Kunst top, Musik flop

Im Mai 2018 hatten wir wieder einmal die Gelegenheit, zwei Lehrkräfte unserem berüchtigten Lehrertest zu unterziehen, bei dem sie in Schulfächern, in denen sie nicht Fachlehrer sind, auf ihren Wissensstand überprüft wurden. Diesmal haben wir Frau Thonig und Herrn Renner in den Schwitzkasten genommen. Beide unterrichten die Fächer Mathematik und Geographie, wurden dementsprechend in Kunst und Musik getestet. Sie haben sich sehr bemüht, alles richtig zu beantworten.

  • von Clemens T. Kral/12b
  • Fotos: Theodor Wolf/9c; Clemens T. Kral/12b; [Quellen siehe unten]

[Hinweis: Dieser Artikel kam mit der Veröffentlichung der elften Printausgabe im Juni 2018 heraus und wird nun nachträglich auf unserer Website in ungekürzter Form veröffentlicht.]

Der gesamte Lehrertest, der für 60 Minuten Arbeitszeit ausgelegt war, bestand aus einem Bogen mit 6 Seiten Frage- bzw. Aufgabenstellungen, die allesamt gelöst werden sollten. Anhand des recht umfangreichen Inhalts können wir hier auf Details teilweise nicht eingehen. Oft waren zu den Fragen bereits Antwortmöglichkeiten vorgegeben, vereinzelt musste man noch über eine Begründung nachdenken. Die richtige Aussage wird darunter bzw. dahinter noch einmal unterstrichen vermerkt. Wie viele Bewertungseinheiten (BE) es bei einer Frage bzw. Aufgabe gab, ist in der Arbeitsanweisung stets einsehbar. Im weiteren Verlauf sind Antworten bei Fragen, welche gegeben waren, von Frau Thonig blau markiert, grün steht für Antworten seitens Herrn Renner und Lösungen sind mit einem „(r)“ gekennzeichnet. Haben beide auf dieselbe Antwortmöglichkeit getippt, wird violett verwendet.

Beide Lehrer arbeiteten den Test einzeln und voneinander unabhängig durch. Beinahe haben wir keinen Termin mit Frau Thonig absprechen können, doch durch Unterrichtsausfall (hitzefrei) fand der Lehrertest dann doch statt.

Wissenstest Kunst

Der künstlerische Test umfasste zehn Fragen zum Allgemeinwissen über den Kunstunterricht sowie je zwei Aufgaben zum Thema Comic und Optische Täuschung. Teilweise musste auch etwas gezeichnet werden. Während Frau Thonig sich sicher schien und nur 3 Fehler beim Ankreuzen machte, zogen wir bei Herrn Renner 4,5 BE ab. Im restlichen Teil erreichten sie 17 bzw. 10 BE. Insgesamt zählten wir bei Frau Thonig erstaunlicherweise 26 von 30 BE, Herr Renner erzielte nur 17,5 von 30 BE und schnitt damit deutlich schlechter ab.

Schülerzeitung AG - Lehrertest Thon, Renr_Auswertung [Kun; Mus] (1)Schülerzeitung AG - Lehrertest Thon, Renr_Auswertung [Kun; Mus] (2)Schülerzeitung AG - Lehrertest Thon, Renr_Auswertung [Kun; Mus] (3)Schülerzeitung AG - Lehrertest Thon, Renr_Auswertung [Kun; Mus] (4)

Wissenstest Musik

Der Musiktest setzte sich ebenfalls aus zehn Fragen zum Allgemeinwissen mit mehreren Antwortmöglichkeiten und Aufgaben zur Notenlehre und Liederkenntnis zusammen (darunter Noten, Tonleitern, Notenschlüssel, diatonische Intervalle und Volkslieder aufschreiben). Hier stießen wir bei der Korrektur ebenfalls auf interessante Lösungen, die jedoch Lücken aufweisen.

Bei den allgemeinen Fragen erreichte Frau Thonig 1 BE, Herr Renner stand mit 6 BE deutlich besser da.

Schülerzeitung AG - Lehrertest Thon, Renr_Auswertung [Kun; Mus] (5)Schülerzeitung AG - Lehrertest Thon, Renr_Auswertung [Kun; Mus] (6)Schülerzeitung AG - Lehrertest Thon, Renr_Auswertung [Kun; Mus] (7)

In der letzten Aufgabe sollte man einen Lückentext des Liedes „An der Saale hellem Strande“ ausfüllen. Beide Lehrer hatten nur die erste Strophe im Kopf, sodass Frau Thonig die zwei weiteren angegebenen Abschnitte gänzlich ausließ, während Herr Renner sein Rateglück versucht hat.

Schülerzeitung AG - Lehrertest Thon, Renr_Auswertung [Kun; Mus] (8)

Im Musikteil waren 40 Punkte möglich. Frau Thonig erreichte schlappe 8 BE, während Herr Renner mit 13,5 BE zwar nicht gut, aber etwas besser abschnitt (obwohl er Musik abgewählt hat 😉).

Auswertung

Schülerzeitung AG - Lehrertest Thon_Durchführung [Kun; Mus]
► Frau Thonig kam während des Tests nicht nur wegen des Wetters ganz schön ins Schwitzen.

Das Zeitlimit von 60 Minuten unterschritten diesmal sogar beide Lehrer: Herr Renner machte seinem Namen alle Ehre und benötigte nur 20 Minuten, Frau Thonig war in 35 Minuten fertig. Herr Renners schnelle Arbeit begünstigte seine eher schlechte Leistung, obwohl beide am Ende fast gleich abschnitten. Da er den Test vor unserem Interview über seine Reise (siehe Seite 10-11) gemacht hat und die Redakteure bereits anwesend waren, wollte er sicher schnell mit dem Gespräch beginnen. Frau Thonig arbeitete gewissenhaft und nahm sich genug Zeit, musste jedoch bei heißen Temperaturen unter erschwerten Bedingungen arbeiten. Sie hatte einen sehr guten Kunsttest geschrieben, konnte aber im Musikteil kaum Punkte erzielen; dagegen verteilten sich die Punkte bei Herrn Renner mehr. Beide Lehrer waren sehr konzentriert und empfanden den Test als unangenehm, da bereits vieles, v.a. in Musik, in Vergessenheit geriet. Wir hoffen dennoch, dass auch sie ein wenig Spaß beim Ausfüllen der Aufgaben hatten.

Bewertung Frau Thonig: BE: 34/70; Zensur: 4

Bewertung Herr Renner: BE: 31/70; Zensur: 4

>> Text- und Bildquellen:

    Datum/Uhrzeit: 6.5.2018 18:21:34
    Datum/Uhrzeit: 6.5.2018 18:23:42
    Datum/Uhrzeit: 6.5.2018 18:24:30
    Datum/Uhrzeit: 6.5.2018 18:28:14
    Datum/Uhrzeit: 6.5.2018 18:30:07
    Datum/Uhrzeit: 6.5.2018 18:31:59
    Datum/Uhrzeit: 6.5.2018 18:33:06

Zusammenfassend kann man feststellen, dass beide Lehrer v.a. in Musik kaum noch Kenntnisse hatten, während sie in Kunst noch etwas wussten oder sich ein paar Dinge aus den Fingern saugen konnten. Beide haben Musik abgewählt, sodass wir die richtigen Personen ausgewählt haben. Herzlichen Glückwunsch für diese Leistung!

Interview mit Frau Thonig und Herrn Renner

Wir haben außerdem ein Interview mit Frau Thonig und Herrn Renner durchgeführt.

Beide Kollegen unterrichten die Fächer Mathematik und Geographie und sind seit unterschiedlicher Zeit an unserer Schule. Hier sind die Antworten:

  1. Wie lange arbeiten Sie schon als LehrerIn?

Frau Thonig: »Seit 2,5 Jahren.«

Herr Renner: »Seit 29 Jahren.«

  1. Sind Ihnen schon einmal Pannen oder peinliche Sachen in der Schule passiert? Wenn ja, welche?

Frau Thonig: »Eigentlich nicht. Außer der typischen Panne, versagender Polylux, ist mir nichts Spannendes passiert.«

Herr Renner: »Ich habe schon einmal meine Schlüssel vergessen.«

  1. Welchen Abitur-Durchschnitt hatten Sie?

Frau Thonig: »Einen guten. 😊«

Herr Renner: »1,5.«

  1. Welches war Ihr schlechtestes Fach während der Schulzeit?

Frau Thonig: »Ich glaube, das war dann wohl Musik.«

Herr Renner: »Russisch.«

  1. Wenn Sie am CWG SchülerIn wären, wer wäre dann Ihr/e Lieblingslehrer/in?

Frau Thonig: »Da ich alle LehrerInnen nur als Kollegen kenne, ist das schwer zu sagen. Ich kann mir vorstellen, dass Herr Renner ganz gut ist.«

Herr Renner: »Herr Hübner.«

  1. Was war Ihr Traumberuf als Kind?

Frau Thonig: »So einen richtigen Traumberuf hatte ich eigentlich nie. Ich habe erst in der Oberstufe entschieden, Lehrerin zu werden.«

Herr Renner: »Tierarzt.«

  1. Was machen Sie in Ihrer Freizeit am liebsten?

Frau Thonig: »Zurzeit genieße ich einfach gerne die Sonne und bin draußen unterwegs.«

Herr Renner: »Sport und Gartenarbeit, Musik hören, Rad fahren, lesen.«

  1. Frage an Frau Thonig: Wie würden Sie auf Ihre eigene Schulzeit zurückblicken?

»Eine sehr schöne Zeit mit Freunden und vielen lustigen Momenten, die einem lange in Erinnerung bleiben.«

  1. Frage an Herrn Renner: Was ist Ihr Lieblingsprogramm auf dem Computer?

»Word!«

  1. Frage an Frau Thonig: Welche schulische Entwicklung bereitet Ihnen Sorge?

»Ich habe das Gefühl, dass Schüler immer unselbstständiger werden. Das finde ich schade, denn ohne Eigenantrieb und Selbstständigkeit haben es solche Projekte, wie die Schülerzeitung, immer schwerer.«

  1. Frage an Herrn Renner: Wie ist es dazu gekommen, dass Sie die AG „Kleine Gärtner“ leiten?

»Mir hat das Umfeld der Schule nicht gefallen. Vieles war unansehnlich! Und: Gartenarbeit macht fast genauso wie Mathematik großen Spaß!«

Der Wissenstest und das Interview waren sehr interessant, und wir haben wieder einiges über beide Lehrer erfahren können.

 

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