Die große Reise im Mai

Eine kleine Tradition unserer Redaktion ist es, sich im Januar mit Schulleiter Herrn Andreas Slowig über aktuelle Geschehnisse am CWG zu unterhalten. In diesem Jahr erfahrt Ihr mehr über die Klassenfahrtswoche und die Sanierung unseres Osthofs.

  • von Lars Ruckhardt/7c; Theodor Wolf/7c
  • Fotos: Theodor Wolf/7c; Clemens T. Kral/10b
[Hinweis: Dieser Artikel kam mit der Veröffentlichung der achten Printausgabe im Januar 2017 heraus und wird nun nachträglich auf unserer Website in ungekürzter Form veröffentlicht.]

Klassenfahrtswoche

1. Was ist die Klassenfahrtswoche?

»Es ist eine Woche, die in diesem Jahr zwischen dem 8. und 12. Mai festgelegt wurde, in der alle Klassen auf Klassenfahrt gehen sollen. Wir haben uns für die Variante entschieden, weil wir gesehen haben, dass einzelne Klassenfahrten zu einem enormen Unterrichtsausfall geführt haben. Durch diese Lösung wird der einzelne Ausfall minimiert. Wir hatten dazu bisher nicht die Möglichkeit, weil wir einfach nicht die Reisekosten und Zuschüsse, die dafür gebraucht werden, bündeln konnten. Seit dem letzten Jahr dürfen wir Mittel sparen, über die Jahre hinweg. Früher musste man immer in einem Jahr eine bestimmte Anzahl an Mitteln ausgeben. Außerdem haben wir in diesem Jahr keine Abiturprüfungen und wollen so diese Chance nutzen. Wir denken auch, dass es gar nicht so schwer sein wird, so eine Fahrt zu organisieren und ein Ziel für die Lehrer zu finden, weil die Woche eben in der Abiturzeit liegt, in der ebenso viele andere Bundesländer nicht häufig auf Klassenfahrten zurückgreifen können.«

2. Wieso findet sie im Mai statt und ab nächstem Schuljahr im September?

»Es wurde so entschieden, weil der Mai – was das Wetter angeht – ein guter Monat ist und wie gesagt keine Abiturprüfungen in diesem Jahr an unserer Schule durchgeführt werden. Wir sind der Meinung, dass andere Schulen keine Klassenfahrtswoche durchführen, weshalb wir viel leichter Angebote einholen können. Außerdem liegen zwischen den Oster- und Sommerferien keine weiteren nennenswerten Ferientage. Deshalb wollen wir diesen Zeitraum durchbrechen. Wie alles hat auch das seine Tücken: Alle Lehrer müssen auf Fahrt geschickt werden und auch die Schulleitung muss mit, sonst bekommen wir es nicht abgesichert. Die Problemfrage, die schwerer zu lösen scheint als sonst, ist natürlich, was man mit den wenigen Schülern macht, die nicht mitfahren können. Wir werden prüfen, ob das wirklich die Dauerlösung wird; ich zweifle manchmal daran. Ebenfalls können wir es nie wieder im Mai machen, weil wir dann wieder Abiturprüfungen haben. Im September gibt es das Problem, dass es sich mit dem Schüleraustauch mit Sankt Petersburg überschneidet, den wir auch pflegen wollen. Zusätzlich findet dann wieder die Abschlussfahrt der 12. Klassen im September statt. Es war ein Versuch, in einer besonderen Situation die Kräfte zu bündeln und zu sagen, dass wir danach zwei Jahre Ruhe haben. Dass ab nächstem Schuljahr die Fahrt im September stattfindet, sehe ich heute noch nicht.«

3. Gab es aus der Lehrerschaft breite Zustimmung oder war die Begeisterung eher nicht so groß?

Schülerzeitung AG - Interview Slo_Klassenfahrtswoche; Sportanlagen [16.1.2017] (1)
► Redakteur Lars Ruckhardt/7c im Interview mit Herrn Slowig, Schulleiter des CWG.

»Es gab eigentlich keine breite Zustimmung. Ich muss auch sagen, dass wir das als Schulleitung einfach festgelegt haben, was wir sonst nicht machen. Aber jetzt hat jede Klasse ein Ziel, jetzt wird es gemacht und wir machen unsere Erfahrungen. Diese Situation im Mai werden wir nie wiederbekommen.«

4. Sind genügend LehrerInnen vorhanden, sodass bei jeder Klasse zwei BetreuerInnen mitfahren können? Oder werden manche Klassen auch von Eltern begleitet?

»Ja, wir bekommen das hin. Aber es gibt sowieso immer Lehrer, die lieber einen Elternteil mitnehmen wollen. Außerdem könnten Praktikanten, Referendare oder FSJ-ler (FSJ = Freiwilliges Soziales Jahr) mitfahren. Wir können uns auch über einen neuen Kollegen und neue Referendare freuen. Ich freue mich zudem, dass ich wieder einmal auf Klassenfahrt gehen kann. Zuletzt konnte ich das als Klassenleiter miterleben. Es ist ein Kraftakt, aber es geht.«

5. Ist Ihnen bekannt, ob auch mehrere Klassen in die gleiche Stadt bzw. gleiche Jugendherberge fahren?

»Ja, es gibt eine „Verbindung“ von einmal 5 und einmal 4 Klassen. Darüber hinaus fahren mehrere Klassen nach Stralsund. Das macht die Sache mit der Lehrerversorgung leichter, denn wenn 5 Klassen zusammenfahren, braucht man vielleicht nicht 10 Lehrer.«

Neues vom Schulhof

6. Welche Veränderungen werden uns zukünftig auf dem Osthof erwarten? „Nur“ neues Pflaster oder noch andere neue Dinge?

»Es wird sich leider nur auf das Pflaster beschränken. Dazu bekommen wir noch eine Vorrüstung für eine Sprinterbahn und eine Weitsprunggrube. Das muss man sich so vorstellen: Es wird nur Erde hingelegt und später kann man ganz einfach darauf bauen. Jetzt ist leider wegen des Frosts Baustopp. Uns erwartet kein Wunder – es ist nur ein Fünftel von dem, was wir bräuchten, aber kleine Schritte sind besser als keine. Bänke bekommen wir auch mit Hilfe unseres Schulfördervereines hin.«

7. In dem Artikel „Zwei ‚Urgesteine‘ im Interview“ mit Frau Dietz und Frau Würfel in der 7. Printausgabe antwortete Frau Dietz auf die Frage „Wie viele Sanierungen wurden [bereits am CWG] unternommen?“ Folgendes: »[…] Seit 1994 ist die Sanierung des Schulhofes in Planung, wurde aber bisher nicht realisiert.« Seit 22 Jahren ist es in Planung, im Dezember 2016 gingen die Bauarbeiten los. Hat sich das Warten gelohnt und was denken Sie darüber?

[lacht…] »Wenn es nach uns gehen würde, hätten wir nicht gerne gewartet, aber man muss verstehen, dass es dauert. Wir sind eine weiterführende Schule, wie lange hält man sich auf dem Schulhof und wie lange im Schulhaus auf? Die Stadt hat einen Sanierungsstau von 200 Millionen Euro, alleine im Schulbereich. Da ist es fast natürlich, dass ein Schulhof immer weiter hinter rutscht – ich finde das nicht gut. Wir sind aber froh über den Zustand unseres Gebäudes. Natürlich ist der Hof das letzte große Projekt und es ist inakzeptabel, dass er 22 Jahre vor sich hin verschleißt. Dass es keine Chance in dieser Zeit gegeben haben soll, glaube ich auch nicht. Wir kämpfen weiter, aber: Vielleicht wird der Schulhof zeitgemäßer, als er vor 22 Jahren geworden wäre. Das Stückchen, das gemacht wird, ist ein Stück nach vorne! Und der Posten, der noch zu machen ist, wird immer kleiner. Der Schulhof ist getaxt zwischen 400.000 und 500.000 Euro. Wenn es dann nur 200.000 oder 150.000 sind, wird es einfacher. Es ist eine Verbesserung, dafür müssen auch Bauarbeiten in Kauf genommen werden.«

8. Sollen die anderen drei Schulhöfe oder sogar die Fußballwiese demnächst auch erneuert werden? Wenn ja, wann?

Schülerzeitung AG - Interview Slo_Klassenfahrtswoche; Sportanlagen [13.1.2017]
► Derzeit findet die umfangreiche Sanierung des Osthofs statt. Zu sehen ist der Baufortschritt im Januar 2017.

»Die Fußballwiese nehmen wir mit Hilfe unseres Schulfördervereins in die Hand. Dort soll ein Bodenausgleich und eine komplette Rasenerneuerung vorgenommen werden – wenn alles gut läuft, schon dieses Frühjahr. Zum Schulhof kann ich keine konkreten Aussagen machen.«

Sportanlagen

9. Sie, der Schülerrat und viele andere Personen kämpfen dafür, dass unsere Schule Sportanlagen, wie z.B. eine Sprintbahn oder Weitsprunggrube, bekommt. Was wurde bis jetzt unternommen und weshalb ist dies nötig?

»An einem Ort, wo über 800 Schüler zusammenkommen, ist ein Sportplatz unverzichtbar. Das Problem ist, dass wir einfach nicht den Platz auf unserem Schulhof haben. Aber die Nachbarschulen haben die Anlagen und diese werden saniert. So wird ein moderner Sportplatz entstehen, der auch für uns die Leichtathletische Ausbildung absichern soll – darauf setze ich. Wenn das Geld für die Sprintbahn und Weitsprunggrube da ist, schlagen wir zu, aber das ist eigentlich nur eine Verlegenheitslösung. Wir brauchen einen ordentlichen Sportplatz. Da drüben ist die Fläche da, und dort wurde diesbezüglich auch schon etwas angedeutet.«

10. Was ist Ihrer Meinung nach das aktuell wichtigste Sportobjekt, das dem CWG fehlt?

»Das ist schwer zu sagen…: die Leichtathletikanlagen natürlich. Ich würde mir für die Außenanlagen einen Basketball- und Volleyballbereich wünschen, am besten gleich einen Sportkomplex der Superlative mit Schwimmhalle!smiley Neben dieser Außenanlage bräuchten wir eigentlich noch Turnhallenkapazität. Es müssten drei Klassen gleichzeitig Sport machen, das geht aber nicht.«

Wir bedanken uns bei Herrn Slowig für das ausführliche Gespräch und sind guter Dinge, dass es an unserer Schule vorangeht.

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