Wie die Corona-Krise das Christian-Wolff-Gymnasium betrifft

Wir leben in einer sehr schnelllebigen Zeit. Neuigkeiten werden von den Medien begeistert aufgeschnappt, verarbeitet, verbreitet und in Szene gesetzt. Doch nach wenigen Wochen, häufig sogar nur nach wenigen Tagen, ist die einstige Neuigkeit schnell in Vergessenheit geraten. Es erscheinen jeden Tag so viele neue Informationen, dass die Berichte der Vortage scheinbar uninteressant geworden sind. Im Zuge der Corona-Ausbreitung, der Entscheidungen über Schulschließungen bzw. -öffnungen und anderen Begebenheiten im Zusammenhang mit der Viruserkrankung ist auch das Christian-Wolff-Gymnasium betroffen. In den (regionalen) Medien wurde unsere Schule häufig erwähnt und die Ereignisse überschlugen sich. Wir wollen einen Überblick über die vielen Ereignisse am CWG in Form einer „Krisen-Chronik“ vermitteln. [veröffentlicht am 17.3.2020, zuletzt aktualisiert am 16.7.2020]

  • von Theodor Wolf/10d
  • Fotos: Theodor Wolf/10d; Clemens T. Kral; Frau A. Borkowski; Niklas Hackel (Drohnenaufnahme)

28.2.2020 (Freitag) Das erste Mal kam das Corona-Virus in das nähere Blickfeld des Christian-Wolff-Gymnasiums. Rund 40 Schülerinnen und Schüler sowie einige Lehrer und Betreuer wollten ins Skilager nach Südtirol (Italien) fahren. Eine große Frage stand im Raum: Fahren oder nicht fahren? Die Risikolage war in diesen Tagen noch gering und auch der Norden Italiens schien bisher unversehrt geblieben zu sein. Von Schulbehörden oder Gesundheitsämtern gab es kein Reiseverbot. Die Lage schien tatsächlich „normal“ zu sein.

29.2.2020 (Samstag) Die Schüler und Lehrer des Skikurses machten sich auf den Weg nach Südtirol. Weder die Behörden von Halle oder Sachsen-Anhalt noch die Bundesinstitutionen hatten Reiseverbote oder konkrete Handlungshinweise erteilt.

6.3.2020 (Freitag) Die Schüler und Lehrer unserer Schule wollten die Heimreise antreten. Unmittelbar zuvor waren jedoch fast alle Regionen Südtirols als Risikogebiete eingestuft worden, darunter auch das Gebiet, in dem sich die Skifahrer des CWG befanden. Sie konnten die Heimreise mit dem Bus beginnen, doch in Halle begannen die Vorbereitungsmaßnahmen für die Ankunft.

Am gleichen Tag sollten ebenfalls rund 40 Schülerinnen und Schüler sowie einige Lehrer des Thomas-Müntzer-Gymnasiums (TMG) aus Südtirol nach Halle zurückkehren. Tags zuvor war Sachsen-Anhalt noch das einzige Bundesland ohne einen einzigen Corona-Infizierten oder einen Corona-Verdachtsfall. Nun kamen über 80 Personen aus einem Risikogebiet nach Halle zurück.

Gegen 14:00 Uhr wurde am CWG von der Berufsfeuerwehr Halle ein Quarantänezelt aufgebaut, man stellte ein Toilettenhäuschen auf, und alle Schüler, die sich noch in der Schule befanden (Arbeitsgemeinschaften), sollten den Weg nach Hause antreten. Das Zelt stand erst wenige Minuten auf dem Schulhof, als die ersten Pressevertreter kamen. Die Mitteldeutsche Zeitung (MZ) richtete einen Live-Ticker über die Rückkehr der Skifahrer von TMG und CWG ein.

Eltern, die Schulleitung, Feuerwehr, (Not-)Ärzte, Gesundheitsamt und Ordnungsamt warteten auf die Ankunft des Reisebusses am CWG. Die Situation war eigenartig, aber nicht lebensbedrohlich, da alle Businsassen wohlauf waren. Doch die MZ berichtete im Live-Ticker im Minutentakt über die ersehnte Ankunft des Busses. Die Überschriften der minütlich erscheinenden Absätze lauteten beispielsweise „14.01 Uhr: Feuerwehr riegelt CWG ab“ oder „16.25 Uhr: Schüler müssen ins Zelt“ (von https://www.mz-web.de/halle-saale/nach-skiurlaub-corona-tests-bislang-alle-negativ—schueler-aus-halle-in-quarantaene-36377224 (16.3.2020; 11:53 Uhr)).

Die Sozialen Medien quollen über vor minütlich erscheinenden Neuigkeiten, und daheim gebliebene Schüler nahmen Kontakt zu den Schülern im Bus per WhatsApp usw. auf und fragten sie, wie sie die Situation empfinden. Die MZ veröffentlichte auch ein Video mit einem Interview bzw. einer Stellungnahme unseres Schulleiters Herrn A. Slowig. Doch ein weiteres Video bot in der nächsten Zeit viel mehr Gesprächsstoff: Die MZ veröffentlichte ein über 14-minütiges Video, in dem zu sehen ist, wie der nun angekommene Bus einparkt. Die MZ hatte sich sicherlich erhofft, filmen zu können, wie die Schüler aus dem Bus aussteigen, doch die Feuerwehr stellte eines ihrer Fahrzeuge als Sichtschutz vor dem Bus auf.

Die Schüler und Lehrer wurden in dem bereits erwähnten Zelt einzeln untersucht, mussten Fragebögen ausfüllen usw. Anschließend durften sie nach Hause, allerdings mit zwei Bedingungen: Alle Rückkehrer müssen zwei Wochen in Quarantäne und jeder, der mit ihnen in Kontakt kam, muss ebenfalls in Quarantäne. Es konnten also nicht alle Elternteile ihre Kinder in die Arme schließen, da sie ansonsten die nächsten zwei Wochen ihr Haus oder ihre Wohnung nicht hätten verlassen dürfen.

Eine Reihe von Schülern zeigte Symptome der Erkrankung, aber es galt, die Testergebnisse abzuwarten. Ein ereignisreicher Tag ging zu Ende.

YouTube-Video der Mitteldeutschen Zeitung mit dem Titel „Statement des Schulleiters des Christian-Wolff-Gymnasiums“: https://www.youtube.com/watch?v=f8iTZON-V8I (9.4.2020; 17:05 Uhr).

20200306_141510n

7.3.2020 (Samstag) Die Medien verkündeten, dass alle Laborergebnisse negativ ausgefallen sind. Andererseits wurde durch das Gesundheitsamt die Dauer der Quarantäne von zwei Wochen noch einmal bestätigt. Ein weiterer Test sollte folgen.

Ein für den 7.3. geplanter Erste-Hilfe-Kurs für die 10. Klassen fiel aufgrund der aktuellen Lage aus.

9.3.2020 (Montag) Die ganze Schule sprach nur über ein einziges Thema, und es wurden erste Überlegungen getätigt, wie die Schüler, die in Quarantäne sind, bestmöglich mit Unterrichtsstoff und -materialien versorgt werden könnten. Im Klausurplan für das zweite Halbjahr wurden Änderungen vorgenommen, damit die Skifahrer nicht zu viele bis keine Leistungserhebungen nachschreiben müssen. Für die zehnten Klassen wurden ein paar Klausuren in Nebenfächern gänzlich aus dem Klausurplan gestrichen, es wurden stattdessen Kurzkontrollen geschrieben. Die Tests müssen von den Schülern in Quarantäne nicht zwingend nachgeschrieben werden, im Gegensatz zu Klausuren.

Die Informationsveranstaltungen „Einweisung in die gymnasiale Oberstufe“ für die neunten Klassen unserer Schule wurden verlegt, damit alle Schülerinnen und Schüler die Chance haben, daran teilzunehmen.

Der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) berichtete das erste Mal über das CWG im Zusammenhang mit dem Skilager und den Corona-Verdachtsfällen in „MDR Sachsen-Anhalt heute“. Schulleiter Herr A. Slowig wurde interviewt und er erläuterte, wie die Schüler in Quarantäne schnell und einfach an Unterrichtsmaterialien gelangen. (Video: MDR: „Absage von Veranstaltungen mit über 1.000 Teilnehmern“)

10.3.2020 (Dienstag) Das Land Sachsen-Anhalt bzw. das Bildungsministerium gab bekannt, dass alle Klassenfahrten, Studienfahrten und sonstige mehrtägige Ausflüge bis zum 31.5.2020 gestrichen werden. Dass die ursprünglich geplanten Klassenfahrten zweier zehnter Klassen nach Italien nicht stattfinden können, war zu diesem Zeitpunkt eindeutig, doch mit diesem Verbot wurden auch sämtliche Klassenfahrten innerhalb Deutschlands, gar innerhalb Sachsen-Anhalts abgesagt. Das Land versprach, sämtliche Stornierungskosten zu übernehmen, allerdings begann für die Lehrer unserer Schule der erste Kraftakt (weitere folgen): Reiseveranstalter mussten kontaktiert und Absprachen zu den unzähligen bereits erfolgten Überweisungen getätigt werden. Besonders eilend: Einige Klassen wollten bereits in sechs Tagen abfahren.

Der MDR berichtete erneut über das CWG: Zum einen wurden die nun abgesagten Klassenfahrten thematisiert und zum anderen wollte der MDR Einblicke „in das Leben in Quarantäne“ erhalten. „MDR Sachsen-Anhalt heute“ führte ein Telefoninterview mit Frau N. Neigenfind, Herrn M. Pötschke und Herrn A. John (Lehrer am CWG) sowie mit Herrn T. Blechschmidt (ehemaliger Schüler des CWG). Alle vier waren als Skilehrer und Betreuer mit im Skilager in Südtirol und sind nun ebenfalls in Quarantäne. Um so wenig wie möglich weitere Personen mit in die Quarantäne zu ziehen, bildeten sie eine Lehrerwohngemeinschaft.

Unsere Lehrer standen einigen Aspekten der Corona-Quarantäne durchaus kritisch gegenüber, dies wird bereits im Videotitel des MDR deutlich: „Unter Quarantäne: Medien informieren schneller als Behörden“.

Im Laufe der Woche berichtete ebenfalls die MZ einige Male über die aktuelle Quarantänesituation im Print- und Digitalformat.

11.3.2020 (Mittwoch) Am Mittwoch der ereignisreichen Woche berichtete der MDR bereits zum dritten Mal über das CWG. Einerseits wurde die Klasse 10d unserer Schule mit ihrer innovativen Lösungsvariante vorgestellt, denn sie schaltete einen Schüler, der mit im Skilager war bzw. in Quarantäne ist, per Smartphone und Internet live in den Unterricht zu. Der MDR filmte ein wenig die neuartige Möglichkeit zur Übermittlung von Unterrichtsstoff und interviewte auch die Klassenlehrerin der 10d, Frau C. Müller (Englisch/Ethik). Andererseits wurde erneut ein Telefoninterview mit den sich in Quarantäne befindenden Lehrern geführt, diesmal sogar mit Blickkontakt, aber in sicherem Abstand. Frau Neigenfind, Herr John, Herr Pötschke und Tillmann Blechschmidt berichteten noch einmal über ihre Situation. Zu guter Letzt ging der MDR abermals auf das Problem der gestrichenen Klassenfahrten ein, da diese Problematik 14 Klassen unserer Schule betrifft. (Video: MDR: „Unter Quarantäne: Unterricht aus dem Handy-Lautsprecher“)

In einem Online-Artikel von MDR Sachsen-Anhalt („Wie eine Schule in Halle der Corona-Quarantäne trotzt“; https://www.mdr.de/sachsen-anhalt/halle/halle/wie-das-wolff-gymnasium-corona-trotzt-100.html; 12.3.2020; 17:33 Uhr) wurde zusätzlich über die aktuelle Lage am CWG informiert sowie Frau C. Müller und Herr A. Slowig zitiert.

created

12.3.2020 (Donnerstag) Am Donnerstagmittag verkündete der Oberbürgermeister von Halle (Saale), Dr. Bernd Wiegand, auf einer Pressekonferenz, dass alle Schulen und Kitas ab Freitag (13.3.2020) geschlossen würden, um die weitere Verbreitung des Corona-Virus zu stoppen. In der zweiten Hofpause erreichte die Nachricht die Schulen und die Verwaltung. Schüler, Lehrer, Eltern, Schulleitung und sämtliche höhere Stellen erfuhren zeitgleich von der Entscheidung und alle Personen traf sie gleichermaßen unvorbereitet. Die wilden Spekulationen der Schüler wurden nach der 6. Stunde offiziell bestätigt. In Halle sollen die Schließungen bis zum 27.3.2020 den Schulalltag lahmlegen.

An unserer Schule hieß es zuerst, es werde kein Selbststudium als Unterrichtsersatz geben, wir Schüler sollten dennoch sämtliche Arbeitsmaterialien und Bücher aus unseren Schließfächern mit nach Hause nehmen. Die Schulschließung sei ausdrücklich keine Quarantäne und alle Schüler sollen sich täglich über den aktuellen Stand der Dinge im Vertretungsplan-Bereich der Schulwebsite informieren.

Der MDR berichtete von der Entscheidung der Stadt und zeigte während des Berichtes zum wiederholten Male Aufnahmen aus und von unserer Schule. (Video: MDR: „Die aktuellen Entwicklungen der Corona-Epidemie in Mitteldeutschland“)

13.3.2020 (Freitag) Am letzten Tag dieser sehr ereignisreichen Woche verkündete das Land, dass ab Montag, dem 16.3.2020, alle Schulen und Kitas in Sachsen-Anhalt geschlossen und dass die Schließungen landesweit (also auch Halle und das CWG betreffend) bis zum 13.4.2020 ausgeweitet würden.

Die Schulleitung gab über den Vertretungsplan bekannt, dass auf Anweisung des Bildungsministeriums ab Montag, dem 16.3.2020, Arbeitsaufträge und Unterrichtsmaterialien für die Schülerinnen und Schüler des CWG zugänglich seien.

Inwieweit die Abiturprüfungen von den Schulschließungen gefährdet waren, war noch unklar.

Am fünften Tag der Woche war das CWG auch zum fünften Mal beim MDR-Fernsehen zu sehen und Herr Slowig wurde kurz interviewt. (Video: MDR: „Der erste Tag ohne Schulpflicht in Halle“)

In einem Online-Artikel von MDR Sachsen-Anhalt („Was die Schulschließungen für Sachsen-Anhalt bedeuten“;  https://www.mdr.de/sachsen-anhalt/was-die-schulschliesungen-fuer-sachsen-anhalt-bedeuten-100.html; 17.3.2020; 19:05 Uhr) wurden außerdem einige Aussagen unseres Schulleiters veröffentlicht.

15.3.2020 (Sonntag) Über den Vertretungsplan wurden die Schülerinnen und Schüler der 11. Klassen informiert, wie die Abgabe der Facharbeiten in dieser Ausnahmesituation bewerkstelligt werde, da der Abgabetermin (20.3.2020) genau in den Zeitraum der Schulschließung fällt.

16.3.2020 (Montag) Die Schülerinnen und Schüler des CWG warteten gespannt, wie genau und wann die Arbeitsaufträge online vermittelt werden würden. Für die Lehrer bedeutete dies einen riesigen Kraftakt, da der gesamte Unterricht digitalisiert werden musste.

17.3.2020 (Dienstag) Die Schülerinnen und Schüler des CWG wurden über den Vertretungsplan darüber informiert, dass die Arbeitsaufträge für die nächsten Wochen über die Website https://www.bildung-lsa.de/emuei abrufbar seien. Die Zugangsdaten wurden im Vertretungsplan veröffentlicht. Für jede Klasse (in der Sekundarstufe 2 für den gesamten Jahrgang) wurde eine eigene Cloud eingerichtet, in der die Schüler ihre Aufträge einsehen können. Neben den PDF-Dateien mit den Aufgaben und Unterrichtsmaterialien erstellten bereits einige Lehrer Lernvideos und luden diese hoch, darüber hinaus nach einiger Zeit auch Lösungen zu den erteilten Aufträgen.

IMG_3036

24.3.2020 (Dienstag) Die Schulschließungen wurden für das Land Sachsen-Anhalt bis zum 19.4.2020 verlängert. Über den Vertretungsplan wurden die Schülerinnen und Schüler des CWG über weitere bedeutsame Entscheidungen informiert: „Die Schulleitung hat heute folgende Festlegungen zu den Klausuren in den Jahrgangsstufen 5–11 getroffen: 1. Klausuren, die bereits geschrieben wurden, werden auch als solche gewertet. Schülerinnen und Schüler, die gefehlt haben, müssen diese Klausur nachschreiben. 2. Alle anderen Klausuren in diesem Schuljahr, deren Termine nach dem 12.03.2020, in Klasse 10 nach dem 9.03.2020 liegen, werden ersatzlos gestrichen. 3. Die zentrale Klassenarbeit Deutsch Klasse 6 am 12.06.2020 wird nach heutigem Stand jedoch stattfinden.“

Für unsere 12. Klassen gab es noch keine konkreten Entscheidungen: „Es ist davon auszugehen, dass unabhängig vom sonstigen Schulbetrieb die Abiturprüfungen termingemäß ab 27.04.2020 durchgeführt werden.“

Außerdem gab es noch die Information, wie die Schüler der jetzigen 10. Klassen die Belegungspläne für die Qualifikationsphase bzw. wie die Schüler der jetzigen 8. Klassen ihre Belegungspläne für den Wahlpflichtbereich in Klassenstufe 9 auf verschiedenen Wegen an die Schulleitung übermitteln können. Trotz der aktuellen Situation musste die Planung für das nächste Schuljahr weitergehen.

26.3.2020 (Donnerstag) Das Fernsehformat „Terra Xpress“ vom ZDF berichtete im Beitrag „Corona – Wie ist die Lage und worauf setzt die Wissenschaft“ neben den verschiedensten Problemen rund um die Corona-Krise auch einige Minuten über die Lehrer-Quarantäne-WG von Frau N. Neigenfind, Herrn M. Pötschke, Herrn A. John und Tillmann Blechschmidt. Die Vier schilderten ihre aktuelle Situation sowie die Ursachen für ihre Quarantäne, und das ZDF zeigte ein wenig ihren WG-Lebensalltag, z.B. Frühstück, Tischtennisspielen und Arbeitsaufträge für die Schüler erstellen. Neben dem MDR war nun auch das ZDF auf diese eher ungewöhnliche WG gestoßen.

Ab dem 26.3. hatten die Schülerinnen und Schüler des CWG die Möglichkeit, ihre Bestellung für die Schülerplaner (schuleigene Hausaufgabenhefte) für das nächste Schuljahr digital aufzugeben. Der Schülerrat hatte die entsprechende Bestellmöglichkeit eingerichtet. Gleiches galt auch für die Lehrerinnen und Lehrer des CWG bzw. die Bestellung der schuleigenen Lehrerkalender.

1.4.2020 (Mittwoch) Nachdem die achten und zehnten Klassen ihre Belegungspläne für den Wahlpflichtbereich bzw. die Oberstufe bereits abgeben sollten, fehlten nun noch die 9. Klassen unserer Schule. Allerdings ist die „Verordnung über die gymnasiale Oberstufe“ etwas kompliziert und das scheinbar einfache Ausfüllen eines Belegungsplanes kann viele Tücken mit sich bringen. Normalerweise gibt es daher für jede Klasse eine Einweisungsveranstaltung in die gymnasiale Oberstufe, doch diese konnte folglich nicht stattfinden. Unsere Oberstufenkoordinatorin Frau S. Vater ließ sich dennoch etwas einfallen, um den Schülern die wichtigsten Informationen aus der Oberstufenverordnung (die Einführungsphase betreffend) und einige Tipps und Tricks für das Ausfüllen des Belegungsplanes zukommen lassen zu können: Ebenfalls über die Website https://www.bildung-lsa.de/emuei abrufbar, erhielten die Schüler und Eltern der neunten Klassen Zugriff auf ein Video mit einer digitalen Einweisung in die Oberstufe. In diesem Video erläutert Frau Vater alles Wichtige und die Schülerinnen und Schüler kamen trotz der Schulschließung an die relevanten Informationen für die Kursbelegungen und das nächste Schuljahr.

2.4.2020 (Donnerstag) Die MZ schrieb in ihrem Artikel „Mindestabstand von 1,5 Meter: Warum Abiturienten heute wieder in die Schulen müssen“ Folgendes: „Das Christian-Wolff-Gymnasium ist die Ausnahme unter Halles Gymnasien. Dort wird es vor den anstehenden Abiturprüfungen keine Klausuren mehr geben. „Wir hatten vorher alles in Sack und Tüten“, sagt Schulleiter Andreas Slowig. An nahezu allen anderen halleschen Gymnasien müssen Schüler noch schriftliche Prüfungen schreiben, um das 4. Kurshalbjahr des diesjährigen Abiturjahrgangs abzuschließen.“ (von https://www.mz-web.de/halle-saale/mindestabstand-von-1-5-meter-warum-abiturienten-heute-wieder-in-die-schulen-muessen-36503458 (9.4.2020; 17:36 Uhr))

Unsere Zwölftklässler mussten demnach kein Vorabitur unter besonderen Vorsichtsmaßnahmen schreiben, die Frage, ob oder wann die Abiturprüfungen stattfinden, stand allerdings weiterhin im Raum.

6.4.2020 (Montag) Die Schülerinnen und Schüler unserer zwölften Klassen wurden über den Vertretungsplan zur weiteren Planung und zu den veränderten Terminen bzw. über das weitere Vorgehen bezüglich der Abiturprüfungen in Kenntnis gesetzt. Zuvor gab es bereits einen Brief vom Bildungsminister Herrn Marco Tullner, gerichtet an alle Schüler, aber insbesondere an die Schüler der 12. Klassen in Sachsen-Anhalt. Und auch in den Medien wurde viel über das Verschieben oder Anpassen der Prüfungen berichtet und debattiert.

Vom 6.4. (Mo) bis zum 13.4.2020 (Mo) waren in Sachsen-Anhalt offiziell Osterferien.

9.4.2020 (Donnerstag) Kurz vor Ostern wurden die Schülerinnen und Schüler des CWG darüber informiert, dass für einige Klassen ab dem 14.4.2020 ein neuer Stundenplan gilt, da das CWG drei neue Referendare zugewiesen bekommen hatte. Größeren Einfluss auf die Erteilung der Aufträge über das Internet wird der neue Stundenplan aber wohl kaum haben.

17.4.2020 (Freitag) Die Schüler des CWG erfuhren über den Vertretungsplan, dass ab dem 23.4. der prüfungsvorbereitende Unterricht für die Klassenstufe 12 unter strengen hygienischen Auflagen beginnt. Für die Prüflinge wurde der Unterricht (bis zum Beginn der Abiturprüfungen am 4.5.) für die prüfungsrelevanten Fächer wiederaufgenommen und es wurden Konsultationen angeboten. Um den Schutz der Gesundheit aller zu gewährleisten, galt es, strenge hygienische Maßnahmen einzuhalten: Beispielsweise muss in jeder Situation ein Abstand von mindestens 1,5 Metern beachtet werden und es dürfen sich nur ungefähr 10 Schülerinnen und Schüler in einem Raum aufhalten. Um diese Maßnahmen umsetzen zu können, wurden die Kurse geteilt und ein komplett neuer Stundenplan erstellt. Außerdem wurde jedem Unterrichtraum ein Treppenhaus zugewiesen, welches zu nutzen ist, damit keine Staus in den Fluren und Treppenhäusern entstehen.

23.4.2020 (Donnerstag) Erster Schultag der Schülerinnen und Schüler der 12. Klassen nach den Schulschließungen und Beginn des prüfungsvorbereitenden Unterrichtes.

IMG-20200611-WA0001
Die Schülerinnen und Schüler der 12. Klassen an ihrem ersten Schultag nach den Schulschließungen.

27.4. (Mo) bis 30.4.2020 (Do) In dieser Woche bekamen die Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 5 bis 11 keine neuen Aufträge über die emu-Clouds (Einsatz digitaler Medien im Unterricht“) übermittelt, um bereits gegebene Aufträge abzuarbeiten, Gelerntes zu festigen, also insgesamt alles nach- und aufarbeiten zu können.

28.4.2020 (Dienstag) Den Schülern der Klassenstufe 9 musste die Schulleitung leider bekannt geben, dass das individuelle, zweiwöchige Betriebspraktikum, welches immer in Klasse 9 stattfindet und in diesem Jahr vom 22.6. bis 3.7. sein sollte, entfällt. Einige Zeit zuvor erfuhren auch einige Schülerinnen und Schüler aus den Klassenstufen 10 und 11, die zu einer Geografie- und Lateinexkursion im Juni nach Süditalien fahren wollten, dass auch diese Studienfahrt nun offiziell ausfällt und die Rückbuchungen der Anzahlungen erfolgt. Laut Erlass sind Studien- und Klassenfahrten bis einschließlich 31.5.2020 untersagt, doch diesen Termin wird das Ministerium wohl bald verlängert haben. Einen anderen Erlass über das weitere Vorgehen mit den Schulschließungen bzw. -öffnungen verkündete das Bildungsministerium am 28.4., und die CWG-Schüler erfuhren am 29.4. über den Vertretungsplan die für sie wichtigen Konsequenzen des Erlasses.

29.4.2020 (Mittwoch) An diesem Mittwoch wurde die weitere Vorgehensweise für die nähere Zukunft bekannt. Allgemein lässt sich Folgendes sagen: Im weiteren Schuljahr soll generell ein Wechsel von Fern- und Präsenzunterricht in allen Klassenstufen erfolgen, wobei bis zu den Pfingstferien (18.5. bis 1.6.2020) jeder Schüler mindestens einen Tag in der Schule unterrichtet werden soll und bei den 10. sowie 11. Klassen besondere Schwerpunkte liegen. Doch im Detail:

Die 11. Klassen gehen ab dem 4.5., die 10. Klassen ab dem 6.5. wieder zur Schule, allerdings sind die Klassen in A- und B-Gruppen aufgeteilt, sodass stets nur die Hälfte der Schüler zum Unterricht in der Schule ist. Besonders beachtet werden musste dabei, dass auch die Maximalanzahl in den unzähligen Kursen nicht überstiegen wird. Es erfolgt also auch hier ein Wechsel von Fern- und Präsenzunterricht, wobei die Schüler der B-Woche am 11.5. erstmalig wieder in der Schule sind.

Für die Klassenstufe 11 wurde ein komplett neuer Stundenplan entwickelt, da Kurse geteilt und außerdem fünfstündige Kurse auf vierstündige gekürzt sowie zweistündige auf dreistündige Kurse erweitert wurden, damit in allen Fächern gleichermaßen auf die im nächsten Jahr anstehenden Prüfungen hingearbeitet werden kann. Für die Klassenstufe 10 gilt der normale Stundenplan, doch auch hier sind die Klassen geteilt. Laut einem Schreiben des Bildungsministeriums wird Schulsport im Allgemeinen vorerst nicht stattfinden, da Sportstätten generell noch geschlossen sind.

Wie und ob die Bewertung bzw. die Bildung von Zeugnisnoten erfolgt, gilt abzuwarten, da allerdings die Zeugnisse in Klassenstufe 10 und 11 Abschluss- bzw. prüfungsrelevante Zeugnisse sind, darf auf den Zeugnissen dieser Schüler kein „nicht bewertet“ stehen. Aus diesem Grund werden diese Klassen auch als erste in die Schule geholt. Das Bilden von Zeugnisnoten ist für Klasse 10 leichter, da diese Schüler noch die Noten aus dem ersten Halbjahr haben, für Klasse 11 ist es schwieriger, da das Kurshalbjahr im Februar neu begonnen hat.

Wie bereits erwähnt, werden die Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 6 bis 9 bis zu den Pfingstferien einen Tag die Schule besucht haben, Klasse 5 zwei Tage. Mehr Möglichkeiten stehen nicht zur Verfügung, zum einen durch die einzuhaltenden Hygieneregeln, zum anderen durch den generellen Raummangel an unserer Schule und die im Zeitraum vom 4.5. bis 15.5. stattfindenden schriftlichen Abiturprüfungen. Für die Prüfungen werden immer viele Räume benötigt, aber in diesem Jahr natürlich besonders viele und auch viel mehr Lehrer als Aufsichtspersonen.

Für alle Klassenstufen galt, dass nur Schülerinnen und Schüler das Schulgebäude betreten durften, die u.a. keine Symptome aufweisen, keinen Kontakt zu einem Covid-19-Infizierten hatten und in den letzten 14 Tagen nicht in Risikogebieten waren. Es gibt noch weitere Vorgaben, und auch schriftliche Bestätigungen der Eltern sind nötig, doch darüber werden die betreffenden Schüler stets über den Vertretungsplan und die Klassen-emu-Clouds informiert.

CWG - Clemens Kral (8)

4.5.2020 (Montag) Der Hauptprüfungsdurchgang der Abiturprüfungen begann – in diesem Jahr gibt es noch einen Zweit- bzw. Nachprüfungstermin – und die Schüler der A-Woche der 11. Klassen hatten ihren ersten Schultag.

6.5.2020 (Mittwoch) Die Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen der A-Woche hatten ihren ersten Schultag.

7.5.2020 (Donnerstag) Die Klassenstufe 9 ging für einen Tag zur Schule.

11.5.2020 (Montag) Die Schüler der B-Woche der 10. und 11. Klassen hatten ihren ersten Schultag, und die Schüler der 5. Klassen hatten ihren ersten der beiden Unterrichtstage.

12.5.2020 (Dienstag) Die Klassenstufe 8 ging für einen Tag zur Schule.

13.5.2020 (Mittwoch) Die Klassenstufe 7 ging für einen Tag zum Präsenzunterricht.

14.5.2020 (Donnerstag) Die Schüler der 6. Klassen gingen für einen Tag zur Schule.

15.5.2020 (Freitag) Die Schüler der 5. Klassen hatten den zweiten ihrer beiden Unterrichtsstage.

18.5 (Mo) bis 1.6.2020 (Mo) Pfingstferien in Sachsen-Anhalt. Im Vorfeld der diesjährigen Pfingstferien gab es sehr viele Diskussionen darüber, ob es denn nicht sinnvoller wäre, nach dem enormen (Präsenz-)Unterrichtsausfall die Ferien zu streichen und stattdessen in den beiden Wochen weiter zu lehren und zu lernen. Das Bildungsministerium setzte auf Freiwilligkeit: Alle Schulen in Sachsen-Anhalt wurden verpflichtet, in den Ferien freiwillige Lernangebote anzubieten. Die Eltern konnten ihre Kinder im Vorfeld für diese schulischen Lernangebote anmelden. Es handelte sich dabei nicht um Förderunterricht, sondern die Angebote sollten zum Abbau von Lerndefiziten und zum Aufarbeiten der Aufgaben aus der Homeschooling-Zeit dienen.

Auch am CWG nutzten einige Schülerinnen und Schüler diese Möglichkeit, wobei allerdings die Lernangebote auf einige Tage beschränkt wurden, da die meisten Lehrer mit der Korrektur der Abiturarbeiten zeitlich sehr eingespannt waren. Zu Beginn der Ferien herrschte sowohl bei den Lehrern als auch bei den Schülern des CWG zweifelsohne Ungewissheit darüber, wie der Schulalltag nach den Ferien aussehen würde. Alle wussten, es wird weiterhin einen Wechsel von Fern- und Präsenzunterricht geben (müssen), allerdings nicht nur für die Klassenstufen 10 und 11, sondern für alle Schülerinnen und Schüler.

Gegen Ende der Pfingstferien wurde in einem Schreiben über den Vertretungsplan bekanntgegeben, dass ab dem 2.6.2020 alle Schüler wieder regelmäßig zum Präsenzunterricht kommen müssten und dass alle Klassen in A- und B-Gruppen eingeteilt würden. Da allerdings die A-Schüler der 10. Klassen vor den Ferien erst an einem Mittwoch mit dem Unterricht in der Schule begonnen hatten und nun durch den Pfingstmontag wieder ein Montag wegfiel, begann nach den Pfingstferien zuerst die B-Woche. Dieser Wechsel sorgte häufig für Verwirrung, da nun einige Schüler zwei Präsenzwochen (getrennt durch die Ferien) hintereinander hatten und andere Schüler aus Klasse 10 und 11 insgesamt für vier Wochen zuhause waren. Nichtsdestotrotz stellten die neuen Regelungen einen weiteren großen Schritt in Richtung eines normalen Schulalltages dar.

Nachdem vor den Ferien Sportunterricht nicht möglich war, durfte nun auch wieder die Sporthalle genutzt und Sportunterricht durchgeführt werden. In Klassenstufe 11 wurde außerdem wieder die „normale“ Stundenanzahl im Stundenplan realisiert (siehe oben, 29.4.2020). Dadurch werden Leistungskurse wieder fünfstündig und Grundkurse wieder dreistündig unterrichtet.

Während der Ferien übermittelte man den Schülern der 11. Klassen über den Vertretungsplan die Zugangsdaten zu einer emu-Cloud mit dem Titel „Abitur 2021“. Wie für die Schüler der 9. Klassen hatte unsere Oberstufenkoordinatorin Frau S. Vater auch für die 11. Klassen eine digitale Einweisung in Form eines Videos hochgeladen. Es handelt sich hierbei um die Einweisung in den sogenannten Block 1 der Oberstufenverordnung und in die Wahl der Abiturprüfungsfächer.

CWG - Clemens Kral (13)

2.6.2020 (Dienstag) Nach den Ferien und dem Pfingstmontag begann nun am 2.6. der Unterricht für alle Schülerinnen und Schüler der B-Gruppen der Klassenstufen 5 bis 11. Für die A-Schüler wurden weiterhin Aufgaben bzw. Materialien für den Fernunterricht über die emu-Clouds bereitgestellt. Außerdem gab es ab dem 2. Juni erneut einige Änderungen in den Stundenplänen. An diesem Dienstag hätte eigentlich auch die zweite Gesamtkonferenz des Schuljahres stattgefunden, doch diese wurde auf den 8.7.2020 verlegt.

3.6.2020 (Mittwoch) Für den 3.6. war das diesjährige Sportfest des CWG geplant, doch der Präsenzunterricht und das Aufarbeiten der Lerninhalte hatten eindeutig Vorrang. Ebenfalls wichtig waren die ab dem 3. bis zum 16.6. vorgesehenen Zweit- bzw. Nachprüfungstermine der diesjährigen Abiturprüfungen.

4.6.2020 (Donnerstag) An diesem Donnerstag mussten noch einige Schülerinnen der 10. und 11. Klassen ihr Wissen unter Beweis stellen und Klausuren nachschreiben, die sie vor der Schulschließung verpasst hatten (siehe oben, 24.3.2020).

8.6.2020 (Montag) Für die Schülerinnen und Schüler der A-Gruppen aller Klassenstufen begann die (zum Teil erste) Woche des Präsenzunterrichtes. Die B-Schüler wurden weiterhin mit Aufgaben versorgt. Ein weiterer Schritt zur Normalität war, dass ab dem 8.6. die Ganztagsangebote (Förderunterricht und Arbeitsgemeinschaften) wieder stattfinden konnten.

In dieser Woche hätte außerdem eine Exkursion für einige Geographie- und Lateinschüler aus Klasse 10 und 11 nach Italien stattgefunden.

15.6.2020 (Montag) Beginn des Präsenzunterrichtes B-Woche.

17.6.2020 (Mittwoch) Beginn der mündlichen Abiturprüfungen des ersten Prüfungszeitraumes (Mai). Nach einiger Zeit war das CWG wieder einmal in den Medien: MDR Sachsen-Anhalt veröffentlichte am 17.6. einen Online-Artikel in Form einer „Minireportage“ – über die aktuelle Situation an den Schulen im Land im Allgemeinen sowie die Lage am Christian-Wolff-Gymnasium im Speziellen. Der MDR interviewte u.a. die Deutsch- und Sozialkundelehrerin Frau L. Sonar und einige Schülerinnen und Schüler unserer Schule. In dem Artikel wurden neben den Bedenken der jetzigen Elftklässler erneut einige Worte unsers Schulleiters Herrn A. Slowig wiedergegeben. Der zum Teil kritische Bericht warf nicht nur gutes Licht auf das CWG und war dabei teilweise sehr subjektiv. Außerdem wurden einige Aspekte so dargestellt, als seien sie explizit nur für das CWG zutreffend, doch gelten sie eigentlich für alle Schulen in Sachsen-Anhalt gleichermaßen. Alles in allem hatte der MDR versucht, die Situation in den Schulen anschaulich darzustellen. Beitrag: „Ein Jahr vor dem Abi: `Die Elfer trifft Corona am härtesten`“ (https://www.mdr.de/sachsen-anhalt/halle/halle/wolff-gymnasium-halle-elfte-klasse-trifft-es-am-schlimmsten-100.html (6.7.2020; 16:59 Uhr))

19.6.2020 (Donnerstag) Ausbildung der zukünftigen Schülerpaten (Klasse 9) für die neuen fünften Klassen im nächsten Schuljahr. Die Ausbildung der Schülerpaten gestaltete sich mit den Abstandsregeln etwas schwierig, da gewöhnlich viele Teamspiele mit den Teilnehmern ausprobiert werden, damit diese dann in den neuen fünften Klassen als Kennlernspiele genutzt werden können.

22.6.2020 (Montag) Beginn des Präsenzunterrichtes A-Woche. Vom 22.6. bis zum 3.7. hätte das individuelle Betriebspraktikum der Schüler der 9. Klassen stattgefunden, was coronabedingt ausfiel.

29.6.2020 (Montag) Beginn des Präsenzunterrichtes B-Woche.

4.7.2020 (Samstag) Der ursprünglich für den 7.3.2020 (siehe oben) geplante (freiwillige) Erste-Hilfe-Kurs für die 10. Klassen konnte unter Einhaltung der Hygieneregeln nachgeholt werden.

6.7.2020 (Montag) Beginn des Präsenzunterrichtes A-Woche. In der Woche vom 6. bis zum 10.7. hätte das diesjährige Kanulager stattgefunden, was ebenfalls abgesagt werden musste.

Schülerzeitung AG 2017

7.7.2020 (Dienstag) Beginn der mündlichen Abiturprüfungen des Zweit- bzw. Nachprüfungstermines (Juni). An diesem Dienstag fanden auch alle Klassenkonferenzen der Klassenstufen 5 bis 10 statt. Für die Schülerinnen und Schüler bedeutete dies, dass nun keine Tests und Noten mehr folgten.

8.7.2020 (Mittwoch) Zweite Gesamtkonferenz des Schuljahres.

11.7.2020 (Samstag) Der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) berichtete zum wiederholten Mal über das CWG in einem Online-Artikel: „Wolff-Gymnasium in Halle: `Alle sehnen sich nach Ferien – und Normalität`“. (https://www.mdr.de/sachsen-anhalt/halle/halle/wolff-gymnasium-halle-alle-sehnen-sich-nach-normalitaet100.html (16.7.2020; 9:59 Uhr)) Es wurden erneut unser Schulleiter Herr A. Slowig und Deutsch- und Sozialkundelehrerin Frau L. Sonar interviewt.

13.7.2020 (Montag) Die Schülerinnen und Schüler der B-Woche hatten ihren letzten regulären Unterrichtstag in diesem Schuljahr.

14.7.2020 (Dienstag) Alle Schüler der A-Gruppen hatten ihren letzten regulären Unterrichtstag in diesem Schuljahr. Außerdem wurde am 14.7. der Schülerrat des CWG neben fünf weiteren halleschen Schülerräten im Stadthaus für seine besonders engagierte Arbeit und seine Projekte ausgezeichnet. Die Urkunde, die mit einem Preisgeld von 500€ verbunden ist, überreichte die Beigeordnete für Bildung und Soziales der Stadt Halle (Saale) Frau K. Brederlow.

15.7.2020 (Mittwoch) Letzter Schultag und Zeugnisausgabe! Die Schüler der B-Gruppen bekamen ihre Zeugnisse in der dritten Stunde, die der A-Gruppen in der 4. Stunde. Nachdem zuerst für die Abiturienten alles gestrichen war – letzter Unterrichtstag mit Programm, Mottowoche und Abiball – durfte nun doch eine feierliche Zeugnisausgabe in der Händelhalle stattfinden. Da aufgrund der Hygieneregeln nur eine begrenzte Personenzahl für diese Veranstaltung zugelassen war, wurde die Zeugnisausgabe für alle Großeltern, Geschwister und Freunde per Livestream übertragen.

16.7.2020 (Donnerstag) Beginn der Sommerferien.

20.7. (Mo) bis 31.7.2020 (Fr) Angebot „Sommerschule Biologie“ (ausführliche Informationen auf der Schulwebsite und weiter unten im Artikel)

Hier noch einige Informationen, die sich nur schwer in die Chronik einbinden lassen:

  • Zu Beginn des Präsenzunterrichtes wurden die Tische in allen Unterrichtsräumen einheitlich umgeräumt und Punkte als Markierungen auf die Tische geklebt, damit die Abstandsregeln eingehalten werden können. Nach einigen Wochen wurde diese Vorgabe der Politik aufgehoben und in den Unterrichtsräumen wurde wieder die alte Tischanordnung hergestellt. Um dennoch ein wenig Abstand zu wahren, musste jeder Schüler einzeln an einem Tisch sitzen.
  • Mit Beginn der schrittweisen Schulöffnung waren im gesamten Schulhaus viele Hinweisschilder angebracht worden, die den Schülern immer wieder in Erinnerung rufen sollten, an die Abstands- und Hygieneregeln zu denken. Für einen kurzen Online-Artikel über die Kita- und Schulsituation in Sachsen-Anhalt nutzte sogar die Süddeutsche Zeitung als Beispielbild ein Foto von den Hinweisschildern im CWG. Artikel: https://www.sueddeutsche.de/bildung/bildung-schulen-und-kitas-oeffnen-wieder-fuer-alle-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-200601-99-265986 (6.7.2020; 17:24 Uhr)
  • Im Zuge der Verbesserung der Hygienevorrichtungen an Schulen wurden am CWG alle Unterrichtsräume mit Flüssigseife und alle Toilettenvorräume mit Papierhandtüchern (neue Halterungen) ausgestattet.
  • Während der gesamten Zeit des Wechsels von Fern- und Präsenzunterricht mussten alle Schülerinnen und Schüler zuerst jeden Tag und später zu Beginn jeder Woche einen Gesundheitsfragebogen ausgefüllt und unterschrieben mitbringen. Auf diesen Fragebögen standen die inzwischen gewöhnlichen Fragen nach Symptomen, dem Aufenthalt in Risikogebieten usw. Als die Schüler der A-Woche das allererste Mal zum Unterricht in die Schule gingen (siehe oben, 6.5.2020), mussten sie sogar zuhause Fieber messen und die Messwerte ebenfalls auf dem dafür vorgesehenen Zettel eintragen. Diese Regelung wurde nach einigen Tagen von der Politik gekippt.
  • Aufgrund der Einteilung der Klassen in A- und B-Wochen mussten neben der Unterrichtsgestaltung auch sämtliche organisatorische Angelegenheiten doppelt geplant und durchgeführt werden, so z.B. die Rückgabe der Lehrbücher kurz vor Ende des Schuljahres. Auch die Elternabende für die zukünftigen Klassen wurden jeweils mit einer geringeren Personenanzahl durchgeführt.
  • Anfang 2020 wurden auf dem Südhof des CWG Unterrichtscontainer aufgestellt, um dem Raummangel entgegenzuwirken. Doch diese vier zusätzlichen Unterrichtsräume konnten während der gesamten Fern- und Präsenzunterrichtszeit nicht genutzt werden, da u.a. in den Containern kein fließendes Wasser anliegt. Die Container standen aufgrund dieser Hygienevorschriften leer.

WhatsApp Image 2020-01-15 at 16.30.15

  • Im gesamten restlichen Schuljahr waren Tagesausflüge, Exkursionen, Besuche in der Botanik- oder Ökoschule sowie folglich auch mehrtägige Ausflüge untersagt.
  • Anfang Juni wurden alle Schülerinnen und Schüler über den Vertretungsplan und die emu-Clouds informiert, dass vom 20. bis zum 31.7.2020 die sogenannte „Sommerschule Biologie“ stattfinden solle. Dabei handelt es sich um viele verschiedene Angebote, die von Herrn S. Körnig (Lehrer am CWG) und einer Gruppe von Lehramtsstudierenden des Fachbereiches der Biologiedidaktik der Martin-Luther-Universität organisiert werden. Als Unterstützer dieser Aktion seien das Fraunhofer Institut (IMWS), der Verein science2public, die Ökologieschule Franzigmark sowie die BWG Halle-Merseburg e.G. genannt. Für die ein- und mehrtägigen Angebote konnten sich alle Schüler des CWG freiwillig anmelden. Die Aktionen tragen u.a. folgende Namen: „Aquaponic – was ist das denn?“, „Wie sauber ist unsere Saale wirklich?“, „Biodiversität – Die große Artenvielfalt jetzt entdecken!“ oder „Geocaching – Was, noch nie davon gehört???“. Da in vielen Fächern, wie z.B. in Biologie, viele Unterrichtsinhalte und vor allem praktische Arbeiten wie Exkursionen und Schülerexperimente in diesem Schuljahr wegfallen mussten, sollen sich die erlebnisorientierten als auch die lehrplanorientierten Anteile die Waage halten.

[veröffentlicht am 17.3.2020, zuletzt aktualisiert am 16.7.2020]

 

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s