Kiras Zeichenblock – Die magische Weide

An einem schönen Sommertag, unter ihrer Lieblingstrauerweide, liegt Kira. Sie zeichnet auf ihrem gefundenen Zeichenblock eine wunderschöne Blumenwiese mit Elfen und Feen. Es war die letzte Seite des Blocks. Eine Fantasiegeschichte, die Euch verzaubern wird…

  • von Kim Maxi Kira Spilke/5c
  • Bilder/Fotos: Pixabay.com

Zwei Wochen zuvor: Die Regenbogenfee Maluna saß unter einem Weidenbaum und zeichnete. Dann wurde sie von ihrer besten Freundin gerufen. Weil sie sich beeilte, ließ sie ihren Block unbemerkt liegen. Was die Fee nicht wusste, war, dass diese Weide verzaubert ist. Schon nach kurzer Zeit landete der Zeichenblock in der Menschenwelt. Kira fand diesen unter der Weide. Ihr fiel nicht auf, dass das erste Blatt bereits bemalt war.

Nachdem Kira den letzten Strich gezeichnet hatte, war sie sehr zufrieden mit ihrem Bild. Nun geschah etwas Unerwartetes: Die Weide drehte sich. Sie wurde immer schneller und schneller. Irgendwann war Kira verschwunden und mit ihr auch der Block. Kira landete auf der gleichen Wiese, die sie auf ihrem Block skizziert hatte. Überall flogen Feen und Elfen, die Blumen dufteten wunderbar. Kira traute ihren Augen nicht. Auf einmal sprach sie wie aus dem Nichts die Regenbogenfee an: »Wer bist du und was machst du in unserem Reich?« »Ich bin Kira. Und wer bist du und wo bin ich?« In diesem Moment stupste sie ein kleiner, in den Farben des Regenbogens leuchtender Schmetterling an. »Hey, was war das?«, rief Kira. Die Regenbogenfee lächelte: »Ich bin Maluna, die Regenbogenfee, und das ist mein treuer Gefährte Blümchen. Du bist in der Welt der Feen und Elfen.« Blümchen flatterte zu Maluna und flüsterte ihr ins Ohr: »Lass sie uns zum Elfenkönig bringen, der hat so etwas noch nie gesehen.« »Eine gute Idee«, sagte Maluna, und gemeinsam machten sie sich auf den Weg zum Elfenkönig. Auf ihrem Weg sah Kira die außergewöhnlichsten Dinge: rosa Bäume, fliegende Meerschweinchen und singende Blumen. Der Elfenkönig empfing die drei herzlich.

Schülerzeitung AG - Fantasiegeschichte 'Die magische Weide' [3.9.2017] (2)»Willkommen, Maluna. Was führt dich zu mir?« fragte er die Fee. »Ich habe sie auf der großen Wiese gefunden«, antwortete Maluna und schaute zu Kira. Blümchen flatterte aufgeregt mit seinen Flügeln und unterbrach ihr Gespräch: »Aber der Baum, aus dem Kira gekommen ist, ist verschwunden!« »Und was machen wir jetzt, damit ich wieder nach Hause komme?«, fragte diese ganz verwirrt. Der Elfenkönig sagte zu Maluna: »Zeig Kira doch erst einmal unser Land und lasst uns dann gemeinsam überlegen.« Gesagt, getan – zuerst gingen sie in den Wald. In der Zwischenzeit ging der Elfenkönig in Gedanken das Gespräch mit Kira noch einmal durch. Plötzlich fiel ihm ein, dass durch Blümchens Geflatter etwas aus ihrer Tasche gefallen war.

Er ging in den Thronsaal und suchte den Boden ab. Tatsächlich, er hatte Kiras Block gefunden. Er setzte sich auf seinen Königsstuhl und blätterte diesen durch. Ihm fiel auf, dass Kiras gemalte Bilder alle so aussahen wie sein Königreich. Zuletzt blickte er auf die erste Seite und merkte, dass Kira ihre Bäume ganz anders zeichnete als auf diesem Bild. Ihm kam eine Idee, sodass er gleich nach seinem fliegenden Meerschweinchen rief und es sofort mit einem Brief zu Maluna, Kira und Blümchen schickte. Als es schon nach kurzer Zeit die drei erreichte, las Maluna den Brief und sagte zu den beiden anderen: »Der König schrieb, wir sollen sofort zu ihm in den Palast kommen. Er hat anscheinend etwas gefunden.« »Toll, aber ich bin nicht so schnell wie ihr mit euren Flügeln.« erwiderte Kira. Blümchen lachte und sagte fröhlich: »Das ist kein Problem. Wir rufen einfach meinen Freund Tiberius, den Adler. Auf ihm kannst du sicher in den Palast zurückfliegen.« »Das ist eine super Idee, Blümchen«, sagte Maluna.

Blümchen flatterte dreimal im Kreis und plötzlich erschien wie aus dem Nichts Tiberius. »Du hast mich gerufen, mein Freund. Wie kann ich dir helfen?« »Kira aus der Menschenwelt soll zum Elfenkönig. Aber sie kann nicht fliegen wie wir. Bitte nimm sie mit.« »Das mache ich gern«, sagte Triberius und spannte seine großen Flügel aus. Alle vier flogen nun gemeinsam in den Palast. Dort angekommen, erklärte ihnen der König seine Idee. »Maluna, hattest du nicht bis vor kurzem einen Block, den du verloren hast?« Maluna antwortete traurig: »Ja, ich habe ihn nie wieder gefunden. Unter der Weide, wo ich ihn zuletzt hatte, lag er nicht mehr.« »Unter der Weide?«, fragte Kira erstaunt. »Ich habe in meiner Welt vor Kurzem unter einer Weide einen Zeichenblock gefunden.« »Vielleicht war es ja Malunas Block«, rief Blümchen und flatterte ganz aufgeregt um Tiberius herum. »Das denke ich auch und ich glaube, wir müssen zu eurer Weide, um dort einen Hinweis zu finden. Leider weiß ich nicht mehr genau, wo diese steht«, sagte der Elfenkönig. Tiberus antwortete ihm: »Sie steht auf der Lichtung mitten im großen Wald. Ich lebe dort mit meiner Familie. Ich zeige euch den Weg.«

Sie machten sich sofort los, denn im Feen- und Elfenland wurde es langsam dunkel. In der Dämmerung erschienen die Tiere, Pflanzen und Bäume ganz anders als am Tag. Die Bäume färbten sich in ein sattes Gelb. Die Blumen liefen alle zusammen in einen großen Kreis und schlossen dann in der gleichen Sekunde ihre Blüten. Manche Tiere aber kamen jetzt erst aus ihren Häusern heraus, wie das Eichhörnchen. Es pflückte einen großen Strauß Löwenzahn und suchte noch ein paar Beeren für das Abendessen.

Schülerzeitung AG - Fantasiegeschichte 'Die magische Weide' [3.9.2017] (3)Langsam sah man die große Weide. Sie schimmerte durch die gelben Bäume hindurch und erstrahlte in einem wunderschönen Grün. Als der König diese sah, wurde ihm klar, dass seine Vermutung richtig war. »Das ist die einzige Weide, die in meinem Reich verzaubert ist. Aus dieser können Feen und Elfen in Kiras Welt und sie in unsere.« »Natürlich, dann musste der Block wie von Zauberhand in Kiras Welt gekommen sein«, erwiderte Maluna. »Also heißt das, dass ich durch diese Weide auch wieder zurück nach Haus kann?« »So ist es«, antwortete der König.

Alle waren sehr traurig, da sie nun wussten, dass Kira zurückmusste. Aber gleichzeitig freuten sie sich auf ein Wiedersehen. Tiberius versprach Kira, dass seine Freunde in der Menschenwelt immer für sie da sein würden. Das machte Kira sehr viel Mut, denn sie war ein schüchternes Mädchen. Maluna schenkte ihr zum Abschied ein Armband, welches in den Farben des Regenbogens schimmerte. Kira freute sich sehr darüber und versprach, es immer bei sich zu tragen. Nun machte sie sich auf den Weg zur Zauberweide. Mit ihrem Zauberblock stellte sie sich unter diese. Sofort begann sie sich diese zu drehen, und bevor man auch nur blinzeln konnte, war Kira verschwunden.

Die vier Freunde machten sich auf den Weg zurück in den Palast, während Kira ihr Armband ganz fest in der Hand hielt und sich in Gedanken schon auf das nächste Wiedersehen freute.

Wir hoffen, Kims erste Fantasiegeschichte in der Schülerzeitung hat Euch gefallen. Gebt uns gerne eine Rückmeldung mit Eurer Meinung dazu, sodass wir eventuell weitere Erzählungen veröffentlichen können.

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