halle-Neustadt das Zukunftsstadt-Team den aktuellen Stand vor. Ab 14:15 Uhr wurden im Rahmen einer Besuchstour ausgewählte, noch visionäre Räume und Konzepte der Zukunftsstadt Halle-Neustadt 2050 erkundet. Dazu gehörte auch der Campus Kastanienallee.

Das Projekt „frei.raum.mit.gestalten. Partizipation durch Kunst im Quartier“ wird in Zukunft den Campus Kastanienallee, eher gesagt das Christian-Wolff-Gymnasium, flankieren, und zwar mit einem großen Wandbild.  Es ist das erste von drei diesjährigen großen Fassadengestaltungen mit der halleschen Freiraumgalerie. Neben den Künstlern durften auch SchülerInnen an der Planung des Bildes mithelfen und alle Klassen eines von zwei vorgeschlagenen Motiven auswählen. Das Wandbild wird von und mit Viktor Sobek gestaltet, einem Absolventen von der Kunsthochschule Burg Giebichenstein in Halle (Saale). Das Motiv: Eine junge Frau vor dem Hintergrund von 28 Flaggen. Die 28 Flaggen stehen für 28 Nationalitäten, denn Schüler so vielen Nationen lernen am Christian-Wolff-Gymnasium. Während die Künstler mithilfe einer Hebebühne schon anfingen bzw. fortfuhren, die Westseite der Schule zu gestalten, informierten sich viele wichtige Leute aus Politik und Wissenschaft an unterschiedlichen Ständen der drei Campusschulen. Unter ihnen, neben den Schulleitern Andreas Slowig und Ernst Zörner, auch der Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, Dr. rer. nat. Reiner Haseloff (CDU). Nachdem der größte Trubel mit zahlreichen Foto- und Videografen vorbei war, wurde Herr Slowig von einem Fernsehteam interviewt.

Plastikpiraten und Feinstaubdetektive

Wie sauber ist Halle (Saale) und wie kann ich selbst mithelfen, die Stadt zukünftig (noch) reiner zu halten? Die Klasse 10b unserer Schule führte eine Schüleraktion unter dem Motto „Plastikpiraten“ und der Leitung der Fachgruppe Didaktik der Physik, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, dem WissenschaftsCampus – Pflanzenbasierte Bioökonomie Halle (WCH) und Greenpeace Halle durch, bei der sie Proben an und in der Saale entnahm. Die Ergebnisse zur Plastikbelastung präsentierten die SchülerInnen um 14:30 Uhr auf dem Parkplatz. Eine Gruppe von „Feinstaubdetektiven“ stellte parallel an der Kastanienallee gemeinsam mit interessierten BürgerInnen Feinstaubmessgeräte her, die zukünftig (hoffentlich) an vielen Hauswänden in Halle (Saale) messen werden, wie rein die Luft in Halle (Saale) aktuell ist. Und in einer Stadt der Zukunft sein könnte.

Schülerzeitung AG - Wolffs Ruf-Logo [T-Shirt] (2.3.2)>> Informationsflyer mit einer Übersicht aller Veranstaltungen am 15. und 16. Juni 2017:

Schülerzeitung AG - Wolffs Ruf-Logo [T-Shirt] (2.3.2)>> Einen kurzen Artikel der Mitteldeutschen Zeitung gibt es dazu ebenfalls:

>> Textquellen:

Die Informationen stammen aus einer E-Mail von Ilka Bickmann, Vorstandsvorsitzende von science2public® – Gesellschaft für Wissenschaftskommunikation e.V..

Die Details zum Wandbild stammen aus dem MZ-Artikel „Ab in die Zukunft von Neustadt!“ aus der Ausgabe vom Wochenende (17./18. Juni 2017).

Dr. rer. nat. Reiner Haseloff: https://de.wikipedia.org/wiki/Reiner_Haseloff
    Datum/Uhrzeit: 15.6.2017 21:15:28

Der Nachmittag verlief für alle Beteiligten sehr aufregend, aber natürlich auch informativ und überraschend besonders. Eines steht fest: Ob unsere Stadt weiterkommt oder nicht, das Wandbild bleibt uns auf jeden Fall noch ein paar Jahre an der Schulwand erhalten.


Ein Verein für unseren Namensgeber

Christian Wolff – wer war das nochmal? Darauf finden die meisten Menschen wohl keine Antwort. Um den bedeutsamen Philosophen wieder verstärkt in die öffentliche Wahrnehmung zu rücken, gründete sich vor Kurzem die Christian-Wolff-Gesellschaft in Halle (Saale). Ein Gespräch mit Dr. Erwin Bartsch.

  • von Clemens T. Kral/10b
  • Fotos: Gabriele Bräunig; [Quellen siehe unten]

Wir, die SchülerInnen und LehrerInnen unseres Gymnasiums, kennen natürlich den Namen Christian Wolff. Fragt man aber nach, was er einst war und welchen historischen Einfluss er hatte, stößt man auf viele ahnungslose Gesichter, denn Christian Wolff ist in unserer heutigen Zeit leider nahezu in Vergessenheit geraten. Dies sollte nicht so bleiben, dachten sich 19 WissenschaftlerInnen und Professoren aus Deutschland und gründeten am 24. Januar 2017, zugleich Wolffs 338. Geburtstag, die „Christian-Wolff-Gesellschaft für die Philosophie der Aufklärung e.V.“. Und zwar im heutigen Halleschen Stadtmuseum „Christian-Wolff-Haus“ in der Großen Märkerstraße, dem früheren Wohnhaus Christian Wolffs. Eines der Gründungsmitglieder ist Dr. Erwin Bartsch, der Philosophie an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) studierte und von 1964 bis 1993 Dozent im Fach Philosophische Ästhetik war. Wir trafen Dr. Bartsch am Freitag, dem 2.6.2017, im griechischen Restaurant „Kreta“, direkt neben unserer Schule, und ließen uns Interessantes zur neuen Gesellschaft und zu Christian Wolff als Persönlichkeit berichten.

Bereits seit 1993 strebte er an, eine Christian-Wolff-Gesellschaft an der Uni zu gründen, denn bis zu diesem Zeitpunkt existierte in Deutschland so etwas noch nicht. Doch die Uni schenkte seiner Idee anfangs wenig Beachtung und es mangelte an interessiertem Personal, weshalb kein Vorsitzender bzw. Präsident für einen Verein ausfindig gemacht werden konnte. Im Jahr 2004 fand dann ein Kongress zu Christian Wolff an der MLU statt, bei dem internationale Gäste vertreten waren. Dabei stellte man fest, dass der Philosoph und dessen Aufklärung bzw. Wirken in unserer Stadt jahrhundertelang verschwiegen wurde. Dr. Bartsch startete im Jahr 2016 einen Aufruf, um eine Gruppe Interessierter zu initiieren. Ende letzten Jahres wurde Prof. Dr. Heiner F. Klemme, Philosophie-Professor, darauf aufmerksam und wollte mit Dr. Bartsch gemeinsam die Gründung einer Gesellschaft vorantreiben, was schließlich am Dienstag, dem 24.1.2017, bei einer Gründungsveranstaltung im heutigen Stadtmuseum geschah. Dabei wurde auch eine Vereinssatzung erarbeitet, die alle ehrenamtlichen Beteiligten am selben Tag unterschrieben. Prof. Dr. Klemme wurde zum Vorsitzenden der Gesellschaft ernannt. Seitdem fliegen bei dem Verein laufend neue Aufnahmeanfragen aus aller Welt ein – momentan können 40 Mitglieder verzeichnet werden.

»Wir möchten besonders in der breiten Bürgerschaft tätig sein.«

Dr. Erwin Bartsch
Mitglied der Christian-Wolff-Gesellschaft

Zwecke der Gründung

Doch nun ganz konkret: Was möchte die Christian-Wolff-Gesellschaft erreichen? Wichtig für Dr. Bartsch und seine MitstreiterInnen ist es, die Gedanken und Anliegen der Frühaufklärung, die Christian Wolff zugeschrieben werden, wieder in die Bevölkerung, vor allem die der Stadt Halle, zu bringen. Dazu wird an Maßnahmen gearbeitet, die (lt. Satzung) „die Bedeutung von Christian Wolff und seines Einflusses auf die Philosophie in der Öffentlichkeit“ herausstreichen. Ebenso relevant ist es, wissenschaftliche und gemeinverständliche Veranstaltungen, Vorträge und Forschungsprojekte zu organisieren und zu fördern. Publikationen zu Christian Wolff sollen außerdem erstellt werden. Eine lesbare Biografie von ihm, die sich der Verein wünschte, liegt bereits als Manuskript vor. Dr. Bartsch betont zudem, dass es in Halle (Saale) viele Denkmale bekannter Persönlichkeiten gebe, nur Wolff sei nicht vertreten. Deshalb sind die Mitglieder bestrebt, ein Monument für ihn zu errichten, jedoch werden finanzielle Mittel in Höhe von 50- bis 60.000 Euro benötigt, die nicht zur Verfügung stehen. Ein Teil der Einkünfte der Gesellschaft wird über Spenden und Sponsoren gesichert; des Weiteren wurde ein Girokonto für den Verein eröffnet, doch dies reicht längst nicht aus.

Derzeit zeigen die MLU und unser Schulleiter Herr Slowig, der von Dr. Bartsch über die Gesellschaft informiert wurde, größeres Interesse. Denn in der Gesellschaft sollen nicht nur Wissenschaftler sich beraten, sondern sie soll so bürgernah wie möglich gestaltet sein. So wäre es vorstellbar, mit dem Christian-Wolff-Gymnasium zusammenzuarbeiten, indem z.B. eine Arbeitsgemeinschaft bzw. ein Projekt mit SchülerInnen und LehrerInnen ins Leben gerufen wird, um auf den Spuren Christian Wolffs in umfangreicher Literatur zu recherchieren und eine lesenswerte Publikation mit bisher ungeklärten Daten zu füllen. Denn einiges über ihn, wie z.B. teilweise sein Leben und der Standort seines Grabs, ist bis heute nicht abschließend geklärt.

Der Vorstand trifft sich das nächste Mal am Dienstag, dem 10.10.2017, gewöhnlich um 18:00 Uhr, im Halleschen Stadtmuseum „Christian-Wolff-Haus“. Wer Mitglied werden möchte, stellt einen Antrag (Kontakt s.u.) und bezahlt nach Aufnahme in den Verein 30 Euro im Jahr. SchülerInnen und StudentInnen müssen weniger bezahlen, damit auch jede/r BürgerIn eine Chance erhält, sich einzubringen.

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Schon gewusst?

Als unser Gymnasium vor etwa 25 Jahren einen neuen Namen erhalten sollte, unterhielt sich Dr. Erwin Bartsch mit unserem ehemaligen Schulleiter Lutz Feudel über Christian Wolff und seine Bedeutung an diesem Standort. Die Bezeichnung „Christian-Wolff-Gymnasium“ setzte sich schließlich gegen die anderen Vorschläge durch, u.a. wegen der Bemühungen seitens Dr. Bartsch.

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Über Christian Wolff

Christian Wolff, geboren am 24.1.1679 in Breslau und gestorben am 9.4.1754 in Halle (Saale), war Professor für Mathematik und Naturwissenschaften an der Universität Halle und ist heute Namensgeber unserer Schule. Er war ein Universalgelehrter, weil er zudem Vorlesungen über Ethik, Recht, Metaphysik und Naturphilosophie hielt. In der Philosophie kam er oft in Gewissenskonflikte, denn als Mathematiker hinterfragte er alles und forderte klare Ergebnisse, was in diesem Bereich kaum möglich ist. Vor allem aber wollte er seine Studenten zu mündigen, selbst denkenden Menschen erziehen, die alles als bisher „wahr“ Geltende kritisch hinterfragen.  So kam es im Jahr 1723 durch Theologen auch zu Angriffen gegen seine Lehrveranstaltungen, woraufhin ihm Vorwürfe des Atheismus gemacht wurden. Er erhielt ein Berufsverbot und musste die Stadt Halle und das Land in einer bestimmten Zeit verlassen, sonst drohte ihm der Strick. Wolff zog über Passendorf nach Marburg, wo er erfolgreich lehrte und angesehen war. Er behandelte und prägte u.a. den Begriff Vernunft in der Aufklärung (der mündige Bürger, der alles hinterfragt) und war international verflochten, indem er z.B. Briefkontakt mit Zar Peter I. aus Sankt Petersburg pflegte. Nach dem Tod Wolffs gelang es den Theologen, wieder mehr Einfluss an der Universität Halle auszuüben.

Schülerzeitung AG - Wolffs Ruf-Logo [T-Shirt] (2.3.2)>> Kontakt zur Christian-Wolff-Gesellschaft (Prof. Dr. Heiner F. Klemme):

>> Bildquellen:

    Datum/Uhrzeit: 7.6.2017 9:24:11
    Datum/Uhrzeit: 7.6.2017 12:51:09
Christian Wolffs Wirken als Philosoph in der Aufklärung war sehr einflussreich, ist heute jedoch kaum bekannt. Mit der bürgernahen Christian-Wolff-Gesellschaft soll er stärker in den Fokus gerückt werden. Wir bedanken uns für die ausführliche Unterhaltung bei Dr. Erwin Bartsch und würden uns über eine künftige Zusammenarbeit freuen!

Tanzschule Eichelmann – Schülerkurse 2017/2018

Habt Ihr schon einmal etwas vom „Welttanzprogramm“ gehört? Nicht? Na, dann wird es ja höchste Zeit…

  • von Gabriele Bräunig (freiberufliche Dipl.-Journalistin)
  • Fotos: Gabriele Bräunig; © Tanzschule Eichelmann (Archiv)

Also, den Begriff „Welttanzprogramm“ gibt es bereits seit den 1960-er-Jahren, und er bedeutet nichts anderes, als dass man überall auf der Welt mit jedem Partner zu jeder Musik tanzen kann. Toll, oder?

Die Tanzschule Eichelmann (Reilstraße 59, D-06114 Halle (Saale)), die in diesem Jahr ihr 85-jähriges Jubiläum feiert und bereits in der 4. Generation das Erlernen von Paartänzen ermöglicht, bietet genau das an – von Walzer, Charleston und Foxtrott über Swing, Rock ‘n Roll und Twist bis hin zu lateinamerikanischen, Mode- und aktuellen Partytänzen. Sogar Hip-Hop-, Techno- und Break-Dance-Acrobatics werden hin und wieder aufs Parkett gehauen.

»Wer laufen kann, kann auch tanzen.«

Dirk Eichelmann
Inhaber Tanzschule Eichelmann

Ab welchem Alter man dies alles erlernen kann? Naja, hier tanzen schon die Säuglinge im Bauch ihrer Mütter mit, wenn man´s genau nimmt. Aber, Spaß beiseite: »Wer laufen kann, kann auch tanzen«, meint Dirk Eichelmann, Inhaber der gleichnamigen Tanzschule. Hier gibt es also Kinder-, Jugend-, Erwachsenen- und auch Seniorengruppen. Und viele Leute tanzen bei den Eichelmanns ebenfalls schon mindestens in der 4. Generation. Das macht bei den klassischen Standard-Tänzen, in zauberhafte Abendgarderobe gehüllt, in den schönen Jugendstil-Sälen natürlich besonders Vergnügen.

Dass Tanzen ein Ausdruck der Lebensfreude ist, weiß ja (fast) jeder von Euch. Und verlieben kann man sich dabei ebenso, denn diese Leidenschaft verbindet. Nicht zuletzt deshalb haben sich seit der Gründung der Tanzschule Eichelmann im Jahr 1932 von den bestimmt schon an die 100.000 TanzschülerInnen so einige Paare fürs Leben gefunden.

Fakt ist jedenfalls, dass Ihr Euch nie wieder blamieren werdet, wenn Ihr bei Jugendweihefeiern, Geburtstagen von Oma oder Hochzeiten jemanden zum Tanzen auffordern wollt. Denn die vier zertifizierten TanzlehrerInnen sind einfach Spitze. Gerade erst im März hat die Tanzschule Eichelmann das Prädikat für Exzellenz vom Allgemeinen Deutschen Tanzlehrerverband (ADTV) erhalten – als einzige in Sachsen-Anhalt.

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Start-Termine für die Schülerkurse im Schuljahr 2017/2018
  • Grundkurs Jugendliche        Montag, 21.8.2017        16:15 Uhr
  • Grundkurs Jugendliche        Montag, 21.8.2017        17:30 Uhr
  • Grundkurs Jugendliche        Dienstag, 22.8.2017      16:15 Uhr
  • Grundkurs Jugendliche        Dienstag, 22.8.2017      17:30 Uhr
  • Grundkurs Jugendliche        Mittwoch, 23.8.2017      16:15 Uhr
  • Grundkurs Jugendliche        Mittwoch, 23.8.2017      17:30 Uhr
  • Grundkurs Jugendliche        Donnerstag, 24.8.2017  16:15 Uhr
  • Grundkurs Jugendliche        Donnerstag, 24.8.2017  17:30 Uhr

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Schülerzeitung AG - Wolffs Ruf-Logo [T-Shirt] (2.3.2)>> Website der Tanzschule Eichelmann für weitere Informationen:

Fasst Euch ein Herz und macht das „Welttanzprogramm“ zu Eurer Leidenschaft! Viel Spaß beim Tanzen – und Verlieben!


Was macht eigentlich eine Sozialconcierge?

ADVENTSKALENDER 2016 – TÜRCHEN #6

Sich um soziale Anliegen kümmern und Familien bei Problemen helfen: Saskia Hoyas ist im Südpark in Halle-Neustadt als Sozialconcierge dafür tätig. Was diese Arbeit bedeutet, welche Aufgabenbereiche abgedeckt werden und einiges mehr lest Ihr hier.

  • von Philipp Kubenz/6d
  • Fotos: Clemens T. Kral/10b; Gabriele Bräunig

In der Stadt Halle (Saale) gibt es insgesamt drei Sozialconcierges (SoCos) – in Heide-Nord, der Jahnstraße beim Steintor Varieté und Halle-Neustadt. Das Wort stammt aus dem Französischen und bedeutet: social = zusammen, congierge = Ansprechpartner. Saskia Hoyas ist die zuständige Concierge für den Südpark in Halle-Neustadt im Auftrag des Internationalen Bundes (IB) und gleichzeitig Teamleiterin aller Kolleginnen in Halle. Sie ist die konkrete Ansprechpartnerin für alle Familien und Kinder in der südlichen Neustadt, die Probleme zu Hause, wie z.B. im Zusammenleben oder bei der Achtung von Regeln, und in der Schule haben. Des Weiteren hilft Frau Hoyas im Bedarfsfall bei Antragstellungen der Eltern. Sie, ihre ehrenamtlichen Lernengel und die Lernförderer bieten für Kinder, die versetzungsgefährdet sind oder einen Migrationshintergrund haben, Lern- und Förderunterricht an. Dies geht auf freiwilliger Basis aller Beteiligten vonstatten. Natürlich haben die Kinder dort auch Freizeit und können tun, was sie wollen. Sie nehmen aber am Donnerstag auch das Bastelangebot gern an, das ihnen in der Themenfreizeit, die außerdem dienstags stattfindet, geboten wird. Saskia Hoyas betreut vollzeitig am Lortzingbogen 33, in einer 4-Raum-Wohnung eines Plattenbaus, durchweg 40 Personen in 15 Familien. Natürlich kommt ebenso Laufkundschaft vorbei. Dementsprechend gibt es auch gewisse Regeln: Man hilft sich und hört einander zu. Schlagen und Beleidigungen sind strengstens verboten! Ein weiterer wichtiger Teil ihrer Arbeit ist, dass sie trauernden Eltern hilft, die ihr Kind verloren haben.

Frau Hoyas und ihre ehrenamtlichen Mitstreiter organisieren jedes Jahr zudem ein Weihnachts- und Sommerfest, zu denen selbstverständlich auch die Eltern der Kinder eingeladen sind, sowie weitere Aktionen. Besonders wichtig ist ihr, dass alle Mütter und Väter stets aktiv in die Vorbereitungen sowie die Durchführung der Aktivitäten einbezogen werden – ganz nach dem Motto „Wir sind füreinander da“. Zum Sommerfest sind unter anderem immer die Polizei mit einem Glücksrad, die EVH GmbH mit ihrer Hüpfburg und die Feuerwehr anwesend. Zur Weihnachtszeit bekommen alle Eltern ein großes Weihnachtsgeschenk im Wert von 40‒50 € für ihr Kind. Zudem gibt es jedes Jahr eine Faschingsveranstaltung im Jugendclub „Roxy“ und eine Osterfeier im Südpark. Und für die Zukunft ist mit ein paar Ehrenamtlern noch einiges geplant: So werden demnächst die Räumlichkeiten für mehr Platz vergrößert, eine Kleiderkammer soll entstehen und man wird ein Kontaktcafé sowie eine Helferbörse anbieten.

Der Südpark in Halle-Neustadt ist von schwierigen sozialen Verhältnissen geprägt, mit denen sich Sozialconcierge Saskia Hoyas intensiver beschäftigt. Wir wünschen ihr weiterhin viel Erfolg und bedanken uns für den Besuch vor Ort.


7. Schulmesse in Halle (Saale) – wir stellten uns vor

Die Suche nach dem richtigen Bildungsweg gestaltet sich für angehende Fünftklässler und deren Eltern oft schwierig. Damit sie sich über sämtliche Angebote der weiterführenden Schulen der Stadt Halle informieren konnten, veranstaltete der StadtElternRat (StER) kürzlich seine 7. Schulmesse.

  • von Clemens T. Kral/10b
  • Fotos: Clemens T. Kral/10b

Der StadtElternRat lud am Samstag, dem 24.9.2016, von 10:00-15:00 Uhr zur 7. Messe der weiterführenden Schulen der Stadt Halle (Saale) in das Haus 2 der Berufsbildenden Schulen IV „Friedrich List“ am Waisenhausring 13 ein. Das Interesse sowie die Auswahl an Schulen waren, wie so oft in den vergangenen Jahren, sehr hoch.

Das CWG war zu Gast

Sehr gut besucht, sogar zeitweise komplett ausgelastet, war der Ausstellungsraum des Christian-Wolff-Gymnasiums innerhalb der Region „West“. Am Vormittag und um die Mittagszeit drängten sich die meisten Personen in die Flure und unseren Raum. Schulleiter Herr Slowig, die Oberstufenkoordinatorin Frau Vater, teilweise die schulfachliche Koordinatorin Frau Rafler und einige andere Lehrer des CWG standen den Besuchern mit wissenswerten Informationen über die Schule, das Schulleben und vielem mehr zur Verfügung. Sie erklärten auch den Grundschülern Vieles und zeigten ihnen unter anderem spannende Experimente – darunter z. B. mit einem kleinen Roboter, der Päckchen sortieren kann, oder zur Bestimmung wirbelloser Tiere im Wasser mithilfe von Mikroskopen sowie eine inzwischen fertiggestellte, von Elftklässlern entwickelte App für Smartphones und Tablets.

Informationsmaterial und einige Projekte von und mit Schülern, die entstandene Werke im Kunstunterricht, Eindrücke von Schüler- und Lehreraustauschen, zudem von Erlebnissen zur Kanu- und Skitour, Arbeiten im Rahmen von „Jugend forscht“ und viele Plakate und Ausstellungsstücke mehr beinhalteten, waren ebenfalls ausgelegt und ausgestellt. Außerdem präsentierten sich Mitglieder des Schülerrates, der Schülerfirma und unserer Schülerzeitung zur Schulmesse und gaben Auskunft über ihre Tätigkeiten. Unser Infostand beherbergte viel Spannendes zur Arbeit von „Wolffs Ruf“: Neben einem großen Plakat, zahlreichen Flyern, Printausgaben zum Lesen und Mitnehmen und zwei Laptops, die unseren Imagefilm und die Website darstellten, standen wir den Interessierten mit Rat und Tat zur Seite und boten kreativen Gästen an, eine Kettengeschichte weiterzuschreiben.

Zum Ende der Schulmesse um 15:00 Uhr mussten alle Materialien wieder abgebaut, aus dem Präsentationsraum geräumt und abtransportiert werden. Dies erwies sich in diesem Jahr als besonders kompliziert, da im Vorfeld genau geplant werden musste, welche Ausstellungsstücke zur Schule oder anlässlich der Festveranstaltung zu unserem 25-jährigen Jubiläum am 28. September direkt zum KulturTreff Halle-Neustadt gebracht werden. Aber auch diese Situation meisterten alle HelferInnen sehr gut und die Kofferraumklappe unseres Transporters konnte problemlos geschlossen werden.

Weitere Angebote

Zusätzlich zu den vorgestellten weiterführenden Schulen im Stadtgebiet von Halle, darunter das Neue Städtische Gymnasium am Hallmarkt und die Freie Waldorfschule, präsentierten sich zudem die BBS (Gemeinschaftsstand), Dolmetscherinnen und Dolmetscher, die Stadtbibliothek (in einem Leseraum), die Schule des zweiten Bildungsweges Abendgymnasium-Kolleg, die Hallesche Verkehrs-AG (HAVAG), das Lehrinstitut für Orthographie und Sprachkompetenz (LOS), das Zentrum zur Therapie der Rechenschwäche (ZTR), der Fachbereich Bildung sowie der StadtElternRat selbst in ihrem Orgbüro. Darüber hinaus wurden die ganz kleinen Gäste für die Zeit der Besichtigung betreut und Besucher im Elterncafé (Erdgeschoss) mit Essen und Trinken versorgt. Es fand im Übrigen ein Plakatwettbewerb statt, bei dem das schönste von den weiterführenden Schulen gestaltete Plakat zur 7. Schulmesse von den Besuchern gewählt werden konnte. Alle Werke hingen im Eingangsbereich aus und besaßen jeweils eine Nummer, die für die Abstimmung relevant war.

Die Schulmesse war sowohl für unsere Schule als auch die Wolffs-Ruf-Redaktion als Gremium sehr erfolgreich und wir konnten von der hohen Zahl an Besuchern profitieren. Wir hoffen zudem auf viele interessierte Grundschüler zu den GriPs-Veranstaltungen und freuen uns auf das nächste Jahr!


Engel für einen Tag

In diesem Jahr jährt sich der hallesche Freiwilligentag zum 12. Mal – freiwilliges Engagement und begeistertes Anpacken von mehreren hundert Menschen unter dem Motto „Engel für einen Tag sind in unserer Stadt zur sichtbaren Tradition geworden, die weiterhin fortgesetzt werden soll.

  • von Clemens T. Kral/9b
  • Foto: freiwilligentag-halle.de
[Hinweis: Dieser Artikel kam mit der Veröffentlichung der sechsten Printausgabe im Juni 2016 heraus und wird nun nachträglich auf unserer Website veröffentlicht.]

Soziales Engagement ist auch in unserer Schule ein wichtiges Thema. Der heutige Wahlpflichtkurs „Lebenswelt – Lernen durch Engagement“ ist seit dem Schuljahr 2008/2009 fester Bestandteil des Schulprogramms, hat aber bereits einige Jahre zuvor seinen Ursprung. Lernen durch Engagement wurde 2003 erstmals als Idee gemeinsam mit der Freiwilligenagentur als AG umgesetzt. Sowohl SchülerInnen als auch die begleitenden Lehrkräfte bekamen durch das Engagement für Kinder, alte und beeinträchtigte Menschen mit Freude, Motivation und Begeisterung mehr als nur einen Blick in andere Lebenswelten. Sie gewannen schnell die Schulleitung und weitere Kollegen für das Projekt. Belegen kann man den Kurs entweder für ein oder zwei Jahre. Dafür erhält man eine Zeugnisnote, die sich je zur Hälfte aus Praxisleistung und Kursmitarbeit zusammensetzt. Verschiedene Themenbereiche, deren Inhalte mit einzelnen Schulfächern eng zusammenhängen, sind bei der Wissensvermittlung relevant.

Schülerzeitung AG - Wolffs Ruf-Logo [T-Shirt] (2.3.2)>> Mehr zum Thema auf unserer Schulwebsite:

Der Freiwilligentag in Halle (Saale)

Außerhalb der Schule gibt es natürlich weitere Möglichkeiten, sich für den guten Zweck einzusetzen. Seit 2003 findet der hallesche Freiwilligentag, organisiert von der Freiwilligenagentur Halle-Saalkreis e.V. mit weiteren Unterstützern, im Rahmen der bundesweiten „Woche des bürgerschaftlichen Engagements“ statt. Bei diesem engagieren sich hunderte Menschen gleichzeitig einen Tag lang ehrenamtlich in gemeinnützigen Projekten. Die Gestaltung weicht ein wenig von „Lebenswelt“ ab und kennzeichnet sich durch Mitmachaktionen in der Stadt, bei dem gemeinsames Anpacken im Vordergrund steht. Die Aktionen werden innerhalb weniger Stunden umgesetzt und bieten am Ende ein sehenswertes Ergebnis, das motiviert. Dadurch kann man sich in einem Engagementfeld seiner Wahl ausprobieren, ohne sich zu binden. Vereine können auf Hilfe zählen und ihr Anliegen interessierten BürgerInnen näherbringen.

Der Freiwilligentag sorgt für frischen Wind in der Engagementförderung, sodass Menschen angeregt werden, über den Tellerrand zu schauen und neue Bereiche kennenzulernen. Es wird ein Zeichen für ein lebenswerteres Umfeld durch das Engagement gesetzt. Alles Gute und Sinnvolle, was am Freiwilligentag entstanden ist, erhält positive Aufmerksamkeit in der öffentlichen Wahrnehmung. Dies bewirkt, dass zusätzlich verschiedene Gruppen wie Familien, Schulklassen oder Firmen dafür mobilisiert werden und für andere durch ihren Einsatz gute Vorbilder abgeben, wodurch alle Beteiligten gewinnen.

In letzter Zeit wurde mit dem Freiwilligentag Unzähliges erreicht. Über 250 Kooperationspartner der Freiwilligenagentur beteiligten sich dabei, bisher waren über 1500 TeilnehmerInnen aus Halle und dem Saalekreis zu verzeichnen.

Schülerzeitung AG - Wolffs Ruf-Logo [T-Shirt] (2.3.2)>> Alle Daten und wichtige Infos zur Anmeldung:

Das zeitgemäße Konzept des Freiwilligentags ermöglicht es, jeden daran teilhaben zu lassen, in andere Bereiche hineinzuschnuppern und seine Begeisterung weiterzutragen. Seid ein Engel für einen Tag und lasst Euch die Gelegenheit, eigene Fähigkeiten zu beweisen, mit Freude zu helfen und Halle schöner zu machen, nicht entgehen!


Kunst in Halle-Neustadt

Wer denkt, dass Halle-Neustadt nur aus tristen Plattenbauten besteht und wenig zu bieten hat, der irrt. Das Gegenteil konnte uns zuletzt von einem erfahrenen Stadtführer bewiesen werden. Denn viele bedeutende Kunstwerke hinterlassen in Halles größtem Stadtteil einen prägenden Eindruck.

  • von Clemens T. Kral/9b
  • Fotos: Clemens T. Kral/9b; Gabriele Bräunig

Geht man an bekannten Plätzen, wie beispielsweise am Neustadt Centrum, Gastronom, Ordnungsamt nahe des Bildungszentrums, an der Neustädter Passage oder sogar der Kastanienallee in Halle-Neustadt, vorbei, stößt man oft auf moderne Plastiken, Skulpturen und Bilder, von denen die meisten zu Zeiten der DDR und der Eigenständigkeit des heute an Halle angegliederten Stadtteils entstanden. Um uns diese näherzubringen, versammelte sich ein Teil unserer Redaktion am 15.4.2016 im Christian-Wolff-Gymnasium mit dem erfahrenen Stadtteilführer Wilfried Schwärmer zu einer gemeinsamen Foto-Tour in Form einer Kunstführung, beginnend im 2. Wohnkomplex über den 1. Wohnkomplex ins Bildungszentrum bis zum Stadtzentrum. Da die regnerische Wetterlage die Durchführung unter freiem Himmel nicht zuließ, fiel diese Veranstaltung leider sprichwörtlich „ins Wasser“. Stattdessen wurden uns im Schülerbüro interessante Fakten zum Thema „Kunstwerke in Halle-Neustadt“ erklärt und die eigentliche Tour in einem Vortrag nachempfunden. Wir erfuhren einiges über den Zusammenhang von Kunst und Geschichte Halle-Neustadts, konnten vielerlei Kunstwerke mithilfe eines informativen und bildreichen Hefts genauer betrachten. Passend zu den jeweiligen Themen stellte uns Herr Schwärmer ebenfalls einige Fragen.

Zunächst eine Schätzfrage an Euch: Wie viele Kunstgegenstände beherbergt unser Stadtteil?

Kurze Bedenkzeit von ein paar Sekunden…

… Insgesamt konnte man zum Ende der DDR-Zeit hier etwa 120-150 Exemplare vorfinden. Die Angaben variieren, weil man einzelne dicht beieinanderliegende Werke zum Teil auch zu einem einzigen zusammenfasst.

Bevor wir weiter ins Detail gingen, erfuhren wir Näheres über unseren Gast. Wilfried Schwärmer unterrichtete als Lehrer über 40 Jahre lang die Fächer Deutsch, Geographie und Sport, führte im Stadtgebiet von Halle (Saale) Führungen mit Touristen in Bussen durch und erzählte ihnen Interessantes über wichtige Plätze. Nach der Entstehung Neustadts im Jahr 1964, als vorwiegend Chemiearbeiter aus Buna und Leuna Wohnungen erhielten, weiteten sich die Bustouren auf das neue Gebiet aus. Nach der Wiedervereinigung siedelten viele Menschen in andere Regionen infolge von Insolvenz und fehlender Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe um, sodass heute nur noch ungefähr die Hälfte der früheren Bevölkerung in Halle-Neustadt lebt. Herr Schwärmer ist nun Mitglied im Senioren-Kreativ-Verein e.V. und leitet Stadtrundgänge in Bezug auf Plastiken, Skulpturen, Bilder und Mosaike.

Die Kunstwerke in Halle-Neustadt entstanden vor allem durch Studierende und Professoren der Kunsthochschule Burg Giebichenstein. Die Stadt Neustadt stellte damals einen recht großen Teil, 1-2 Prozent, der für den Bau eines Wohnkomplexes erforderlichen Mittel für Kunstwerke zur Verfügung. Darin waren der Aufwand des Künstlers, das erforderliche Material sowie die Aufstellung im geplanten Bereich inbegriffen. Ebenfalls gab sie den Künstlern Themen für diverse Wohngebiete vor. So steht die anmutige Figur der „Turnerin“ [Gerhard Lichtenfeld, 1967] an der heutigen Blinden- und Sehschwachenschule für die Kinder und deren Zukunft. Denn die sportliche Betätigung wurde in der DDR schon bei den Kleinen stark gefördert. Wir hörten uns außerdem Fakten zum Verfahren der oft mühevollen Herstellung von Bronzefiguren und Mosaiken an. Mosaike, die in Halle-Neustadt nicht selten anzutreffen sind, werden aus Ton und/oder Gips erzeugt und im Ofen gebrannt. Der Künstler musste sich zuvor darüber im Klaren sein, wie sein Werk aussehen soll, und er stellte die einzelnen Mosaiksteine am Ende nach Nummern zu einem Bild zusammen.

Des Weiteren nahmen wir weitere Beispiele von Kunstgegenständen unter die Lupe und klärten deren Bedeutungen. Das Stadtwappen Halle-Neustadts [Heinz Möhrdel, 1987] stellt eine Pflanze zur Entstehung von Leben, Tauben für den Frieden, die sich am Jahre zuvor errichteten Taubenbrunnen wiederfinden, und einen Schlüssel dar, der zum einen für die Chemiearbeiter (Benzolring) steht und zum anderen die Wohnungsübergabe sowie den Stern der Stadt Halle (Saale) verdeutlicht. Selbst in unmittelbarer Nähe zum Christian-Wolff-Gymnasium existiert die Figur „Der Lesende“ [Martin Wetzel, 1981], die es sogar auf den diesjährigen Schulplaner geschafft hat, sowie den Bestand zahlreicher Schulen und die Lesefreude junger Menschen zur früheren Zeit repräsentieren soll. Das „Junge Paar“ [Martin Wetzel, 1969/1995] am Gastronom wurde vor ca. einem Jahr von Buntmetalldieben unglücklicherweise entfernt. Dabei versuchten sie, die Figur mit einem Trennschleifer auseinanderzusägen, was jedoch die Anwohner aufmerksam machte. Daraufhin warfen die Diebe die Skulptur in ein Gebüsch und verschwanden. Momentan wird daran gearbeitet, das Kunstwerk erneut aufzustellen. Darüber hinaus gibt es unzählige Beispiele im unmittelbaren Umfeld anzutreffen, die in diesem Beitrag jedoch den Rahmen sprengen würden. Überzeugt Euch doch einmal selbst und lauft umsichtig durch Neustadts Straßen!

Wir bedanken uns recht herzlich bei Herrn Schwärmer für die umfangreichen Informationen und hoffen, unsere Foto-Tour demnächst für Euch nachholen zu können.


Die Küche ist nicht meine Welt!

Indisches Theater in Halle-Neustadt.

  • von Violetta Schmidt/8c; Joshua Paul Frymark/8c
  • Foto: Fr. Feldmeier/Koll.
(Hinweis: Dieser Artikel entstand während eines Projekts der 8. Klassen mit der Mitteldeutschen Zeitung, wurde jedoch nicht abgedruckt und somit bei uns veröffentlicht!)

Am 1. Dezember 2015 wurde in der „Grünen Villa“ in Halle-Neustadt ein besonderes erstes Adventskalendertürchen geöffnet. Die Aktionstheatergruppe Jana Sanskriti aus Indien führte ihr mitreißendes Stück „Shonar Meye“ auf.

Seit diesem Abend können Kinder und Jugendliche, wann immer sie wollen, in die neue interkulturelle Begegnungsstätte „Am Treff“ kommen und sich in Theater- und Zirkusdarbietungen ausprobieren.

Das Stück, welches auf Indisch-Englisch gespielt wird, zeigt das Leben einer jungen Frau vor, während und nach der Hochzeit. Viel Tanz und Gesang zieren dieses schöne, sehr bildhafte und metaphorische Werk. So können auch die Menschen, die keine dieser beiden Sprachen beherrschen, sich in die Situation einfinden und verstehen, worum es geht. Traditionelle indische Instrumente und farbenprächtige Gewänder lassen die 90 Minuten kurzweilig erscheinen. Alle sechs Mitwirkenden, drei Männer und drei Frauen, beeindrucken durch ihre Mimik und Gestik sowie durch unheimliche Stimmgewalt.

Die Protagonistin, die eigentlich lernen und studieren möchte, wird von ihrem Vater zur Hochzeit gezwungen. Er ist davon überzeugt, seine Tochter jung verheiraten zu müssen. Ihr Bruder und ihre Mutter sind wenig daran interessiert, dem Mädchen und ihrem Vater in dem Konflikt zu helfen. Sie heiratet, jedoch gegen ihren Willen, und wird von ihren Schwiegereltern und dem Ehemann diskriminiert, da sie als Frau im ländlichen Indien minderwertig erscheint.

Die junge Frau sieht keinen Ausweg und fühlt sich wie in Ketten gelegt. Am Ende schreit sie: “The kitchen is not my world. I want to go out and explore the world!“ („Die Küche ist nicht meine Welt. Ich will hinausgehen und die Welt erforschen!“)

Ab diesem Zeitpunkt bestimmt das Publikum den Handlungsverlauf mit. Jeder kann nach vorne gehen und an Stelle der Darsteller die Handlung verändern. Auch wenn dieses Stück das Leben einer Frau in Indien zeigt, sind heftige familiäre Auseinandersetzungen auch in Deutschland keine Seltenheit.


Flüchtlingshilfe mal anders

Am Donnerstag, dem 1.10.2015, wurden für die Verschönerung des Innenhofes der Kita „Goldener Gockel“ in Halle-Neustadt neun Tonnen Erde für neue Blumenbeete geliefert. Vereinsmitglieder, Elternteile und auch Flüchtlinge halfen bei dieser Aktion.

  • von Kara Amy Kupfer/5c
  • Foto: Kara Amy Kupfer/5c

In einem Aufruf wurde vorher gefragt, wer helfen kann, die neun Tonnen Erde in den Innenhof zu transportieren. Gemeldet haben sich jeweils drei Mitglieder aus dem Förderverein der Kita, und auch Eltern haben sich dafür bereiterklärt.

Nur, wie sollten sie neun (!) Tonnen Erde zu sechst in den Innenhof bringen?

Da sich in der Nähe der Kindertagesstätte eine Flüchtlingsunterkunft befindet, wurde dort vor der Aktion nach freiwilligen Unterstützern gefragt. Daraufhin erschienen je 10 Migranten und Schüler aus der Euro-Schule in Halle (Saale) sowie zwei Dolmetscher und halfen tatkräftig mit. Bereits nach einer Stunde beendeten sie ihre Arbeit, nachdem sie im Anschluss das gesamte Kita-Gelände und auch die angrenzenden Beete säuberten.

Für Essen und Trinken für die Teilnehmer wurde gesorgt, und am Schluss blieb viel Zeit für Unterhaltungen über die Dolmetscher.

An dieser Stelle noch einmal vielen Dank an die zahlreichen Helfer!


Hoher Andrang zur 6. Schulmesse

Der StadtElternRat lud am 26.9.2015 von 10:00-15:00 Uhr bereits zur 6. Schulmesse der weiterführenden Schulen in Halle (Saale) ein. Viele Eltern und zukünftige Fünftklässler zeigten wieder großes Interesse.

  • von Clemens T. Kral/9b
  • Fotos: Clemens T. Kral/9b

In diesem Jahr wurde die Schulmesse in der BBS III „Friedrich List“ (Haus 2) am Waisenhausring 13 ausgetragen. Das Interesse sowie die Auswahl an Schulen waren, wie so oft in den vergangenen Jahren, sehr hoch.

Besonders gut besucht, sogar zeitweise überfüllt, war der Ausstellungsraum des Christian-Wolff-Gymnasiums innerhalb der Region „West“. Am Vormittag und um die Mittagszeit drängten sich die meisten Personen in die Flure und unseren Raum. Schulleiter Herr Slowig, Oberstufenkoordinatorin Frau Vater und einige andere Lehrer des CWG standen den Besuchern mit wissenswerten Informationen über die Schule, das Schulleben und vielem mehr zur Verfügung. Sie erklärten auch den Grundschülern Vieles und zeigten ihnen unter anderem spannende Experimente, darunter z.B. die Bestimmung wirbelloser Tiere im Wasser mithilfe einer noch in der Entwicklung befindlichen App für Smartphones und Tablets. Außerdem präsentierten sich Schülerrat, Schülerfirma und unsere Schülerzeitung zur Schulmesse und gaben Auskunft über ihre Tätigkeiten an unserer Schule. Informationsmaterial sowie zahlreiche Plakate und Ausstellungsstücke waren zusätzlich ausgelegt und aufgestellt.

Neben den vorgestellten weiterführenden Schulen im Stadtgebiet von Halle, darunter das Neue Städtische Gymnasium am Hallmarkt, präsentierten sich zudem die BBS (Gemeinschaftsstand), die Hallesche Verkehrs-AG (HAVAG), das Lehrinstitut für Orthographie und Sprachkompetenz (LOS), das Zentrum zur Therapie der Rechenschwäche (ZTR), der Fachbereich Bildung und der StadtElternRat selbst in ihrem Orgbüro. Darüber hinaus wurden die ganz kleinen Gäste für die Zeit der Besichtigung betreut und Besucher im Elterncafé (Erdgeschoss) mit Essen und Trinken versorgt.

Meinungen zur Schulmesse

Mitglieder von „Wolffs Ruf“, unserer Schülerzeitung, befragten einige Interessierte nach ihrer Bewertung der Schulmesse. Sie durften sich zwischen den Schulnoten 1 und 6 entscheiden. Insgesamt kann sich das Ergebnis wirklich sehen lassen: Mit 5 Stimmen für die Bestnote und 16 für die Note 2 waren die meisten sichtlich zufrieden. Eine Mutter meinte, dass die Schulmesse sehr gut durchorganisiert und strukturiert gewesen sei. Herr Heuser, Lehrer am CWG, erwähnte auch die hohe Zahl an Besuchern, die sich an diesem Tag im Gebäude befanden.


Kathi-Mitarbeiter auf Zeit

Schüler des Christian-Wolff-Gymnasiums halfen mit beim Kathi-Sommerfest.

  • Jenny Emrich/11c

Vergangenen Sonntag, am 7.Juni 2015, fand auf dem Gelände der Firma Kathi Rainer Thiele GmbH in der Berliner Straße das alljährliche Hoffest zum Kindertag statt. Im Rahmen der Kooperation mit Kathi und unserer Schule erklärten sich vier Schüler bereit, tatkräftig dabei mitzuhelfen. Marvin aus der Klasse 9b sorgte für das Verteilen von Tombola-Gewinnen (siehe Foto) und seine Klassenkameradinnen Elisabeth und Stine kümmerten sich um die Bob-Rennbahn für Kinder mit Sackhüpfen. Ich selbst war verantwortlich, die Hüpfburg zu beaufsichtigen.

Im Gegenzug hoffen wir, dass uns Kathi auch zu unserem Schulfest am 9.Juli unterstützen wird.


Die Bücherei Teutschenthal und ihr größtes Fest

In der Gemeinde Teutschenthal auf dem Schafberg, direkt neben dem Kultur- und Gemeindezentrum, befindet sich eine ganz besondere Bücherei. Mit vielen Themenbereichen, schönen Leseecken – darunter auch ein Lesecafé -, drei Computerarbeitsplätzen sowie einem Außenbereich lädt sie zum Schmökern und Verweilen ein. Zeitschriften, audiovisuelle Medien, vom Hörbuch bis zur DVD, und natürlich sehr viele Bücher werden in den Regalen präsentiert und füllen sogar den Platz auf beiden Etagen weitestgehend bis zur Decke mit insgesamt 31500 Medien…

  • von Theodor Wolf/5c; Clemens T.Kral/8b

Die Bücherei sieht sich durch die langjährige Kooperation mit verschiedenen pädagogischen Einrichtungen als einen außerschulischen Lernort, um möglichst allen Kindern und Jugendlichen den Zugang zu Medien und deren Informationsgehalt zu ermöglichen. Um dies zielgerichtet von Beginn an umsetzen zu können, wurde bereits eine Vielzahl von Projekten entwickelt, die ständig erweitert und aktualisiert werden. Es finden jährlich 186 verschiedene Veranstaltungen statt, von denen 100 speziell für Kinder zugeschnitten sind. Darunter befindet sich die besondere Lesenacht „Hotel Fantasia“, an der auch meist die sechsten Klassen des Christian-Wolff-Gymnasiums teilnehmen. Mehrere jährlich durchgeführte Veranstaltungen, wie beispielsweise das sehr beliebte und seit 1989 am 1.Mai stattfindende Büchereifest, runden das weit reichende Spektrum ab.

Dagmar Sonnenkalb und ihre Mitarbeiter/innen Reinhardt Matthei und Doreen Beyer kümmern sich außerdem intensiv um Schulkinder und alle Größeren. Mit Erfolg. Nachmittags wird die Bücherei zu einem richtigen Kommunikationstreffpunkt. Wenn einmal im Monat ins Literaturcafé eingeladen wird – eine schöne Tradition seit nunmehr zwanzig Jahren – reichen die verfügbaren Plätze in der oberen Etage freilich nicht mehr aus. An langen Tischen sitzen dann um die 40 Gäste reiferen Alters und lauschen vergnüglichen Programmen und Reisebeschreibungen oder genießen literarisch-musikalische Präsentationen.

Das diesjährige und damit sich zum 26. Mal ereignende Büchereifest in Teutschenthal, welches vermeintlich die größte und beliebteste Veranstaltung der Bücherei im Jahr ist, sah sich Redakteur Clemens T. Kral am 1.5.2015 einmal genauer an. Es setzte sich aus einer Mal-, Holz, Filz- und großen Buchwerkstatt, einem großen antiquarischen Buchverkauf, einer Kleintierausstellung sowie einem Streichelgehege zusammen. Außerdem bestand die Möglichkeit, Ritterschwerter zu bauen, an Kutschfahrten, Bogenschießen, einem Riesenschachspiel, einer Kindereisenbahn, Sportspielen (Tischfußball für die Größeren), einem Bungee-Trampolin und kleinem Kunsthandwerkermarkt teilzuhaben. Im Programm waren außerdem ein Puppentheater, Live Musik, Gaukelei & Zauberei, ein Showtanz der Grundschule Teutschenthal, die Auslosung des alljährlichen großen „Bücherei-Quiz“, ein Knüppelkuchenessen am Lagerfeuer sowie der traditionelle Tanz in den Mai mit anschließender Feuershow inbegriffen. Natürlich wurde zudem für das leibliche Wohl mit Gulaschkanone und Gegrilltem, großer Kuchentheke mit ungefähr 50 verschiedenen, von freiwilligen Helfern gebackenen Sorten, Eierkuchen und ausreichend Getränken ganztägig gesorgt.

Kurz gesagt: Hier bekommt man jedes Jahr aufs Neue, egal ob Leseratte oder nicht, für sein Eintrittsgeld eine Menge geboten.

Weitere Informationen zur Bücherei

  • Wie bekomme ich einen Benutzerausweis?
    Gegen Vorlage des Personalausweises. Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren brauchen die Unterschrift der Erziehungsberechtigten.
  • Wie viel kostet die Ausleihe?
    Nichts, nur einmalig wird 1 Euro für den Benutzerausweis gezahlt.
  • Wie lange können die Medien ausgeliehen werden?
    Bücher, Spiele und Lern-CD-Roms: 4 Wochen, alle übrigen Medien: 2 Wochen.
  • Wie kann ich die Leihfrist der Medien verlängern?
    Durch einen Anruf, den Besuch in der Bücherei oder über das Nutzerkonto auf der Homepage der Bücherei.
  • Was passiert, wenn ich vergesse, Medien zurückzubringe?
    Am besten sofort auf die Erinnerung reagieren, dann zahlt man nur 60 Cent.
  • Werde ich benachrichtigt, wenn eine Vorbestellung da ist?
    Die telefonische Benachrichtigung gibt es nur bei Fernleihen, sonst erkundigt ihr euch bitte bei eurem nächsten Besuch.
  • Wie kann ich feststellen, ob ich noch Medien zu Hause habe?
    Durch einen Anruf, während des Besuches oder über die Homepage.

Die Bücherei Teutschenthal freut sich stets auf neue Besucher und Lesebegeisterte.
Wenn ihr Lust habt, schaut doch mal vorbei!

„Neu statt sterben“ – Premiere am 29. Mai

… ist ein dokumentarisches Theaterstück, in dem Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft aufeinandertreffen. In dieser Koproduktion des Thalia Theaters und des neuen Theaters Halle (Saale) wirken 19 Jugendliche aus Halle-Neustadt und 10 freie Schauspieler mit.

  • von Jeremy N. Morgner/6e

Das Recherchematerial aus zwei Jahren, bestehend aus Interviews, Zeitzeugenberichten, Arbeitsprotokollen sowie Proben und Workshops mit Jugendlichen der Region, wurde szenisch gestaltet und zu einem Theaterstück verdichtet: Unter der Regie von Katharina Brankatsch wird sich in dem Stück eine junge Frau mit Halle-Neustadt beschäftigen und sich mit ehemaligen Pionieren und jungen Arbeitern treffen, um etwas über ihr Leben in der DDR zu erfahren. Alle sollen gehört werden, um ihr bei der dringenden Frage zu helfen: Wie soll es mit Halle-Neustadt weitergehen? Als sich dann auch noch ein Plattenbau höchstpersönlich zu Wort meldet, geraten die Grenzen zwischen Vergangenheit und Zukunft, zwischen Traum und Realität völlig ins Wanken.

Im folgenden Abschnitt sind noch ein paar interessante Fragen und Antworten bezüglich der Vorstellung zu sehen:

1. Wer hatte die Idee zu „Neu statt sterben“?

„Die Idee hatte Autorin und Regisseurin Katharina Brankatsch.“

2. Wie viel kosteten die ganzen Requisiten und die Kostüme?

„… Grob gesagt: viel Geld!“

3. Wer sind die Sponsoren?

„Das Projekt wurde von ‚Association Internationale du Théâtre de l’Enfance et la Jeunesse‘ (kurz: ASSITEJ; dt.: Internationale Vereinigung des Theaters für Kinder und Jugendliche) und ‚Künste öffnen Welten’ gefördert.“

4. Wie lange dauerten die Vorbereitungen?

„Allgemein laufen sie seit Sommer 2014 (Castings, etc.). Seit  November 2014 proben die ‚Pioniere’ und die ‚Nazis’ und seit Mitte März 2015 studieren die restlichen Schauspieler ihre Rollen.“

5. Konnte jeder mitmachen?

„Nein, nur Personen ab 14 Jahren, die aus Halle-Neustadt kommen.“

6. Wo und wann waren die Proben?

„Im Neuen Theater. Die Erwachsenden arbeiteten jeden Tag von morgens bis abends, und die Jugendlichen probten jeden Samstag 4 Stunden.“

7. Wo und wann finden die Aufführungen statt?

„Das Festival findet vom 27.5.-7.6.2015 im Gasometer statt.“

8. Wie würden Sie das Stück mit höchstens sieben Wörtern beschreiben?

„Abgefahren, lustig, verworren, aufregend, diskussionsanregend, abwechslungsreich und informativ.“

Das Interview wurde mit Marlen Geisler geführt.

Wir hoffen, euch ein paar Eindrücke über dieses Theaterstück vermittelt zu haben. Vielleicht hat ja auch der eine oder andere Lust bekommen, sich dies einmal anzuschauen. Ein guter Tipp vor allem für Leute aus Halle-Neustadt.


Dienstberatung fällt Stau zum Opfer

„Leben ist das, was passiert, während du eifrig dabei bist andere Pläne zu machen.“ Dieses Zitat von John Lennon durfte unser Schulleiter Herr Slowig am 18.2.2015 am eigenen Leib erfahren. Eilig trat er in Begleitung von Frau Feldmeier und mir vom Kloster Huysburg (bei Halberstadt), wo noch bis zum 19.2. eine Tagung für Lehrerausbilder stattfand, den Rückweg zur Schule an, um rechtzeitig der Dienstberatung beziehungsweise der Sportstunde beizuwohnen. Doch, wie Herr Slowig so schön sagte, wurden wir sofort „entschleunigt“, als die Pläne durch einen Stau auf der B6 vereitelt wurden. Dieser sollte 2 Stunden andauern. Da kommt man wenigstens mal zum Zeitung lesen…

  • von Jenny Emrich/11c

Kurz zuvor ging es  im Tagungsraum darum unser Schulkonzept zur sozialen Wertevermittlung vorzustellen, insbesondere den Wahlpflichtkurs Lebenswelt, den Frau Feldmeier für die 9. Jahrgangsstufe unterrichtet. Neben dem CWG war auch das Elisabethgymnasium sowie die Christopherusschule Droyßig vertreten. Alle drei Schulen stellten vor, wie sie versuchen Werte innerhalb ihrer Schulen zu leben und zu lehren. Dadurch sollten den Lehrerausbildern konkrete Umsetzungsmöglichkeiten geboten werden, die ihre auszubildenden Lehrer später vielleicht selbst durchführen können.

In solchen Momenten wird einem wieder einmal bewusst, wie kostbar doch das Leben und die Gesundheit ist. Verpflichtungen hin oder her. Man stelle sich vor, wir wären eine Minute früher aufgebrochen. Jemand hätte sich nicht mehr verabschiedet, ich wäre nicht auf Toilette gegangen. Dann wären wir vielleicht 40 Meter weiter vorn gewesen, als es passierte. 40 Meter bis zur Unfallstelle…


Kuchen für den guten Zweck

Habt Ihr von der Aktion gehört, dass sich Hallenser Studenten zusammen getan haben, um Menschen im Nordirak zu helfen? Ich werde Euch nun erzählen, was diese Aktion auch mit uns dem Christian-Wolff-Gymnasium zu tun hat.

  • von Lisa Wagner/8b

Diese Aktion gibt es nur eine kurze Zeit. Azdi Begari, Schüler des CWG’s, geht seit 2011 an unsere Schule. Seine Familie gründete diesen Verband, der armen und verfolgten Menschen aus dem Nordirak hilft. Sie sammeln Spenden in der Marktkirche zu Halle und veranstalten Kuchenbasare. In der Marktkirche kann noch bis Ende Dezember 2014 fleißig gespendet werden. Dafür gaben Bäcker und Konditoren aus Halle gerne Kuchen her. Doch bisher haben diese noch nicht sehr viel Geld zusammengebracht.

Also hatten sie die gute Idee, einen Kuchenbasar am CWG zu veranstalten. Herr Slowig stimmte zu, und so konnten die Vorbereitungen beginnen. Doch auf die Hilfe von Azdi’s Klasse, der 8b, waren sie angewiesen, die gern beim Kuchenbasar mithalfen. „Tja, ich wollte einfach helfen.“, schilderte mir beispielsweise Anna aus der 8b.

Insgesamt sechs Kuchen hatte Herr Körnigs Klasse gebacken. Brownies, Muffins, Blechkuchen… – Viele verschiedene Köstlichkeiten konntet ihr am 15.12.2014 kaufen und damit dem Verein spenden. Die Leckereien kosteten zwischen 30 und 50 Cent pro Stück.

Also, wenn ihr dort Kuchen gekauft habt, braucht ihr hinterher kein schlechtes Gewissen zu haben, denn mit diesem gekauften Stück Kuchen helft ihr bedürftigen Menschen und spendet für den guten Zweck. Und ich denke, das schmeckt man auch.


Hochwassereindrücke

Das Hochwasser hat Halle fest im Griff. Da ihr sicher schon genug darüber im Bilde seid, möchten wir an dieser Stelle nur nochmal ein großes DANKESCHÖN an all die zahlreichen Helferinnen und Helfer aussprechen. Wir hoffen, dass sich die Lage bald wieder normalisiert (und wir das Sportfest nachholen können).

  • von Chantal Springer (Klasse 5); Jeremy Niklas Morgner (Klasse 5)

Hochwasser in Halle

Wegen des schmelzenden Schnees in den letzten Tagen ist der Wasserpegel vieler Flüsse in Deutschland stark gestiegen. Am 12.01.11 betrug der Hochwasserpegel der Saale in Halle 6,77 Meter. Damit war die Warnstufe 4 von 4 erreicht. Das letzte große Hochwasser in Halle war 1994. Auch damals war die gesamte Peißnitz überflutet. Kleinere Überschwemmungen gibt es immer wieder.

  • von Jenny Emrich; Amelie P.

Erst im Herbst des vergangenen Jahres standen im Osten von Halle  viele Gärten unter Wasser.
Zwar konnte man am Freitag (15.01.2011) in der MZ lesen, dass das Wasser etwas zurück gegangen ist, jedoch wird für die nächste Woche weiterer Regen erwartet. Dann ist wieder mit einem steigenden Pegel der Saale zu rechnen. Also ist weiterhin Vorsicht geboten. In der regionalen Presse wird ausführlich über den jeweiligen Stand informiert. In diesem Zusammenhang irritierte uns die Mitteilung in einem Zeitungsartikel, dass private Grundstücksbesitzer 0,50€ für einen Sandsack bezahlen müssen, den sie dann mit Sand füllen können. Bisher waren wir immer davon ausgegangen, dass man die Sandsäcke kostenfrei beziehen kann, so wie auch in einigen anderen Städten (Cottbus, Baden-Baden oder Bonn).

Wenn wie am Sonntag die Feuerwehr und das THW in Halle-Neustadt an der Eissporthalle den Damm in Richtung Wohngebiet mit Sandsäcken erhöhen, bezahlen das dann auch die Wohnungsgenossenschaften von Halle-Neustadt als Eigentümer der Häuser? Wir haben einmal überschlagen, wieviel Geld man ausgeben müsste, um eine 15 m lange Grundstücksgrenze mit einem 30 cm hohen Damm zu schützen und kamen auf rund 95 € !  Das ist ’ne Menge Geld – nur für die Säcke. In der Vergangenheit wurde nach Flutkatastrophen immer berichtet, dass dann Gelder für die Opfer bereitgestellt werden, um die  finanziellen Belastungen für die Beseitigung der Schäden zu mildern. Sollte man nicht auch schon im Vorfeld allen Betroffenen unbürokratisch helfen? Vielleicht sollte die Stadtverwaltung mehr Geld für solche Fälle einplanen und dafür weniger für große Prestigeobjekte wie den Neubau des Stadions.

Ein Kompromiss wäre, dass das Geld für eine Organisation für Hochwasseropfer gespendet wird.

 


Kommt zur Kinderstadt 2014!

Eine große Stadt ist schwierig zu planen, besonders wenn man es allein tun müsste. Aber dafür gibt es ja den Kinderrat der Kinderstadt! Seit Januar arbeiten ca. 20 Schüler/innen jeden Montagnachmittag im ehemaligen Thalia-Theater in der Kardinal-Albrecht-Straße, um die Kinderstadt „Halle an Salle“ vom 27.6-2.8.2014 auf der Peißnitz (auf der Wiese vor dem Planetarium) vorzubereiten. Auch zwei Redakteure unserer Schülerzeitung sind beim Kinderrat dabei. In diesem Jahr lautet das Thema „Handwerk, Kopfwerk, dein Werk!“. Alle Mädchen und Jungen zwischen 7 und 14 Jahren können an dem Stadtplanspiel teilnehmen. Jüngere bzw. Ältere dürfen nur mit einem „Visum“ in die Kinderstadt und dort bei Stadtführungen mitmachen.

Die Kinder und Jugendlichen werden hier selbst etwas erschaffen, und zwar ihre eigene kleine Stadt. Sie können Berufe ausüben (Gärtner, Tischler, Müller, Friseur, Bäcker u.a.), ein Unternehmen gründen, als Bürgermeister oder Berater kandidieren. Für ihre Arbeit erhalten sie Geld, aber keinen Euro, sondern die stadteigene Währung „Hallörchen“. Es gibt 1-er, 2-er, 5-er, 10-er, 20-er sowie 50-er „Hallörchen“. Diese gestalten die Schüler/innen selbst. Auch ein Wappen wird von den Mädchen und Jungen entworfen. Gemeinsam wurde bereits entschieden, wie die Bürgermeister heißen soll: Ying. Sie arbeiten im „Rat der Roten“. Die Berater werden Yang heißen und regelmäßig durch die Kinderstadt laufen und den Yings Bericht zu deren Entwicklung erstatten.

Die Kinderstadt ist folgendermaßen geöffnet: von Dienstag bis Freitag 9 bis 17 Uhr sowie am Samstag von 10 bis 17 Uhr. Sonntags und montags ist geschlossen.

Preise: Eine Tageskarte kostet 4 Euro, mit Halle-Pass 2 Euro. Ein 5-Tages-Ticket ist für 12 Euro zu haben.

Die erste Kinderstadt in Deutschland fand übrigens 1972 in München statt. Damals wurde sie „Mini-München“ genannt. Seit 2002 wird die Kinderstadt in Halle vom Thalia-Theater mit vielen Partnern durchgeführt. In diesem Jahr wird sie von Marlen Geisler und Bianca Richter betreut. Mit ihnen und den Mädchen und Jungen haben wir die Interviews geführt. Frau Geisler macht bei der Kinderstadt seit 2010 mit. Die Arbeit mit den jungen Leuten macht ihr Spaß, weil sie so spontan sind und sie den Humor von Kindern mag. Musa aus unserer Schule wirkt beim Kinderrat mit, weil er hier eine eigene Partei gründen konnte.

Schülerzeitung AG - Wolffs Ruf-Logo [T-Shirt] (2.3.2)>> Weitere interessante Informationen findet ihr auf der Internetseite

Wir bilden uns weiter – Beim Social Media Workshop

Soziale Netzwerke- Zwei Wörter, an denen man heute einfach nicht mehr vorbeikommt, egal wie viele Packungen Ohropax man sich in seine Hörorgane hineinstopft.  Wir als Schülerzeitung wollen jetzt auch (endlich) in die Welt der Verknüpfung einsteigen, aber da sich in sozialen Netzwerken auch viele asoziale Menschen rumtreiben, die asoziale Dinge tun, dachten wir uns: Es ist vielleicht gar nicht mal so schlecht sich von einem Profi u.a. etwas über Datenschutz o.ä. genauer informieren zu lassen.

  • von Jenny E. (Klasse 9)

Los ging`s am Samstag, dem 15.6. in einem Seminarraum in der Leipziger Straße. Von 10 bis 17 Uhr führte uns der Designer Jörn Rohrberg in die durchaus ziemlich komplizierte Welt von twitter, tummblr, natürlich facebook und vielen anderen sozialen Netzwerken ein. Der Workshop wurde von Freistil organisiert, die Initiator des Jugendengagementwettbewerbs in Magdeburg, bei dem wir uns im März auch angemeldet hatten (einen Preis gab es leider nicht 😦 ).

Neben vielen hilfreichen Infos und Tipps gab es auch leckeres Essen (siehe Foto). Inhalt des Seminars waren u.a. die Unterschiede zwischen verschiedenen Netzwerken, die Erstellung eines Blogs, eines Facebook-Accounts und einer Facebook-Seite, sowie Nutzungsmöglichkeiten der sozialen Netzwerke für Organisationen o.ä..


7 gegen 743

Du denkst, Schüler haben keine Ahnung, wie man ein selbstständiges Unternehmen gründet? Stimmt. Aber zum Glück gibt es dafür futurego. Die meisten von euch müssten schon einen Kuli oder so was mit dieser Aufschrift zu Hause rumliegen haben, den ihr von den Leuten im grünen T-Shirt bekommen habt, die im September einigen Klassen unserer Schule  den Schüler-Businessplanwettbewerb vorstellten. Was das Ganze mit der Überschrift zu tun haben soll?

  • von Jenny Emrich (Klasse 9)

Ganz einfach: Aus unserem schönen CWG haben sich 2 Teams (soweit bekannt) aus 3 bzw. 4 Schülern der 9. und 11. Klassenstufe angemeldet, um innerhalb von 6 Monaten zunächst ein Ideenpapier und anschließend einen Businessplan zur theoretischen Umsetzung ihrer Geschäftsidee zu erstellen. Jeder bekommt am Ende ein Zertifikat, das später in die Bewerbungsunterlagen gelegt werden kann, und die Gewinner erhalten zusätzlich ein Preisgeld von max. 1000,00 Euro. Das ist natürlich ein begehrter Anreiz, was die Anmeldungszahl von insgesamt 750 Schülerinnen und Schülern, sozusagen Futuregoanern,  belegt (750 – 7 = ?, tut mir leid, dass ihr hier auch noch rechnen müsst).

Am 24.11. (Samstag) fanden von 10.00 bis 11.30 Uhr im Melanchthonarium unserer Martin-Luther-Universität Halle die ersten Workshops zur Hilfe für die Erstellung des Ideenpapiers statt. Dafür mussten sich die Gruppen aufteilen, um mindestens ein Mitglied in den Workshop „Produkt und Marketing“ und jemand anderen in „Markt und Finanzierung“ (MuF) zu schicken. Den freundlich lächelnden Mann mit Flyer und der „Futurego-ist-spitze-Hand“ auf dem Foto oben links traf ich bei MuF an, natürlich als Dozent. Er erklärte zum Beispiel, was unter dem Begriff „Markt“ zu verstehen ist, wie das Ideenpapier bepunktet wird und was der Unterschied zwischen Personengesellschaft und Kapitalgesellschaft ist. Außerdem empfahl er uns Fragen wie

  • Welche Zielgruppe will ich erreichen?
  • Würde sie das Produkt kaufen bzw. die Dienstleistung in Anspruch nehmen?
  • Wie kann ich mein Produkt/ meine Dienstleistung auf diese ausrichten?
  • Wie stark ist meine Konkurrenz?
  • Was unterscheidet mich von ihr?
  • Woher bekomme ich mein Startkapital?
  • Könnte ich Fördermittel vom Staat bekommen? Wo informiere ich mich?

zu durchdenken. Natürlich konnten jederzeit Fragen gestellt werden, die er so gut wie möglich versuchte zu beantworten. Am Ende sollten wir noch auf einer Umfrage ankreuzen, wie uns der Workshop gefallen hat. Pro Gruppe wurde ebenfalls ein Handbuch verteilt, in dem das Wichtigste zusammengefasst war und jeder durfte sich ein paar Werbeartikel mitnehmen, u.a. einen Ameisen-Schlüsselanhänger vom Bauverein Halle und Leuna (Yippie!). Als wir erfuhren, dass die Workshops in der Uni stattfinden, waren wir natürlich alle auf den Hörsaal gespannt, aber leider enttäuschte er mich ein wenig. Nicht, dass er nur gerade mal etwas größer als ein Klassenraum war, sondern auch die Funktionsunfähigkeit des Beamers führten nicht gerade zu Begeisterung. Das soll keine Kritik an die Uni, den Dozenten oder sogar an futurego sein. Ich wollte es nur erwähnt haben.

Wer noch mehr über den Wettbewerb wissen möchte, findet die nötigen Informationen unter www.futurego.de.


Eine ganz besondere Parade

Wie? Du fragst dich warum die Überschrift durchgestrichen ist? Ganz einfach: Weil ich sie getarnt habe.

  • von Jenny Emrich (Klasse 9)

Eine Tarnung ist ein Mittel, um nicht aufzufallen und seine Identität geheim zu halten. Da ich dir jetzt davon erzählt habe, ist sie sowieso futsch und ich kann auch verraten, warum das ein getarnter Artikel ist. Ich habe versucht dich reinzulegen. Du solltest nicht merken, dass er eigentlich kein bisschen in diese Rubrik passt, denn diese besondere Parade, über die ich berichten will, begeistert alljährlich viele Zuschauer in Moritzburg und die Kleinstadt liegt nun wirklich nicht in unserer Region, sondern nördlich von Dresden. Eine Parade besteht ja normalerweise aus kostümierten Menschen, die von geschmückten Wagen Süßigkeiten in die Masse werfen, aber nicht so in Moritzburg. Dort zieht sie nicht durch Straßen, sondern man bestaunt die Parade von Tribünen aus (vorausgesetzt man besitzt ein gültiges Ticket). Ach ja, und habe ich schon erwähnt, dass es hier nicht um Menschen, sondern um Hengste geht? Darf ich vorstellen: Die Moritzburger Hengstparaden.

Ein Hengst kommt selten allein und auch nicht zu zweit oder zu tritt. Nein, um die 100 Zuchthengste sind in den Stallanlagen des Moritzburger-Schlosses untergestellt und alle wollen sie ihre Eleganz, Kraft und ihr Können unter Beweis stellen. Am 2. September sollten sie wieder einmal die Chance dafür bekommen, bei der Premiere der diesjährigen Hengstparaden. Nach wochenlangem Training mit ihren Reitern und/oder Kutschern kam der große Tag, an dem die Besucher von 9-11 Uhr im Stall zunächst die Hengste besichtigen und 13 Uhr die 4 ½ stündige Show erleben konnten. Die Vorstellung enthielt neben einer Pause 18 Programmpunkte, von denen ich euch meine Top 4 vorstellen möchte.

Dazu gehört auf jeden Fall das witzige Pushballspiel der Lehrlinge und da ich annehme, dass du davon noch nicht sonderlich oft gehört hast, will ich es dir kurz erklären. Im Prinzip funktioniert es so wie Fußball, nur dass die Spieler Pferde mit Reitern sind und der Pushball einen Durchmesser von ca. 1,20 m hat. Manchen Pferden konnte der Spaß richtig angesehen werden. Es spielte Team beige gegen Team rot und am Ende stand es 2:1 für rot. Der Gewinner wird aber erst während der 3. und letzten Parade dieses Jahres am 16. 09. gekürt (es gibt also 3 Spiele, die zusammen gezählt werden). Außerdem gefielen mir die Kosakenreiter sehr gut, die im Galopp unglaubliche Kraftakte vollbrachten, wie z.B. Handstand auf dem Pferd und auch das Reiten mit Pfeil und Bogen war klasse. Es trafen zwar leider nicht alle Pfeile das Ziel, aber während man reitet und mit der dazu kommenden Aufregung ist das Schießen und Zielen auch nicht so einfach. Mein letztes Highlight war das Märchen Aschenbrödel, das mit Pferden und Kostümen gespielt wurde. Natürlich gibt es noch viel mehr, was ich euch empfehlen könnte, aber das würde die Kapazität der Zeitung sprengen.

Alles in allem war also für Jeden etwas dabei. Gerade das ist auch das Schöne an den Hengst-Paraden: Man sieht eigentlich so gut wie alles, was sich mit Pferden anstellen lässt, ob Springreiten, Dressur oder 5-16-spannige Kutschen. Für alle Pferdeinteressierten wärmstens zu empfehlen, auch wenn man bei der etwas langwierigen Vorstellung Sitzfleisch mitbringen sollte.

Ihr könnt das Spektakel dieses Jahr noch am 16. September in Moritzburg erleben. Weitere Infos unter http://www.hengstparade-moritzburg.de/


Wo sich Hexe und Teufel gute Nacht sagen

Es gibt einen Ort, wo alte Mythen und Legenden auf modernste Technik treffen. Alle Jahre wieder versammeln sich dort die Geschöpfe mit den spitzen Hüten, um zur Walpurgisnacht in den Mai zu tanzen (Geistervertreibung und so), wie auch dieses Jahr. Es hieß also wieder, auf Bibi-Blocksberg-Art: Ene Mene Mei, flieg los Kartoffelbrei- zum Hexentanzplatz in Thale.

  • von Jenny Emrich (Klasse 8)

Auf dem Weg mit dem Auto zum Harz fiel mir zuerst eins auf: gähnende Leere auf der Autobahn. Es sollten wohl doch nicht so viele Menschen kommen wie vorhergesagt? Aber, wie sollte es auch anders sein,: Fehlanzeige. Wenn die Massen dort eines gemeinsam hatten, dann hieß das warten… und warten… und warten… und war… zz… z… z (Schnarch). Eingehüllt in eine Wolke aus Zigarettenqualm (einer von ihnen sagte hinter mir in der Schlange: Na, es ist doch wirklich schön hier. Und die frische Luft…“; kein Witz) standen wir also vor der neuen Schwebebahn. Irgendwann konnten wir dann tatsächlich hoch fahren. Für die Aussicht hatte sich das alles aber wirklich gelohnt, auch wenn es während der Wartezeit leider schon dunkel geworden war. Oben angekommen standen wir dann noch 2 Mal an: Einmal vor der Würstchenbude und einmal vorm Kassenhäuschen (seltsamerweise bestand die Schlange an der Würstchenbude nur aus 4 Leuten, obwohl die Bratwurst auf den Punkt angebraten war). Die Lasershow konnte sich sehen lassen, sie war vom Feinsten. Ich bin immer noch völlig perplex was für Effekte mit ein „bisschen“ Licht und Nebel inszeniert werden können. Falls ihr euch so etwas mal ansehen solltet, hier ein kleiner Tipp für alle unter 1,70m: Wenn ihr genau hinter dem Bereich der Nebelmaschine steht, stellt sich niemand vor euch, weil keiner den Nebel ins Gesicht bekommen will.

Die Show war also genial gemacht und meine Erwartungen um`s 10-fache getoppt (ich habe mir nur ein riesiges Feuer mit tanzenden Möchtegern-Hexen vorgestellt) und die Kostüme der Zuschauer waren auch nicht schlecht (ich persönlich finde es besser, wenn sie selbst gemacht sind). Der Service ließ leider zu wünschen übrig. Vielleicht könnten sie ja nächstes Jahr ein oder 2 Kassen mehr hinstellen.

Anschließend ging es zurück zur Schwebebahn und da konnten wir dann wieder warten… und warten….

Zum Thema Walpurgisnacht: schaut mal auf http://de.wikipedia.org/wiki/Walpurgisnacht. Da steht ein ziemlich perverser Brauch, den ich hier lieber nicht erwähnen möchte.


Dog eats dog (Möge der Stärkere gewinnen)

Ein großer Platz mit Unmengen von Transportern. Daneben ein kleinerer Platz mit Menschen überfüllt, viele davon einen Fotoapparat in der Hand. Eine abgesteckte Route. Viel frische Luft und natürlich Schnee.

Und das alles ziemlich in der Nähe: in Oberhof (Thüringen).

  • von Saskia Naumann (Klasse 8)

Wer ein Fan von Tiersport ist, weiß sicherlich, was ich meine. Für die Übrigen gibt es hier einen kleinen Tipp: die bekanntesten Hunde, welche diesen „Sport treiben“ sind Huskys. Jetzt dürftet ihr es erraten haben. Die Rede ist von einem Schlittenhunderennen. Der Eine oder Andere mag es schon einmal im Fernsehen beobachtet haben, aber ich versichere euch: live und in Farbe ist das Ganze noch viel eindrucksvoller. Die Teilnehmer starten alle einzeln.Außerdem gibt es verschiedene Strecken, die schon mal 10 Kilometer lang sein können. Das kommt aber ganz darauf an, wie viele Hunde einen Schlitten ziehen. Übrigens: es nehmen nicht nur die ,,Eskimohunde“ von denen vorhin die Rede war, teil. Die meisten Vierbeiner sind kurz vor dem Start sehr ungeduldig, können es kaum abwarten. Andere genießen die Aufmerksamkeit der Zuschauer, die ihnen zuteil wird. Auch im Ziel ist es von Tier zu Tier unterschiedlich: einige wollen gleich weiterrennen, andere kühlen sich ab, indem sie mit ihrer Schnauze im Schnee wühlen. Aber eines haben sie alle gemeinsam: wenn sie erst mal richtig Gas geben, ist es ziemlich kompliziert sie zu fotografieren.

 

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