So viel Unterhaltsamkeit in der Weihnachtszeit

Gesang, dynamische Sportübungen, persönliche Geschichten und Vorfreude auf das große Fest: Der diesjährige Poetry-Slam-Abend im Advent hatte einiges zu bieten. Insgesamt zehn Poeten der sehr erfolgreichen Arbeitsgemeinschaft am CWG erzählten von den Problemen des Alltags, aus ihrer Kindheit sowie über kuriose Weihnachtserlebnisse und leisteten sich im „Wettstreit um die meisten Punkte ein Kopf-an-Kopf-Rennen.

  • von Clemens T. Kral
  • Fotos: Clemens T. Kral

Jung, begabt und kreativ: Die DichterInnen unserer Arbeitsgemeinschaft „Poetry-Slam“ bewegen sich weiterhin auf Erfolgskurs. Mit bereits drei Pokalen zeichnete man die sogenannten „cwgpoets“ für ihre Dichtkunst aus. Nachdem das CWG zur „Besten Slam-Schule 2018“ in Halle (Saale) gekürt wurde, ernannte man Til Gerloff (Klasse 11d) in diesem Jahr zum hiesigen Stadtmeister, der daraufhin in der U20-Landesmeisterschaft von Sachsen-Anhalt 2019 sogar den 3. Platz belegte. Sehr bemerkenswert, ist die AG doch erst etwa anderthalb Jahre jung. Seit einem Poetry-Slam-Projekt zur Projektwoche 2018 wirkt bei dem derzeit neunköpfigen Team unterstützend der HALternativ e.V. mit, der regionale Künstler fördert und ebenfalls Poetry-Slams veranstaltet.

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Und so lud die eifrige Poeten-Gruppe am Freitag, dem 13.12.2019, zur zweiten „Weihnachtlichen Lesebühne“ ein. In besinnlicher Atmosphäre (sogar ein kleiner Tannenbaum schmückte die Bühne) lauschten zahlreiche SchülerInnen, Eltern und LehrerInnen in unserer Aula den unterschiedlichsten Erzählungen.

Sehr hohe Punktzahlen für anregende Texte

Mit einem Klavierstück und der Begrüßung des gespannten Publikums durch Moderator Til Gerloff wurde das gut zweistündige Programm eröffnet. Gleich darauf folgte bereits ein Höhepunkt des weihnachtlichen Abends, denn Frau Dietz, unsere stellvertretende Schulleiterin, machte als „Opferlamm“ den Anfang. Damit ist sie die erste Lehrerin in unserer bisherigen Poetry-Slam-Geschichte, die sich auf die Bühne traut. Sie sprach über ihre Jugendzeit, in der sie es nicht immer einfach hatte. Das Publikum konnte sich in diesem Probedurchlauf an der Wertung versuchen. Die stattliche Punktzahl wurde zwar am Ende zusammengezählt, doch dieser Auftritt fiel in die Wertung nicht mit hinein. Nach diesem gelungenen Einstieg möchte die Poetry-Slam-AG ab sofort immer ein Lehrer beginnen lassen. Frau Dietz gab das Amt der „Rechenfee“ in diesem Jahr an Mathematik- und Englischlehrerin Frau Wiesener weiter. Sie zählte in der ersten Hälfte des Abends alle vergebenen Punkte für jeden Beitrag zusammen.

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Insgesamt acht schöpferische Poeten traten mit ihren weihnachtlichen, persönlichen und auch gesellschaftskritischen Texten in zwei Runden auf. Egal ob Tagträumerei im Unterricht, gefährlicher Weihnachtseinkauf oder Liebesgedicht an die Heimat: Alle ZuschauerInnen waren sichtlich begeistert, denn die Jury vergab nach jeder Darbietung in den meisten Fällen über 60 von 70 möglichen Punkten, sodass alle DichterInnen im Endstand dicht beieinander lagen.

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Mit dem Ende der ersten Runde konnten sich alle Gäste während einer Pause ein wenig stärken. Die 11. Klassen verkauften Kuchen sowie heiße und kalte Getränke, um ihre Abi-Kasse aufzubessern. Im Anschluss gab der Oberstufenchor schon eine kleine Kostprobe seines weihnachtlichen Gesangs vor unserem Weihnachtskonzert am 19. Dezember. Spätestens jetzt dürfte jeder mit den Liedern „Guten Abend, schön Abend“, „A Holly Jolly Christmas“ und „Joy to the World“ in Weihnachtsstimmung gekommen sein. Auch Halles Stadtmeister Til Gerloff zeigte zwischendurch noch einmal sein erzählerisches Können.

Spannendes Finale

Nach der zweiten Runde wurde es interessant: Aus beiden Durchgängen wurde der jeweils bestbewertete Text im Finale erneut dargeboten, um danach einen Gewinner zu bestimmen. So traten Sarah Basnet (11e) alias „Sporty Sarah“ aus der ersten Runde mit 66 Punkten und Eva Bartzschke (12d) aus Runde Zwei mit 68 Punkten gegeneinander an. Schließlich setzte sich „Sporty Sarah“, gemessen am „Power-Applaus“ der Zuschauer, vor Eva knapp durch. Mit ihren sehr amüsanten Fitness- und Ernährungstipps, besonders geeignet für die Zeit nach Weihnachten, konnte sie das Publikum hervorragend unterhalten. Besonders anzumerken ist, dass sie sowohl in der ersten Runde als auch im Finale unseren sportlichen Schulleiter Herrn Slowig mit eingebunden hat, indem er auf der Bühne Kniebeugen und Liegestütze demonstrieren durfte. Aber auch Evas Text sei gewürdigt, denn sie erzählte eine sehr eindrückliche, zum Nachdenken anregende Weihnachtsgeschichte mit einem Bezug zu Halloween. Einen weiteren besonders gut bewerteter Beitrag führte Anton Shulman auf: Er blickte in einem Gedicht mit Sorge auf seine Heimat, die Ukraine, und erhielt dafür 67 Punkte. Da er jedoch genau wie die um einen Punkt bessere Eva in der zweiten Runde auftrat, zog er leider nicht ins Finale ein.

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Wie bei der vorangegangenen Veranstaltung im Sommer bedankte sich AG-Mitglied Leon Niendorf (11e) zum Schluss bei allen Slammern, die für ihre großartige Leistung viel Beifall vom Publikum erhielten. Ein besonderer Dank ging an die Poetry-Slammerin Katja Hofmann und den HALternativ e.V. für ihre Unterstützung sowie an AG-Leiterin Frau Sonar, die ebenso lobende Worte für unsere DichterInnen fand. Die Gäste zeigten mit ihren Spenden in den Weihnachtsmützen positives Feedback und starteten somit in das 3. Adventswochenende.

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Ein großes Dankeschön auch von uns an die kreativen Slam-Poeten um Frau Sonar, die unser Schulleben wieder einmal weihnachtlich bereicherten. Wir würden uns sehr über die Fortführung weiterer Poetry-Slam-Veranstaltungen freuen.

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