Ran an die Arbeit!

Von Hühnern, Werwölfen und blinden Mathematikern: Eindrücke der diesjährigen Seminarfahrt des Schülerrates vom 6. bis 8. Oktober 2021.

  • von Ida Musche/8a, Saskia Birke/10c und Joana Leske/10d
  • Fotos: Frau A. Borkowski

Am 6. Oktober trafen sich die gewählten Klassensprecherinnen und Klassensprecher um 9:00 Uhr vor den Toren der Villa Jühling. Als alle anwesend waren, mussten wir uns zuerst einem Corona-Test unterziehen. Nachdem uns Katharina Marten, die Leiterin der Villa Jühling, empfangen und belehrt hatte, bezogen wir unsere Zimmer. Anschließend spielten alle das Spiel „Guide and Guest“, bei dem die erfahrenen Klassensprecher den „Neulingen“ die Schülerratsarbeit nahelegen und das Gelände der Villa Jühling zeigen konnten. Um sich besser kennenzulernen, spielte der neue Schülerrat unter anderem das beliebte „Zeitungsschlagen“. Nach dem aufregenden Vormittag stärkten wir uns im Speiseraum mit Königsberger Klopsen.

Erste Ideen zu Papier gebracht

Um die vielen noch ungeklärten Fragen zu beantworten, wurden der ehemalige Schülersprecher Theodor Wolf und seine Stellvertreterin Hannah Oheim auf die „heißen Stühle“ gesetzt. Nachdem die Fragen gewissenhaft beantwortet und weitere Aspekte der Schülerratsarbeit beleuchtet wurden, kam die schulfachliche Koordinatorin Frau Rafler vorbei, um die Wahl des neuen Schülersprechers bzw. der neuen Schülersprecherin anzuleiten. Mit einem deutlichen Vorsprung gewann Hannah Oheim (9a). Zur Seite stehen ihr die Stellvertreter Nada Mustafa (10a) und Anton Musche (10b). Herzlichen Glückwunsch!

Am Nachmittag wurde das „CWG World Café“ aufgebaut. An fünf Tischen wurde jeweils ein auf die Schule bezogenes Thema besprochen. Alles in allem ging es darum, was der Schülerrat in diesem Schuljahr auf die Beine stellen möchte. Gegen kleine Snacks lieferte der Schülerrat Ideen, übte Kritik, versuchte sich an Lösungsansätzen und notierte Gedanken. Jede Schülerin und jeder Schüler sollte dabei jeden Tisch einmal besuchen.
Nach dem Abendessen hatten wir Freizeit, die jeder individuell genutzt hat.

Auf Projektarbeit folgt Grill- und Spielabend

Der zweite Tag startete mit einem stärkenden Frühstück und einem Spiel, welches unseren Zusammenhalt gefördert hat. Als „Blinde Mathematiker“ übten wir uns in Kommunikation und Problemlösung.
Um 10:30 Uhr hielten wir die erste Schülerratssitzung im Schuljahr 2021/22 unter der Leitung von Hannah Oheim ab. Dort wurden wir über diverse Termine informiert und diskutierten über Probleme. Es wurden außerdem die ersten Projektideen, die wir dieses Jahr auf die Beine stellen könnten, besprochen.
Im Anschluss haben wir gemeinsam erörtert, wie die „perfekte Schülerratssitzung“ abläuft, und die erste Sitzung ausgewertet. Während einer Denkphase stürzte sich Herr Heuser plötzlich in den anliegenden Raum, um eines der freilaufenden Hühner der Villa Jühling auszusperren. Viel Gelächter gab es, als das Huhn kurze Zeit später vor dem Fenster des Seminarraumes auftauchte und uns scheinbar seine Meinung gackerte.

Die erste Schülerratssitzung

Nach einer kurzen Pause konzentrierte sich der Schülerrat auf seine künftigen Projekte. Jeder übernahm dabei Verantwortung für ein Projekt, eine Aktion oder ein Vorhaben. In kleinen Gruppen diskutierten wir über die verschiedenen Ideen, verwarfen und entwickelten Konzepte und fanden Lösungsansätze. Wieder als vollständiger Schülerrat präsentierten die jeweiligen Gruppen ihre ersten Fortschritte, während die zuhörenden Klassensprecherinnen und Klassensprecher Feedback gaben, weitere Ideen beisteuerten und Hilfe anboten. Der später ankommende Schulleiter Herr Slowig hörte sich ebenfalls unsere Projektideen an und konnte uns bereits die eine oder andere offene Frage beantworten.
Am Abend fand dann das traditionelle „Grillfest“ statt, bei dem Herr Slowig dem Schülerrat so viel Grillfleisch und Burger zubereitete, dass keiner mit dem Essen hinterherkam.
Nach der Mahlzeit begann das Fußballspiel. Auf dem Platz fanden sich neben unserem Schulleiter Jungen und Mädchen aller Altersklassen ein und es wurde straffe 90 Minuten lang gespielt. Schnell wurde es auf dem Platz zu einer rutschigen Angelegenheit, da der Rasen von dem Regen der letzten Woche noch sehr nass war. Trotzdem wurde weitergekämpft, sodass schlussendlich nicht nur Schüler, sondern auch Tore fielen. Des Weiteren wurden an dem Abend noch mehrere Runden „Werwolf“ gespielt. Deutlich später als am Abend zuvor gingen alle zu Bett.

Das Ziel vor Augen

Deshalb war es am nächsten und letzten Morgen kein Wunder, dass der gesamte Schülerrat noch recht müde war. Doch gleich nach dem Frühstück wurden wir mit dem schwierigen Spiel „Blinde, Stumme und Gelähmte“ wachgerüttelt. Bei diesem Spiel hat jede Schülerin bzw. jeder Schüler eine Beeinträchtigung, die sie bzw. ihn daran hindert, allein zu einem Zielpunkt zu gelangen. So war einer auf den anderen angewiesen. Gewonnen hatten wir erst, als der gesamte Schülerrat das Ziel erreichte. Durch das Spiel lernten wir, dass alle zusammenhalten und sich gegenseitig unterstützen müssen, damit wir etwas erreichen können.
Nach der gewünschten zweiten Runde, weil es so viel Spaß gemacht hatte, trafen sich alle wieder im Seminarraum. Dort besprachen wir dann den Ablauf der verbleibenden zwei Stunden.
Nachdem die geplante Zeit für unsere Projekte abgelaufen war, beschäftigten wir uns mit der Planung der nächsten Schülerratssitzung. Die jeweiligen Teams stellten ihren Zeitplan vor und sagten, welche Zwischenschritte sie bei der nächsten Sitzung schon erzielt haben wollen. Gegen 11:30 Uhr beendeten wir unsere dreitägige Schülerratsfahrt. Einige wurden aus der Villa Jühling abgeholt, andere fuhren mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Schule zurück.
In diesen drei Tagen haben wir uns gut kennengelernt, sind als Schülerrat zusammengewachsen und haben viele Pläne geschmiedet. Außerdem können wir aus dieser Fahrt wichtige Erkenntnisse für unsere Arbeit und die Projekte, die wir dieses Jahr auf die Beine stellen wollen, ziehen. Nun heißt es: „Ran an die Arbeit!“

Mit verbundenen Augen ging es auch einmal quer über das Gelände der „Villa Jühling“.

Wir freuen uns, dass eine solche Fahrt für uns möglich ist, und bedanken uns bei Frau Borkowski und Herrn Heuser für die inhaltliche Gestaltung. Danke auch an Herrn Slowig und Frau Rafler für ihren Besuch in der Villa!

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