Zwischen Erdbeeren, Single-Leben und persönlichen Fragen: Hohe Dichterkunst zum „Sommer-Slam“

Nach dem bereits sehr gelungenen ersten Poetry-Slam-Abend in der letzten Vorweihnachtszeit bereicherte die noch recht junge, aber sehr begabte Arbeitsgemeinschaft um Frau Sonar zum Ende des Schuljahres diesmal das Schulleben mit einem „Sommer-Slam“  unter freiem Himmel. Welcher kreative Dichter konnte das Publikum mit seinem originellen Beitrag am meisten überzeugen? Dies und vieles mehr erfahrt Ihr hier.

  • von Clemens T. Kral/12b
  • Fotos: Clemens T. Kral/12b

Gut gefüllt waren die Plätze am Donnerstag, dem 27.6.2019, um 18:00 Uhr auf dem Osthof unserer Schule, denn ein paar SchülerInnen sowie zahlreiche Eltern und vor allem LehrerInnen folgten der Einladung der seit diesem Schuljahr bestehenden AG „Poetry-Slam“, geleitet von Frau Sonar, zur ersten sommerlichen Lesebühne dieser Art. Seitdem bereits zur Projektwoche im Januar 2018 ein Poetry-Slam-Projekt durchgeführt wurde, wirkt bei dem derzeit zehnköpfigen Team der sogenannten „cwgpoets“ unterstützend der „HALternativ e.V.“ mit, der regionale Künstler fördert und ebenfalls Poetry-Slams veranstaltet.

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Doch so jung die AG auch noch ist: Sehr erfolgreich waren die jungen Poeten allemal, denn sie konnten bereits den Preis „Beste Slam-Schule 2018“ beim Wortschätze-Finale des „HALternativ e.V.“ abräumen. Des Weiteren konnte in diesem Jahr Til Lennart Gerloff (10e) zum hiesigen Stadtmeister ernannt werden. Dies beweist, dass unsere DichterInnen sehr stolz auf ihre Texte sein können. Glückwunsch für diese großartige Leistung in der kurzen Zeit!

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Aber was ist Poetry-Slam überhaupt? Es handelt sich um einen Wettstreit, bei dem die Dichter ihre literarischen Texte dem Publikum in einer bestimmten Zeit (meist sind es fünf Minuten) vortragen. Der Vortrag wird dabei durch eine bestimmte Performance und Selbstinszenierung gestützt. Das Publikum entscheidet dann über die Qualität der Leistung und kürt am Ende einen Sieger.

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Und so gestaltete sich auch wieder der Ablauf an diesem Abend: Acht Personen aus dem Publikum bildeten die Jury und durften für jede Darbietung jeweils eine Wertung von 1 bis 10 vornehmen. Die Punkte wurden am Ende aufsteigend zusammengezählt, wobei der jeweils niedrigste und höchste Punktwert gestrichen wurden. Je höher der Gesamtpunktwert, desto besser schnitt der Dichter oder die Dichterin ab.

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Enthusiastische Dichter im „Wettstreit“

Mehrere Gesangseinlagen eines Trios, bestehend aus Magdalena Herzfeld (9c) und Marie-Luise Kreyser (9e) am Mikrofon sowie Tina Wilker (9e) an der Gitarre, und der Rhythmusgruppe der Klasse 5b bildeten den Beginn des sommerlichen Abends. Nach der Begrüßung und Einleitung durch die beiden Moderatoren Til Lennart Gerloff (10e) und Joshua Paul Frymark (11e) konnte sich das Publikum in einem Probedurchlauf an der Wertung versuchen. Magdalena Herzfeld (9c) und Til Lennart Gerloff (10e), bezeichnet als „KiKA-Avocado-Kinder“, machten als „Opferlämmer“ den Anfang. Die stattliche Punktzahl wurde zwar am Ende zusammengezählt, doch dieser Auftritt fiel in die Wertung nicht mit hinein. Insgesamt acht weitere Beiträge in zwei Durchgängen wurden auf der Bühne sehr anregend und unterhaltsam dargeboten. Nach der Hälfte aller Auftritte gab es eine 20-minütige Pause. Währenddessen sorgten die 11. Klassen mit leckerem Kuchen und kalten Getränken für das leibliche Wohl, um ihre Abi-Kasse aufzufüllen. Ein weiterer gesanglicher Beitrag des oben genannten Trios leitete den zweiten Teil ein.

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Egal ob Themen wie Beziehungen, „Erdbeerwochen“, Verhalten im Internet oder persönliche bzw. gesellschaftskritische Fragestellungen: Alle DichterInnen zeigten Höchstleistungen und konnten die Publikums-Jury mit hohen Punktzahlen auf unterschiedliche Weise überzeugen, sodass sie im Endstand dicht beieinander lagen. Die zwei Schülerinnen mit den besten Bewertungen, Magdalena Herzfeld (9c) und Sarah Basnet (10e), trugen ihre Texte im Anschluss noch einmal vor, um eine endgültige Entscheidung zu fällen. Schließlich konnte sich Magdalena, gemessen am Applaus der Zuhörer, vor Sarah mit ihrem eindrucksvollen Text „Bin ich das?“ durchsetzen und durfte sich über kleine Präsente als Dankeschön freuen.

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Im Zuge einer von Leon Niendorf (10e) gehaltenen Dankesrede wurden alle „Slammer“ noch einmal auf der Bühne mit großem Applaus der ZuschauerInnen geehrt. Besonders bedankten sich die AG-Mitglieder beim „HALternativ e.V.“ und bei ihrer Initiatorin, Frau Sonar, für ihre erfolgreiche Leitung, weshalb sie ebenfalls ein kleines Präsent überreicht bekam. Den Gästen gefiel das zweistündige Poetry-Slam-Event jedenfalls sehr gut, sodass sie gern eine kleine Spende in den „wandernden Hut“ gaben.

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Die Platzierungen

  1. Platz: Magdalena Herzfeld (9c) – 60 Pkt.
  2. Platz: Sarah Basnet (10e) – 57 Pkt.
  3. Platz: Sarah Günther (10e) – 55 Pkt.
  4. Platz: Joshua Paul Frymark (11e) – 54 Pkt.
  5. Platz: Eva Sophie Bartzschke (11d) – 53 Pkt.
  6. Platz: Helene Filz (10a) – 52 Pkt.
  7. Platz: Katja Ohl (10e) – 45 Pkt.
  8. Platz: Leon Niendorf (10e) – 42 Pkt.

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Wir bedanken uns bei Frau Sonar und allen Beteiligten für den gelungenen, kurzweiligen Abend und hoffen, im nächsten Schuljahr wieder von den schöpferischen Poeten zu hören.

 

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 Textquellen: Poetry-Slam: https://de.wikipedia.org/wiki/Poetry-Slam (21.12.2018; 14:17:07; „HALternativ e.V.: https://www.halternativ-verein.de/ueber-uns/ (21.12.2018; 14:17:26)

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