„Das Campusgebäude ist mit 12,5 Millionen …“

Die Online-Schülerzeitung befragt jedes Jahr im Januar unseren Schulleiter Herrn Slowig zu den unterschiedlichsten Dingen aus dem Schulalltag, zu Veränderungen am CWG und zu geplanten Vorhaben der Schulleitung. Erfahrt hier, im zweiten Teil des diesjährigen Interviews, unter anderem interessante Neuigkeiten über das seit langem geplante Mehrzweckgebäude für den Campus Kastanienallee.

  • von Theodor Wolf/10d
  • Foto: Theodor Wolf/10d

Teil 2 von 3 des sechsten Januarinterviews:

  1. Eine Frage, die bereits zur Tradition geworden ist: Gibt es Neuigkeiten zu unserem ersehnten Mehrzweckgebäude für den Campus Kastanienallee? (Die zuletzt favorisierte Variante war ja ein Teilabriss und Umbau des Studentenwohnheimes und kein kompletter Neubau. Sowohl der Stadtrat als auch die Stadtverwaltung hatten sich zu einem Mehrzweckgebäude bekannt und der mögliche Fertigstellungstermin wurde in das Jahr 2022 verschoben.)

Ja, es gibt Neuigkeiten: Im Haushalt der Stadt Halle ist dieses Campusgebäude das erste Mal ganz konkret mit 12,5 Millionen eingepreist. Die Vorzugsvariante der Stadt ist es nach wie vor, aus diesem genannten Objekt etwas zu tun. Noch gibt es irgendwelche Eigentumsschwierigkeiten, aber diese 12,5 Millionen stehen im Haushalt fest drin, und wenn dieser beschlossen wird, sind wir dabei. Das heißt nicht, dass es nicht verschoben werden könnte, wenn der Haushalt unter Druck gerät, aber soweit wie jetzt waren wir noch nie. Es gibt auch schon eine Geldaufteilung, z.B. im Jahr 2020 sind nur knapp 80 Tausend veranschlagt, das werden Vorplanungsleistungen usw. sein. Im nächsten Jahr ist dann der Abriss eingepreist und im Jahr 2022 liegt dann die Hauptbaulast. Und wenn das dann alles so kommt, können wir 2023 eröffnen. Allerdings bin ich ja diesbezüglich sehr vorsichtig geworden. Es gibt jedoch auch noch viele Akteure aus dem ehemaligen Zukunftsstadtprojekt, die an der Sache drangeblieben sind und auf die Stadt einen gewissen Druck ausüben, hier im statistisch gesehen ärmsten Stadtteil Deutschlands etwas zu tun.

  1. Das CWG kann 2021 sein 30-jähriges Jubiläum feiern. Gibt es jetzt schon Ideen und Vorstellungen für dieses Jubiläum, auch wenn es erst im nächsten Kalenderjahr stattfinden wird?

Ich habe ja bisher in meiner „Amtszeit“ bereits zwei Jubiläen miterleben dürfen, 20 und 25 Jahre, und natürlich wird es auch zum 30. Jubiläum wieder etwas geben. Allerdings hatten wir uns eigentlich mal vorgenommen, die Sache etwas kleiner aufzuziehen. Nicht unbedingt wieder eine Großveranstaltung im Kulturtreff mit Minister usw.

Wir sind noch in der Ideenphase, eigentlich wollen wir mal was für uns machen. Die große Hoffnung war natürlich, dass wir zum 30. das Mehrzweckgebäude eröffnen dürfen, aber wenn wir so etwas wie den ersten Spatenstich inszenieren können, dann ist das schon sehr gut. Wir müssen überlegen, wie wir mit unseren Partnern und Gästen umgehen und dass wir für die auch etwas machen, aber ich stelle mir vor allem etwas vor, wo wir als Schulgemeinschaft zusammen feiern, für uns und ohne große Prominenz. Dass wir es 30 Jahre geschafft haben, ist etwas Schönes, aber wir müssen nicht den ganz großen Dreher los machen. Ich bin für Ideen jeglicher Art, z.B. aus der Schülerschaft, sehr dankbar, wie man so etwas alternativ gestalten kann. Ich könnte mir vorstellen, dass man einige schulische Höhepunkte etwas ausbaut für dieses Jubiläum. Beispielsweise die jährliche Theateraufführung des CWG in einem größeren Rahmen aufzuführen, in einem besseren Saal und dann dafür vielleicht den Oberbürgermeister und Gäste einladen. Oder ein Schulkonzert eine Nummer größer aufziehen, aber auf alle Fälle wieder ein Schulfest.

Zum 25. Jubiläum haben wir es richtig groß aufgezogen, zum 20. hatten wir sogar eine ganze Festwoche, aber es ist ja auch immer ein ganz schöner Kraftakt. Die Vorbereitung hat mindestens ein halbes Jahr Vorlauf. Wir werden im laufenden Kalenderjahr alle Gremien befragen, und die Feierlichkeiten würden auch erst zu Beginn des Schuljahres 2021/2022 stattfinden, im August oder September. Die ersten konkreteren Planungen würde ich gegen Ende dieses Schuljahres beginnen, mit einer kleinen Gruppe darüber nachdenken. Auch müsste z.B. im Vorfeld unsere Chronik überarbeitet und attraktiver gemacht werden.

Bei der letzten Festveranstaltung im Kulturtreff gab es leider sehr viele Schwierigkeiten und Ungereimtheiten. Diesen Saal werden wir nicht wieder nutzen wollen, da gab es zu viel Ärger. Allerdings wollen wir uns ja doch zu unserem Standort bekennen und nicht sonst wie weit weg feiern, aber so viele große Räume gibt es in Neustadt nicht.

Was ich mir außerdem gut vorstellen kann, ist eine tiefgründigere Zusammenarbeit mit der Christian-Wolff-Gesellschaft. Ich treffe mich auch diese Woche noch mit zwei führenden Köpfen der Gesellschaft, Hans-Joachim Kertscher und Erwin Bartsch, und es soll in Zukunft, wahrscheinlich in Halles Innenstadt, ein Christian-Wolff-Denkmal geben. Da könnten wir uns beteiligen, das würde sehr gut zu unserem Jubiläum passen.

Wir bedanken uns bei Herrn Slowig für das ausführliche Interview! Teil 3 von 3 wird demnächst veröffentlicht.

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