Weihnachtlicher Besuch aus Dänemark

Das Austauschprogramm mit dem Horsens Gymnasium in Dänemark, unserer Partnerschule, ging kürzlich in die zweite Runde. Vom 1. bis zum 7. Dezember 2018 verbrachten 15 dänische SchülerInnen in Gastfamilien und lernten unser Land und unsere Kultur kennen. Erfahrt mehr über das weihnachtliche Programm, das Feedback einiger TeilnehmerInnen sowie den Hintergrund der Schulpartnerschaft.

  • von Clemens T. Kral/12b
  • Fotos: S. Körnig/Koll.; Clemens T. Kral/12b

(Besonderen Dank an die SchülerInnen für das Interview sowie an S. Würfel und S. Körnig für die Bereitstellung der Informationen, der Fotos und des Programmplanes.)

Im Rahmen der seit etwa vier Jahren bestehenden schulischen Kooperation verbrachten die 15 SchülerInnen des Horsens Gymnasiums in unserer Saalestadt und besuchten das Christian-Wolff-Gymnasium (CWG). Mit dabei waren außerdem 15 SchülerInnen des CWG, bestehend aus 7 Zehnt- und 8 ElftklässlerInnnen, Anne Toftild, Lehrerin für Deutsch und Psychologie, sowie Susanne Würfel und Sebastian Körnig vom CWG, die den Austausch betreuten. Natürlich haben alle neben den weihnachtlichen Traditionen auch viel von der Stadt Halle (Saale) gesehen, die um einiges größer als das dänische Horsens ist (ca. 57 000 Einwohner). Ob berühmte Sehenswürdigkeiten, gemeinschaftliche Ausflüge, die Halloren-Schokoladenfabrik oder der hallesche Weihnachtsmarkt – alles war dabei.

Es war sehr interessant zu sehen, wie groß doch die Unterschiede zwischen beiden Schulen sind, die während des Austauschs aber nicht besonders relevant waren: So treten SchülerInnen des Horsens-Gymnasiums erst mit ca. 16-17 Jahren dieser Schulform und somit der 1. Klasse bei und lernen Englisch als 1. und Deutsch als 2. Fremdsprache. Die Begegnung der SchülerInnen erfolgte im Zeitraum des Austauschs jedoch immer auf Englisch. Später dazu mehr.

Programm des Austauschs

Der Austausch begann am Samstag, dem 1. Dezember 2018, mit der Abholung der AustauschschülerInnen und deren Begleitpersonen am Hauptbahnhof in Halle (Saale) durch Frau Würfel und Herrn Körnig gegen 17:00 Uhr. (An dieser Stelle sei erwähnt, dass die Bahnverbindung zwischen Horsens und Halle (Saale) mit meist nur zwei Umstiegen optimal ist.) Sie wurden zunächst freundlich in Empfang genommen und im Anschluss auf die Gastfamilien verteilt, d.h., die teilhabenden deutschen SchülerInnen nahmen die dänischen in ihren Familien für die Dauer des Austauschs auf.

Die teilnehmenden SchülerInnen konnten am darauffolgenden Sonntag ihre Freizeit individuell entsprechend des Weihnachtsthemas in ihren Gastfamilien gestalten und besuchten am Abend eine Aufführung des Stückes „Rotkäppchen“ im Hof des Neuen Theaters in Halle (Saale), die ihnen sehr gut gefiel.

Der Start der neuen Schulwoche wurde am Montag, dem 3. Dezember 2018, um 8:00 Uhr in der Aula des CWG mit einer offiziellen Begrüßung und kurzen Absprachen zum Programm für die nächsten Tage eingeläutet. Gegen 8:15 Uhr fand eine Führung in zwei Gruppen durch das Schulgebäude mit Frau Würfel und Herrn Körnig statt. Daraufhin gestalteten die deutschen SchülerInnen auf kreative und lustige Weise eine weihnachtliche Deutsch-Stunde für die GastschülerInnen und erläuterten dabei die hiesigen Traditionen zu Weihnachten. Natürlich kamen danach auch die Dänen mit einer Unterrichtsstunde zum Zuge. Zwischendurch empfing ebenso die Schulleitung des CWG alle TeilnehmerInnnen des ersten Austauschs. Von 11:30 bis 13:00 Uhr wohnten die SchülerInnen dem Kursunterricht der 10. und 11. Klassen bei und trafen sich um 14:00 Uhr an der Touristinformation im Marktschlösschen Halle (Saale) zu einer zweistündigen Stadtrallye, bei der u.a. die Hausmannstürme der Marktkirche, die einen großartigen Ausblick auf die Stadt und den Marktplatz bieten, bestiegen wurden. Anschließend konnten sich die TeilnehmerInnen nach Lust und Laune in der Stadt aufhalten und den Abend in ihren Gastfamilien verbringen.

Am 4. Dezember 2018 um 8:30 Uhr wurde das Programm fortgesetzt: Es bildeten sich vier Gruppen (Plätzchen-, Deko- und Wichtel- sowie Musikgruppe) für die Projektarbeit zur Vorbereitung der Weihnachtsfeier am Donnerstag, die bis 13:00 Uhr in verschiedenen Räumen der Schule an ihrem Thema arbeiteten. Da nach der Arbeit bekanntlich das Vergnügen kommt, waren alle von 14:00 bis 15:30 Uhr zum „Bouldern“ – also dem Klettern in geringer Höhe ohne Sicherung – im Boulderkombinat in der

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Klettern im Boulderkombinat in der Delitzscher Straße.

Delitzscher Straße eingeladen. Dort hatten sie verschiedenste teambildende Aufgaben bzw. „Challenges“ zu meistern. Im Anschluss durfte selbstverständlich der Besuch des Werksverkaufs der gegenüberliegenden Halloren Schokoladenfabrik nicht fehlen, um ein paar süße Geschenke für die Gäste zu kaufen. Am Abend konnte die Austauschgruppe nochmals über den halleschen Weihnachtsmarkt auf dem Marktplatz bummeln.

Der Mittwoch stand wieder ganz im Zeichen der erzgebirgischen Volkskunst zu Weihnachten: Ein ganztägiger Busausflug zum Kurort Seiffen (Erzgebirge) stand ab 8:00 Uhr an. Dabei schauten sich unsere Gäste sowohl den Ort mit seiner hohen Zahl an weihnachtlichen Ständen und Geschäften als auch das Spielzeugmuseum, in dem sie

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Abenteuer-Bergwerk „Fortuna Bernstein“

einen englischsprachigen Film sahen, an. Weiterhin hatten sie die Möglichkeit, eine Schauwerkstatt zu besuchen, in der zahlreiche Dekorations- und Spielzeugartikel gefertigt werden. Neu im Programm war die Erkundung des Abenteuer-Bergwerks „Fortuna Bernstein“ mit einer etwa 45-minütigen Führung.

Der vorletzte Tag wurde mit einer Weihnachtsfeier im Umweltzentrum Franzigmark in der Gemeinde Petersberg begangen. Nachdem sich die vier Projektgruppen ab 10:00 Uhr noch einmal berieten und alle wichtigen Vorbereitungen trafen, konnten alle Personen einen kleinen Mittagssnack in Form von Knüppelkuchen am warmen Lagerfeuer einnehmen. Gegen 14:30 Uhr begann dann die Weihnachtsfeier im Veranstaltungsraum mit den Projektergebnissen der jeweiligen Gruppen. Die Gruppe für die Dekoration schmückte den Raum weihnachtlich aus, während die Wichtelgruppe die Geschenke unter einen kleinen Weihnachtsbaum legte. Die Musikgruppe läutete mit bekannten deutschen, dänischen und englischen Weihnachtsliedern das gemeinsame Beisammensein ein. Der Spaß kam dabei natürlich nicht zu kurz. Daraufhin präsentierte die Plätzchengruppe die typischen Essenstraditionen zur Vorweihnachtszeit, zu

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geselliges Beisammensein mit Knüppelkuchen

Heiligabend und zu den Feiertagen, sowohl in Dänemark als auch hier in Deutschland. Mit frisch gebackenen Plätzen und heißen Getränken konnte nun das reichhaltige Buffet eröffnet werden. Im Anschluss führte die gesamte Gruppe das Spiel „Werwolf“ in weihnachtlicher Form durch – eine fordernde, aber auch lustige Partie. Alle stärkten sich um etwa 18:00 Uhr mit Bratwürsten, die Herr Körnig auf den Grill legte. Langsam aber sicher hieß es danach, die Feierlichkeiten zu beenden und sich ans Aufräumen zu machen. Dennoch blieb noch etwas Zeit, um unter sich zu sein, miteinander ins Gespräch zu kommen und die spannende Woche Revue passieren zu lassen, bevor es für die dänischen SchülerInnen am Freitagmorgen per Zug zurück in ihre Heimat ging. Sie hatten viele tolle Erlebnisse und konnten alle mit Sicherheit sehr viele Erfahrungen mitnehmen.

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gemeinsame Weihnachtsfeier

Gedanken zum Austausch

Um einen kleinen Erfahrungsbericht zusammenzustellen, habe ich zur Weihnachtsfeier sowohl die Mit-Organisatorin Susanne Würfel und die mitgereiste Lehrerin Anne Toftild als auch jeweils drei dänische und deutsche (Vivien Lessing/10b, Lina Marie Seyfert/11b, Annina Hilmer/11d) SchülerInnen über das Austauschprogramm selbst und gewissen Unterschieden zwischen Dänemark und Deutschland befragt.

  1. Wie hat Euch der Austausch insgesamt gefallen? Was würdet Ihr besonders hervorheben?

Die Dänen empfanden es als sehr interessant, neue Menschen und Kulturen, besonders die Weihnachtstraditionen, kennenzulernen, denn in gewissen Punkten unterscheiden sich letztere voneinander erheblich. Das hervorragend vorbereitete Programm wirkte sich positiv auf die gemeinsamen Tätigkeiten aus. Dabei wusste jeder, was er oder sie zu tun hatte. Den Aufenthalt in Gastfamilien hoben sie besonders hervor. Dies sei ein sehr gutes Konzept, um die Kultur sowie die Familie hinter dem oder der Austauschschüler/in und deren Alltag, z.B. beim gemeinsamen Abendessen, näher kennenzulernen.

Unseren Schülern hat der Austausch ebenfalls sehr gut gefallen. Alle wirkten sehr freundlich und aufgeschlossen, sodass man mit jedem offen erzählen konnte. Nach Frau Würfels Einschätzung sprachen die Dänen sogar mehr Deutsch als in den letzten Jahren, wobei man sich offiziell auf Englisch verständigte und somit seine Sprachkenntnisse anwenden und verbessern konnte. Sowohl mit dem oder der Austauschpartner/in als auch in der gesamten Gruppe hat man sich jederzeit gut verstanden. Mit Spaß und Interesse konnten die deutschen SchülerInnen nicht nur die Dänen, sondern auch ihre eigenen MitstreiterInnen besser kennenlernen und neue Freundschaften schließen. Der Austausch hat vielen Beteiligten mehr Selbstbewusstsein im Umgang mit anderen gegeben und bot die Möglichkeit, verstärkt auf sie zuzugehen. Sie können den Austausch definitiv weiterempfehlen.

Frau Würfel freute sich über dieses positive Feedback und betonte noch einmal die hervorragende Arbeit innerhalb der Projektgruppen. Zudem merkte sie an, dass manche Programmpunkte vom ersten Austausch in organisatorischer Hinsicht noch weiter verbessert wurden, sodass alles möglichst reibungslos ablief (was auch gelang (-:).

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Die dänischen und deutschen Schülerinnen und Schüler des Austausches 2018/2019.
  1. Welche Unterschiede sind Euch zwischen den beiden Schulen bzw. Schulsystemen besonders aufgefallen?

Einen großen Unterschied – das betonten die Dänen von Anfang an – stellen die technischen Voraussetzungen dar. Am Horsens Gymnasium existieren keine üblichen Hefte und Schreibgeräte mehr, sondern alle SchülerInnen arbeiten mit ihren eigenen Laptops. Daran wird sowohl während des Unterrichts als auch außerhalb davon gearbeitet. Darüber hinaus schlussfolgert sich logischerweise, dass es nur noch interaktive Tafeln gibt und die übliche Tafel mit Kreide und Schwamm sozusagen ‚ausgestorben‘ ist. Die technischen Möglichkeiten sind dadurch natürlich enorm. Möglich ist dieses digitale Arbeiten durch eine bessere Finanzierung der Schulen, so Lehrerin Anne Toftild. Doch sie findet die Nutzung von Laptops nicht unbedingt besser, denn handgeschriebene Dinge blieben besser in Erinnerung, argumentiert sie. Ein Computer kann durch das Internet schnell eine Ablenkung sein, daher sollte jede/r Schüler/in ein wenig Selbstbeherrschung beim Arbeiten aufzeigen, was in der Regel auch gelingt.

Ebenfalls aufgefallen sind den dänischen SchülerInnen die Unterschiede zwischen den beiden Bildungssystemen. Das deutsche System empfinden sie als wesentlich komplexer und unflexibler, während in Dänemark laut ihrer Einschätzung vergleichsweise viel Freiraum für einen individuelleren Unterricht zur Verfügung steht. Alle Räume (z.B. Fachräume und die Bibliothek) im Horsens Gymnasium stehen jedem bis zum späten Nachmittag zur freien Nutzung offen. Dem stimmt auch Anne zu und ergänzt, dass die SchülerInnen dadurch mehr Verantwortung übernähmen. Anders ist außerdem der Wechsel auf eine weiterführende Schule, der hier nicht in der 10. Klasse, sondern bereits nach vier Jahren Unterricht vollzogen wird. Auch hoben sie den Ehrgeiz und das Pflichtbewusstsein der meisten deutschen SchülerInnen hervor, jeden Tag die Schule zu besuchen. Machen dänische SchülerInnen z.B. für ein paar Tage im Schuljahr blau, stört es niemanden, wir Deutschen sehen dies hingegen nicht so gelassen. Uns würde weiterhin etwas mehr Respekt vor LehrerInnen beigebracht werden. In Dänemark zeigt sich das Lehrer-Schüler-Verhältnis etwas persönlicher, sodass alle mit „Du“ und dem Vornamen angesprochen werden – dennoch wird ein sehr respektvoller Umgang miteinander gepflegt. Zudem bekämen wir oft viel schulische Unterstützung seitens der Eltern.

Der Stundenplan war ebenso ein kurzes Gesprächsthema, da bei uns die Schule relativ zeitig beginnt und teilweise spät endet. Im Horsens Gymnasium kann der Stundenplan – wie bei uns in der Oberstufe – bei jedem/jeder anderen Schüler/in anders ausfallen, sodass sich unterschiedliche Zeiten für Schulbeginn und -schluss ergeben. Ein weiterer Unterschied ist die jeweilige Größe der Schulen: In Horsens ist das nur einstöckige

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Werwolf-Spiel während der Weihnachtsfeier

Gebäude aufgrund geringerer Schülerzahlen wesentlich kleiner, bietet aber zeitgleich noch mehr Platz und Räume, während sich hier über 850 SchülerInnen in den Pausen durch die Gänge drängeln und akute Raumnot besteht. Mit dem Aspekt, dass das gewohnte Schulessen in Dänemark etwas besser schmeckt als am CWG, konnte die Antwort auf meine zweite Frage abgeschlossen werden.

  1. Welchen Eindruck konntet Ihr von unserer Stadt gewinnen?

Die dänischen SchülerInnen und Anne sind sich einig, dass Halle (Saale) im Zentrum, z.B. auf dem und um den Marktplatz, eine schöne und recht moderne Stadt ist. Junge Menschen hätten zahlreiche Freizeitmöglichkeiten, es gibt einige interessante Geschäfte, Sehenswürdigkeiten und Orte zum Treffen und Verweilen. Allerdings trifft man hier, und das gilt auch für andere Gegenden, eher weniger junges Publikum gegenteilig zu Horsens an. Anne schildert uns noch in der Runde:

»Ich bin zum ersten Mal in Halle, aber war auch schon in vielen anderen Städten. In Berlin bin ich oft, in Süddeutschland habe ich studiert. Halle war für mich völlig neu und ich war völlig unvorbereitet darauf, dass die Stadt so schön ist. Das wusste ich gar nicht. Ich war in Magdeburg einmal – dort hat es mir nicht gefallen. Ich hatte etwas ähnliches hier erwartet, aber Halle ist super schön, die Altstadt ist total groß, super renoviert und es gibt nicht einen Weihnachtsmarkt, sondern zehn. […] Es gibt sehr viel Kultur, sehr viele gute Restaurants […], auch die Lage am Fluss ist sehr schön. Dann fand ich Halle-Neustadt auch interessant aufgrund der DDR-Architektur […].«

Letzteren Aspekt griffen die Dänen noch einmal auf und betonten, dass bestimmte Stadtteile in der Peripherie nicht einladend wirken und einen großen Unterschied zur Altstadt darstellen. Darüber hinaus lobten sie den praxistauglichen Nahverkehr in unserer Stadt, um von einem Ort zum anderen zu gelangen. In Horsens muss man in dieser Hinsicht ein paar Abstriche machen, aber die beiden Städte mit ihrer Infrastruktur sind schon allein durch ihre Größe nicht direkt miteinander vergleichbar.

  1. An die deutschen SchülerInnen: Welchen Eindruck habt Ihr von der dänischen Weihnachtskultur?

An die dänischen SchülerInnen: Welchen Eindruck habt Ihr von der deutschen Weihnachtskultur?

Unsere SchülerInnen stehen dem dänischen Essen zu Weihnachten sehr aufgeschlossen gegenüber und würden gern vieles einmal probieren. Sie geben zu: Die Deutschen machen es sich zu Heiligabend mit dem Essen etwas einfacher. In vielen Familien isst man Kartoffelsalat und Würstchen. Womit wir gleich beim weit verbreiteten Vorurteil wären, denn die Dänen dachten, wir würden oft und ständig Würstchen verzehren, und finden unsere Tradition am 24. Dezember dementsprechend eigenartig und speziell. Sie selbst haben schöne Kreationen (in Dänemark hat nämlich das Essen zur Adventszeit oberste Priorität), doch kennen und übernehmen sie des Weiteren einige deutsche Gepflogenheiten, wie z.B. das Essen von Ente und Rotkohl zu den Feiertagen, sodass sie letztlich mehr mit unserer Weihnachtskultur gemeinsam haben, als wir denken.

Abgesehen vom Essen ist überdies eine differenzierte Mentalität im Dezember zu erkennen: Die Deutschen hat der Weihnachtsstress gepackt, die familiären Dänen gehen alles wesentlich entspannter an. Also zeigte sich am Ende, welche gegenseitigen Vorurteile sich bewahrheiteten und welche aus dem Weg geräumt werden konnten.

Zum Schluss sei erwähnt, dass die Dänen keinen Nikolaus kennen. Dort gibt es sogenannte „Nisser“, die kleine Präsente in Weihnachtssocken stecken. Mit ihnen ist die gesamte Adventszeit über zu rechnen. Deshalb reagierten sie entzückt über unsere Tradition, am Abend vor dem 6. Dezember die Schuhe zu putzen und herauszustellen.

Was steckt hinter der Kooperation?

Frau Baumgarten, eine ehemalige Referendarin an unserer Schule und für ein halbes Jahr am Horsens Gymnasium, bemühte sich, mit dieser Schule Kontakt für einen Austausch aufzunehmen. Nachdem gegenseitige Lehrerbesuche und Gespräche mit den beiden Schulleitungen erfolgten, konnten ab Januar 2016 schon die ersten Vorbereitungen für den ersten Austausch im Dezember getroffen werden. Nach dem erfolgreichen Anlauf konnten die deutschen SchülerInnen im September 2017 für eine Woche nach Dänemark fahren.

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Logo des dänischen Gymnasiums

Ein zweites Austauschprogramm ist nun im Dezember erfreulicherweise gestartet. Eine öffentliche Infoveranstaltung im Oktober 2018 sollte für potentielle TeilnehmerInnen werben. Zahlreiche interessierte SchülerInnen aus den Klassen 10 und 11 trugen dazu bei, dass nun ein erneuter Austausch stattfinden konnte. Im September 2019 werden dann die deutschen TeilnehmerInnen (die bisherige Gruppe bleibt bestehen) nach Dänemark fahren. Ein Austauschprogramm dauert zwei Jahre an. Solltet Ihr Lust haben, Euch am wahrscheinlich nächsten Schüleraustausch ab 2020 zu beteiligen, gibt es hier wichtige Informationen dazu: Zum einen ist das Beherrschen der englischen Sprache, etwa durch die Teilnahme am Englisch-Unterricht an unserer Schule, Voraussetzung. Ihr solltet Euch zum anderen in der 10. oder 11. Klassenstufe befinden und überdies dazu bereit sein, einen Gastschüler während des Austausches in Eurer Familie aufzunehmen und bei bestimmten Problemen Hilfe zu leisten. Erfüllt Ihr diese Kriterien, müsst Ihr deutlich machen, warum Ihr am Austausch teilnehmen möchtet. Dies kann z.B. das Schreiben eines Motivationsbriefs sein. Anschließend werdet Ihr mit hoher Wahrscheinlichkeit am Austausch teilnehmen können.

Mehr zur Schulpartnerschaft auf unserer Schulwebsite (hier)

Weitere aktuelle und interessante Informationen zum Horsens Gymnasium (hier)

Für alle SchülerInnen und Organisatoren waren es sieben aufregende, lehrreiche und kurzweilige Tage, die einen Abschied nicht leicht machten. Am Freitag genoss man die letzten Stunden in den Gastfamilien, bevor die Dänen ihren Heimweg antraten. Und schon jetzt ist die Vorfreude beiderseits neben Weihnachten auf die Reise nach Dänemark im September 2019 groß.

 

Bildquelle Logo: https://bit.ly/2GqQ2WS (18.12.2018; 20:00 Uhr)

 

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